CEO im Interview: Matthias Schneeweiß, Geschäftsführer der WSB Technology GmbH in Melsungen

Unser Interview-Format „CEO imInterview" hat zum Ziel, Geschäftsführer mit ihren Unternehmen vorzustellen. Auf sieben Fragen werden Antworten auf wesentliche Einstellungen und Meinungen gegeben; persönlich, authentisch und unterhaltsam. An der Reihe, die sich im Abstand von zwei Monaten fortsetzt, können alle AGV-Mitglieder teilnehmen. Wir setzen die Serie fort mit Herrn Matthias Schneeweiß. Er ist Geschäftsführer der WSB Technology GmbH in Melsungen.

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Herr Schneeweiß, seit wann besteht Ihr Unternehmen, wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie, und was bietet das Unternehmen?

Das Unternehmen gibt es seit 1998. Wir beschäftigen derzeit 18 Mitarbeiter und einen Auszubildenden. Mit der Konfektionierung von neuen Akkupacks und der Reparatur von defekten Akkumulatoren sind wir seit mehr als 20 Jahren ein verlässlicher Partner der Industrie und des Großhandels.

Unser Referenzspektrum reicht dabei von börsennotierten Konzernen bis hin zu mittelständischen Fertigungsbetrieben.

Zu unserem Leistungsspektrum gehören natürlich auch ein umfangreiches Warenlager und ein Online-Shop, mit allen gängigen Markenzellen, Akku-Packs und kompletten Ersatz-Akkus sowie Zubehör, wie z. B. Ladetechnik.

Wir sind damit auch Groß- und Einzelhandel für Behörden, Gewerbe, Industriebetriebe und Privatkunden.

Wie sind Sie zum Geschäftsführer geworden? Wie war Ihr bisheriger Werdegang?

Kurz und knapp, nach dem Abitur, 12-jähriger Laufbahn als Offizier bei der Bundeswehr und anschließendem Abschluss zum Technischen Betriebswirt, bin ich seit Anfang 2017 Geschäftsführer bei WSB.

Was schätzen Sie daran, Geschäftsführer zu sein?

Mich reizen die anspruchsvollen Kombinationen aus Handlungsfreiheiten, Gestaltungsmöglichkeiten und Verpflichtungen, denen man sich jeden Tag auf das Neue stellen muss sowie die damit verbundene Übernahme von Verantwortung.
Aber auch zu sehen, wie mit viel Engagement das gesamte Team die Organisation ständig weiterentwickelt.

Wie viel Freizeit haben Sie und was machen Sie damit?

Die rasante Entwicklung des Unternehmens nimmt derzeit recht viel Zeit in Anspruch. Freizeit ist natürlich wichtig, um Energie zu tanken, dann stehen Familie und Sport im Fokus.

Unverzichtbar sind eine verständnisvolle Familie und eine gute Organisation, um alle beruflichen und privaten Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen.

Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?

Nordhessen macht sich oft schlechter als es ist. Zentral in Deutschland gelegen ist die Region grundsätzlich eine sehr dynamische und hat eine starke Tradition als Standort für Industrie, Handel und Dienstleister, wie z. B. Logistik.

Die größten Herausforderungen für die Region liegen darin, Infrastruktur und Bildung auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Dann sind auch zukünftig alle Chancen vorhanden, um weiter ausreichend Fachkräfte und damit auch erfolgreiche Unternehmen in der Region zu haben bzw. neue zu installieren. Dieses Ziel können aber alle Akteure (Unternehmen, Politik und Gesellschaft) nur gemeinsam erreichen.

Warum sind Sie Mitglied im Arbeitgeberverband geworden, und was schätzen Sie besonders am AGV?

Neben den sozial- und arbeitsrechtlichen Schwerpunkten schätzen wir als Unternehmen die Offenheit im Verband und den Mix aus „aktiven Netzwerken“, Erfahrungsaustausch, Fortbildung und Wissenstransfer, den der AGV bietet.

Wie könnte man Ihrer Meinung nach den Unternehmergeist bei Jugendlichen wecken?

Bei Kindern und Jugendlichen kann sich viel Selbstvertrauen, Mut und Freude aus einer frühen Förderung von Kreativität und Tatendrang entwickeln. In den letzten Schuljahren wäre es hilfreich, mehr Informationen zur Berufsorientierung zu bieten und Methoden zu vermitteln, wie man mutige Entscheidungen trifft, mit Verantwortung umgeht und Ideen zum Wachsen bringt.

Um Jugendliche wirklich zu interessieren und zu überzeugen, müssen Unternehmer ihren Beruf, ihre Werte und ihre Begeisterung für Unternehmertum an den Nachwuchs vermitteln. Junge Menschen lassen sich in der Regel über Vorbilder und Emotionen ansprechen und erreichen.

Vielen Dank, Herr Schneeweiß.

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