HESSEN­METALL Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen wählt neue Vorsitzende

Ines Weyand folgt auf Claus Lau / Leitlinien: Klima- und Umweltschutz, Fachkräftemangel, unternehmerfreundliche Standortpolitik

„Klima- und Umweltschutz funktioniert am besten marktwirtschaftlich fair. Der richtige Weg zur Zielerreichung muss sich im Wettbewerb definieren und bewähren.“

Die neu gewählte Vorsitzende der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen, Ines Weyand 
(Photo Credit: Fotostudio Colin)

Darmstadt. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 31. Januar 2022 wählten die Mitgliedsunternehmen der HESSEN­METALL Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen Ines Weyand zu ihrer neuen Vorsitzenden.

Sie folgt auf Claus Lau, der aus beruflichen Gründen nicht weiter als Vorsitzender zur Verfügung steht. Nach der Wahl bedankte sich Ines Weyand für das in sie gesetzte Vertrauen und sprach in ihrer Antrittsrede über die Leitlinien für die künftige Verbandsarbeit. 

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind bereits die Megathemen für die nächsten Jahrzehnte. Wenn wir wirklich etwas global bewegen wollen, dann müssen wir helfen, den CO2-Ausstoß nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ländern wie China, den USA oder Indien zu senken. Unsere innovative M+E-Industrie hat das Knowhow, um ressourcenschonende Produkte und Technologien herzustellen und zu exportieren“, sagte Ines Weyand. „Die Rahmenbedingungen dafür bei uns vor Ort müssen jedoch so gestaltet sein, dass weniger Emissionen und Wachstum nicht gegenseitig ausgeschlossen werden. Wir sind überzeugt, dass Klima- und Umweltschutz am besten markwirtschaftlich fair funktioniert. Wir können es schaffen, trotz Wachstum weniger Emissionen zu verursachen und mit guten Arbeitsplätzen unseren Wohlstand in der Region erhalten“.

Eine weitere Entwicklung, die die M+E-Industrie mit Sorge verfolgt, ist der zunehmende Fachkräftemangel. 

„Die Unter­nehmen sind im Wettbewerb um die besten Fachkräfte der Zukunft, die sich den attraktivsten Standort selbst aussuchen können“, beschrieb Ines Weyand die Situation in Südhessen. „Daher benötigen wir vor Ort einen zügigen Ausbau der Verkehrs­infrastruktur für alle Verkehrsträger, die schnellere Ausweisung von mehr Gewerbe- und Wohnflächen, eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie eine unternehmerfreundliche Standortpolitik.“

Ines Weyand dankte ihrem Vorgänger Claus Lau, der insbesondere die Themen digitaler Strukturwandel, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz mit neuen Ideen, Impulsen und Formaten für den Verband vorangetrieben hat. Sein ehrenamtliches Engagement für die südhessischen Verbände wird Lau als Vorsitzender des Unternehmerverband Südhessen e.V. fortführen.

Auf die konjunkturelle Entwicklung ging Prof. Dr. Michael Grömling in seinem Vortrag „Perspektiven der deutschen Wirtschaft für 2022 – ein neuer Anlauf in die Normalität?" ein.
„Die wieder stark aufflammenden Infektionen werden im Winterhalbjahr 2021/2022 die deutsche Konjunktur um ein weiteres Mal belasten. In den konsumnahen Dienstleistungsbereichen würgt die Pandemie und die Zurückhaltung der Kunden erneut die Erholung ab. 


Die Industrie leidet nach wie vor unter Produktionsstörungen infolge fehlender Vorleistungen. Pandemiebedingte Ausfälle von Mitarbeitern können dies nun verstärken“, berichtete Grömling, Senior Economist Kompetenzfeld Internationale Wirtschafts­ordnung und Konjunktur beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln. „Gleichwohl gehen die Unter­nehmen mit hoher Zuversicht in das neue Jahr. Das stellt ein mutmachendes Erwartungsumfeld für die deutsche Konjunktur dar. Aufgestauter Konsum und längst überfällige Investitionen warten auf ihre Realisierung. Diese Nachholbedarfe nähren den Optimismus – trotz der gewaltigen fünften Infektionswelle.“

Zur Person von Ines Weyand:

Ines Weyand ist seit 2002 in ihrer Funktion als Personalleiterin Mitglied der Geschäftsleitung der Instron GmbH in Darmstadt. Die ehrenamtliche Verbandsarbeit kennt sie bereits aus ihrer bisherigen Tätigkeit im Mitgliederrat der HESSEN­METALL Bezirksgruppe und im Tarifpolitischen Ausschuss des Landesverbandes HESSEN­METALL.
 

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