Anstieg und Vergleich der tariflichen Ausbildungsvergütungen

Das Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) hat die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Jahr 2018 ausgewertet und verglichen, die im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 deutlich angestiegen sind. Durchschnittlich betrug die Ausbildungsvergütung im Jahr 2018 über alle tariflichen Vereinbarungen hinweg 908 Euro im Monat. Dies entspricht einer Steigerung um 3,7 Prozent.

Die höchsten Ausbildungsvergütungen erhalten Auszubildende als Maurer/-in (1.159 Euro), gefolgt von Mechatroniker/-in (1.088 Euro), Industriemechaniker/-in (1.082 Euro), Industriekauffrau/-mann (1.047 Euro) und Kauffrau/-mann für Versicherungen und Finanzen (1.035 Euro). Drei von vier Auszubildenden erhalten deutschlandweit eine Ausbildungsvergütung über 800 Euro. Tendenziell erhalten Männer eine höhere Vergütung als Frauen. Dies liegt daran, dass Männer prozentual häufiger eine Ausbildung in Berufen machen, die im Vergleich höher vergütet werden.

Die BIBB-Studie zeigt auch, dass ein Zusammenhang zwischen dem Vergütungsanstieg und der Ausbildungslage besteht. So zeigt die Langzeitentwicklung, dass die Vergütung insbesondere dann deutlicher steigt, wenn die Unter­nehmen weniger Jugendliche für eine Ausbildung gewinnen können.

Die Studie des Bundesinstituts und vertiefte Ergebnisse können Sie der Studie im Anhang entnehmen. Außerdem erhalten Sie in der Anlage einen Überblick zu den durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütungen, die Ihnen als Benchmark zur Vergütung in der M+E Industrie Mitte fungieren kann.