Mitgliederversammlung

Aufforderung zur Beteiligung an richtungsentscheidender Europawahl // Sozialsystem muss langfristig gesichert werden

Auch in diesem Jahr hatte die Bezirksgruppe Mittelhessen des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL zu seiner Mitgliederversammlung mit anschließendem Vortragsabend eingeladen.

Im HOTEL & RESTAURANT heyligenstaedt in Gießen begrüßte der Vorsitzende Oliver Barta, Leiter Personal der Bosch Thermotechnik GmbH und Standortleiter Wetzlar, die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft. In seiner Eröffnungsansprache stellte er dabei die anstehende Europawahl in den Fokus.

Die kommende Europawahl sei nicht nur richtungsentscheidend für die innere und äußere Einheit Europas, sondern auch wegweisend für die Unternehmen, begann der Vorsitzende seine Ansprache. Da nicht zuletzt die Hängepartie rund um den Brexit und der außenpolitische Kurs des amerikanischen Präsidenten Europas Einheit vor große Herausforderungen stelle, sei es wichtiger denn je, dass die EU auf oberster, staatlicher Ebene handlungsfähig bleibe. Gemeinschaftlich müsse man in der Lage sein mit den Wirtschaftsräumen China und USA nicht nur gut zu kooperieren, sondern auch auf Augenhöhe zu konkurrieren. Um dies zu gewährleisten sei ein klarer Fokus der EU auf Kernthemen wie Außenwirtschaft und Handel, die Absicherung des Wettbewerbs und der Schutz von Innovationen grundlegend, um Benachteiligungen auch für unsere Betriebe zu verhindern. Barta macht weiter deutlich, dass man für Herausforderungen wie Demographie, Globalisierung, Digitalisierung und Migration gewappnet sein müsse und nur ein gesamtheitlich starkes Europa Freiheit und rechtsstaatliche Werte verteidigen könne. Deswegen fordere der Verband die Unternehmen auf, sich nicht nur an der Wahl zum Europäischen Parlament zu beteiligen, sondern im eigenen Umfeld aktiv zur Teilnahme aufzurufen. Auch, um sicherzustellen, dass Europa am Ende nicht von einer Mehrheit von EU-Gegnern gesteuert wird und sich nicht von der Idee eines geeinten Europas entfernt.  

Im Anschluss folgte der Vortrag „Cybercrime und Wirtschaftsspionage“ von Leon Klein, der als Referent für Informationssicherheit der Firma 8com gleich zu Beginn mit Hilfe eines kleinen schwarzen Kastens eindrucksvoll eine Liste etlicher im Raum vorhandener Smartphones präsentierte. Schnell wurde jedem Gast im Raum bewusst, dass sie Zeuge erster Schritte für einen möglichen Cyberangriff wurden. Professionelle Hacker könnten dann in der Folge zügig und meist ohne größere Hindernisse die eigene digitale Identität auslesen. Erleichtert wird ein solcher Angriff durch weit verbreitete, nicht sehr einfallsreiche Passwörter wie „123456“ oder „Thomas87“. Klein machte mit seiner unterhaltsamen Art der Aufklärung und seiner Vorführung des Live-Hackings keine Angst vor der Nutzung digitaler Medien, sondern versuchte gezielt eine Sensibilisierung bei den Nutzern zu erreichen. Denn: Cyberkriminalität kann jeden treffen, via Smartphone oder E-Mail, egal ob privat oder in kleinen und großen Unternehmen. Deswegen gab der Referent seinen Zuhörern auch immer wieder umsetzbare Tipps zum bestmöglichen Schutz vor diesen Angriffen mit auf den Weg. „Cyberkriminalität ist inzwischen längst keine theoretische Gefahr mehr, sondern eine reelle, der man durch einen bewussteren Umgang ein Stück weit entgegentreten kann“, fasste Klein zusammen.

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