Leben, Lernen und Arbeiten mit der Coronavirus-Pandemie

Online-Podiumsgespräch der Unternehmerverbände Südhessen und der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau diskutiert Lösungsansätze und Bewältigungsstrategien

Darmstadt. Die gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen der andauernden Coronavirus-Pandemie diskutierten rund 70 Teilnehmer in einem von den Unternehmerverbänden Südhessen und der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) veranstalteten Online-Podiumsgespräch am 25. August 2020.
Unter dem Titel ‚Plan C - Leben, Lernen und Arbeiten mit C-orona‘ berichteten Kirchenvertreterinnen, Unternehmer und Auszubildende aus ihrer jeweiligen Perspektive über ihre tägliche Arbeit während der Krise sowie kreative Lösungsansätze zu deren Bewältigung. Eine Einordnung aus virologischer Sicht gab Dr. Sylvia Lau mit ihrem Impuls „Wer ist anpassungsfähiger – Das Virus oder wir?“ Anschließend konnten die Online-Teilnehmer per Chat oder Kamera virtuell mitdiskutieren.

„Corona ist gegenwärtig die größte Herausforderung unserer Zeit. Das wirtschaftliche Leben als Basis unseres Wohlstands hat einen historischen Einbruch erlitten. Bewährte Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind durch den coronabedingten Wandel der Arbeitswelt und die gebotene Distanz im sozialen Miteinander nur eingeschränkt möglich. Dennoch haben Beschäftigte und Unter­nehmen kreativ und flexibel auf die Krise reagiert.
Daher ist es umso wichtiger, dass wir die Potenziale für innovative und digitale Lösungsansätze fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das bedeutet auch, unsere Mitarbeiter bei der digitalen Qualifikation mitzunehmen und den technologischen Wandel aktiv zu gestalten. Nur so gelingt es uns gestärkt aus der Coronakrise hervorzugehen und zukünftige Krisen besser bewältigen zu können“, sagte Claus Lau, Vorstandsvorsitzender des Unternehmerverbands Südhessen und der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen von HESSENMETALL.

„Auch uns als Kirche hat die Coronakrise ganz unerwartet getroffen. In den Gemeinden war es ganz selbstverständlich wichtig, auf den Schutz der Menschen besonders zu achten, auch unter den großen Einschränkungen in der gewohnten kirchlichen Praxis. Außerdem haben wir erlebt, wie engagiert und geistreich Gemeinden waren, den Kontakt zu Menschen zu halten, einander in der Krise beizustehen und das Gefühl zu stärken, dass keiner und keine alleine ist. Die Mischung aus Sorgfalt und Kreativität hat mich besonders beeindruckt. Für die Kirche stellen sich auch neue Herausforderungen und Fragen: Welche Veränderungen brauchen wir, um Menschen in dieser Situation weiter gut zu begleiten? Außerdem hat auch in der Kirche die Digitalisierung in kurzer Zeit schnell Fahrt aufgenommen und soll weiter integriert werden. Es gab auch immer wieder Kritik, die Kirche handle zu ängstlich oder habe sich nicht genug um andere gesorgt. Das sehe ich anders, aber auch das muss man hören und bearbeiten. Uns beschäftigt die weltweite Krise als ein Phänomen, das wir mit unserem Glauben an einen Gott der Liebe in ein Verhältnis setzen müssen“, sagte Dr. Melanie Beiner, Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und u.a. Mitglied des Krisenstabs der EKHN.

In Zeiten, in denen das persönliche Treffen nur eingeschränkt möglich ist, bot die Veranstaltung Gemeindemitgliedern ebenso wie Unter­nehmensvertretern und Lehrern die Möglichkeit, ihre Erlebnisse und Sorgen rund um die Corona-Pandemie auszutauschen.

Die weiteren Mitwirkenden des Podiumsgesprächs waren:

- Achim Kopp (Geschäftsführer KOPP Schleiftechnik GmbH, Lindenfels-Winterkasten / stv. Vorsitzender HESSENMETALL Darmstadt & Südhessen)

- Isa Günkel (Mitglied des Kirchenvorstands Okriftel)

- Katharina Weiand, Nico Rämisch und Jonas Weidmann (Auszubildende der Bosch Rexroth AG, Erbach)

Zurück zur Übersicht