Eröffnung der Karikaturenausstellung im Neuen Rathaus Wetzlar gefeiert

Wetzlar. „Ludwig Erhard – gestern, heute, morgen“ lautet der Titel der deutschlandweit erfolgreichen Karikaturenausstellung, zu deren Eröffnung HESSENMETALL Mittelhessen gemeinsam mit der Stadt Wetzlar und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ins Neue Rathaus Wetzlar eingeladen hatten.

Im Zentrum der kleinen Feier stand die interessante Bildersammlung verschiedenster Künstler rund um das politische Leben und Schaffen des „Vaters des Deutschen Wirtschaftswunders“, die Besucher nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Schmunzeln anregen. 

Dr. Dirk Hohn, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL Mittelhessen, begrüßte die Besucher und machte die Wichtigkeit Erhards deutlich: „Wenn wir es schaffen, dass Menschen und vor allem Schüler, sich nachhaltig mit diesem Thema beschäftigen, dann haben wir gewonnen.“ Der langjährige Buderus – Bosch Thermotechnik Unternehmenshistorikers Dr. Rainer Haus hielt im Anschluss einen Vortrag zum Thema „Die Geschichte der Montanindustrie im Lahn-Dill-Gebiet“. Das Publikum erhielt einen Einblick in die Geschichte der Eisenindustrie im heutigen Mittelhessen mit dem Schwerpunkt auf Wetzlar. Auch die damit einhergehenden technischen und wirtschaftlichen Umbrüche wurden erläutert, die, gepaart mit unternehmerischem Gestaltungs- und Erfolgswillen, eine heute erfolgreiche Metallindustrie im Dill-Kreis hervorgebracht haben.

Unter Moderation von Sascha Drechsel, Bereichsleiter Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bei HESSENMETALL Mittelhessen, wurde das Programm mit einer Gesprächsrunde zum Thema „Wetzlar 2030 – Wünsche für die Region“ abgerundet. Die Teilnehmer Bürgermeister Harald Semler, Dr. Dirk Hohn sowie die beiden engagierten Schüler Denise Harren und Elnathan Kunstmann der Goetheschule Wetzlar, stellten sich den Fragen des Moderators zur Entwicklung und Zukunft der Stadt Wetzlar. Dr. Hohn verdeutlichte, welche große Rolle die Metall- und Elektroindustrie in der Region spielt: „Mit der Stadt Wetzlar haben wir einen starken Partner an unserer Seite. Wir wünschen uns, dass die Rahmenbedingungen von Stadt und Region so gesetzt werden, dass sich die M+E Industrie weiterentwickeln kann und wir das Stadtbild auch in Zukunft positiv mitgestalten können.“ Auch das Thema der Digitalisierung spielt bei der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts eine große Rolle: „Die Umstellung bedeutet einen tiefgreifenden Wandel in unserer Gesellschaft, dem sich auch die Metall- und Elektroindustrie stellen muss und stellen wird. Die Vernetzung der Unternehmen wird zunehmen. Wir müssen die digitalen Möglichkeiten verstehen und nutzen lernen. Wohin diese Reise führt und wie das alles funktioniert, wusste auch ein Ludwig Erhard zur damaligen Zeit nicht, aber das werden wir als Gemeinschaft lernen.“

Die Ausstellung kann noch bis Ende Mai in der Eingangshalle des Neuen Rathauses Wetzlar zu den üblichen Öffnungszeiten kostenlos besucht werden.

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