Mehr Zeit und Effizienz durch Automatisierung

Dematic in den letzten Zügen eines Großprojekts

Dematic steht mitten in der Finalisierung eines Großprojekts in Sachen Vollautomatisierung und zwar für den Hartmetallproduzenten Ceratizit im Allgäu. Der Global Player wird mit einem neuen, hochmodernen Standort ausgestattet, der mit hohen Volumina arbeitet – und das bei einer großen Anzahl unterschiedlichster Bauteile für Fräser und Bohrer.

Heusenstamm. Dematic steht mitten in der Finalisierung eines Großprojekts in Sachen Vollautomatisierung und zwar für den Hartmetallproduzenten Ceratizit im Allgäu. Seit Mai 2018 läuft der Entwicklungsprozess mit dem Konzern und im Sommer 2019 wurde der Auftrag final an Dematic vergeben. Nach dem Ende der Realisierungsphase diesen Sommer ist die Inbetriebnahme des automatisierten Distributionszentrums von Ceratizit für Mai 2021 geplant. „Hier geht es um ein anspruchsvolles Projekt. Ein Distributionszentrum zu automatisieren kann je nach Umfang Monate, aber eben auch Jahre dauern“, erklärte Patrik Kelleter, Solution Manager IT bei Dematic in Bezug auf Entwicklung und Umsetzung. Bei Ceratizit wird ein neuer, hochmodernen Standort ausgestattet, der mit hohen Volumina arbeitet und das bei einer großen Anzahl unterschiedlichster Bauteile für Fräser und Bohrer. Die beiden vorhandenen Logistikzentren des Konzerns liegen in einem ausgelasteten Industriegebiet und haben keinen Raum für Wachstum.

Überzeugendes individualisierbares Konzept
Beim neuen Zentrum in Kooperation mit Dematic ist anderes geplant. „Je nach Entwicklung gibt es hier von Beginn an entsprechend freie Fläche und die passende Ausstattung, um in den nächsten Jahren Erweiterungen in einem Schritt oder mehreren Stufen zu verwirklichen“, sagte Kelleter. Dematic überzeugte den Kunden nicht nur mit einem zukunftsorientierten, sondern auch mit einem individualisierbaren Konzept, was eine besonders erfolgreiche und flexible Zusammenarbeit ermöglichte. Entscheidend war hier vor allem die Möglichkeit seitens Dematic eine Lösung für das gewünschte Distributionszentrum zu bieten, die sich an die vorhandene IT-Infrastruktur von Ceratizit anschließt. Am ursprünglichen Standort in der Allgäuer Stadt Kempten liegt bereits eine IT-Landschaft vor, die SAP-basiert ist. Dematic bietet generell eigene Software-Lösungen an, wartet aber als Premium-Partner von SAP auch hierfür mit einem großen Spezialistenteam auf.

Modell: In den rund 90.000 Behältern im Dematic Multishuttle-System finden die Waren von Ceratizit Platz (Foto: Dematic) Neben diesen ausschlaggebenden Kriterien und der Tatsache, dass die Entwickler/innen und Berater/innen bei Dematic einen Entwurf vorlegen konnten, der eine besonders schnelle, genaue und somit effiziente Kommissionierung leistet, gelang es den Osthessen sich letztendlich gegen einen bei Ceratizit etablierten österreichischen Anbieter durchzusetzen, obwohl die Lösung in diesem Fall die kostspieligere Option war. „Die Kunst bestand darin, dem Kunden Neues, Hocheffizientes schmackhaft zu machen und ein attraktives Preisleistungsverhältnis anzubieten, um die Poleposition der Dematic bei integrierter Automatisierungstechnik, Software und Dienstleistungen zur Optimierung von Supply Chains zu sichern“, berichtete Kelleter, „und das ist uns natürlich auch deshalb gelungen, da uns das Team vom Ceratizit eine hohe Kooperationsbereitschaft gezeigt hat und dazu bereit war neue Wege einzuschlagen.“

Enormes Zukunftspotenzial
Trotz allem Trend hin zu immer mehr Maschinenleistung in der Intralogistik ist eine sehr offene Einstellung gegenüber Automatisierungsprozessen – wie die bei Ceratizit – nach Erfahrung seitens Dematic nicht selbstverständlich. In vielen Fällen treibt vor allem das zentraleuropäische Problem von teurem Bauland im Verhältnis zu stetig steigendem Wachstum, insbesondere im Bereiche des E-Commerce, den Bedarf an vollautomatisierter Lagerung und Kommissionierung voran. Mit 200 Jahren Erfahrung in der Automatisierung und dem ersten automatisierten Hochregallager in den 1970er Jahren kann Dematic hier punkten und Konzepte umsetzen, die auf maximale Raumausnutzung in Abhängigkeit der Gegebenheiten beim Kunden abzielen. Auch Hybridlösungen aus manuellen und automatischen Komponenten sind seit den letzten Jahren immer weniger gefragt. Zusätzlich signalisieren Kundinnen und Kunden Dematic immer häufiger, dass die Vorteile der Vollautomatisierung sich nicht nur auf Einsparungen von Grundstücksfläche beziehen, sondern auch darin liegen, dass es für Unter­nehmen immer schwieriger wird, genügend Personal zu finden, um den aktuellen logistischen Anforderungen hinsichtlich Volumina gerecht zu werden. „Die hundertprozentige Automatisierung kann beispielsweise eine benötigte Arbeitskraft von 10 bis 15 Personen auf drei oder vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren“, sagte Patrik Kelleter.

Modell: An den Kommissionierplätzen installiert Dematic ein Pick-by-Light-System (Foto: Dematic)Gleichzeitig gilt in diesem Zusammenhang: je mehr Automatisierung, je mehr Maschinen und umso mehr benötigte Wartungs- sowie Bedienungstechnik und damit ein höheres Qualifikationsniveau des Personals. Hier ist die M+E-Industrie in der Fachkräftesicherung gefragt, denn diese starke und schnelle Entwicklung im Bereich Innovation verlangt entsprechende Kandidatinnen und Kandidaten aus der Mechatronik, Elektronik sowie aus der Verfahrenstechnik. Bei Dematic sieht man hierin für die kommenden Jahre ein enormes Zukunftspotenzial, auch was die Robotik betrifft, und über die Anforderungen aller Branchen hinweg. Der gemeinsame Nenner von einem Großkunden, wie Ceratizit, bis hin zum Einzelhändler liegt in den Faktoren Zeit, Effizienz sowie Platz- und Kosteneinsparungen. Je entwickelter die Intralogistik, desto schneller, effektiver und lukrativer lassen sich die Prozesse abbilden.

 

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Talisa Dean, M.A.

Talisa Dean, M.A.
Leiterin Presse,
Öffentlichkeitsarbeit und Bildung
Offenbach und Osthessen