Kurzarbeit und Weiterbildung

Ein Unter­nehmen, das sich in Kurzarbeit befindet und die freie Zeit nutzt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Weiterbildung zu ermöglichen, wird vom Staat gefördert. Grundlage hierfür ist § 106a SGB III:

  • Konkret erhalten Unter­nehmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während und nach deren Kurzarbeitsphase einen Zuschuss zu den Lehrgangskosten, wenn sie eine Weiterbildung absolvieren. Die Erstattung der Weiterbildungskosten richtet sich nach der Unter­nehmensgröße und umfasst bei Unter­nehmen bis zu neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 100 Prozent, mit zehn bis 249 Beschäftigten 50 Prozent, mit 250 und weniger als 2 500 Beschäftigten 25 Prozent und für Betriebe mit 2 500 oder mehr Beschäftigten 15 Prozent.
  • Unter­nehmen bekommen über die genannten Förderungen hinaus die Hälfte ihres Beitrags zur Sozialversicherung erstattet, wenn während der Kurzarbeit eine Weiterbildung absolviert wird. Dies gilt nur für die Monate, in denen die Weiterbildung auch stattfindet.
  • Wichtig ist: Eine zeitgleiche Gewährung von Kurzarbeitergeld und einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt ist jedoch nicht möglich.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen der Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen und Lehrgangskosten:

  • Bis 31. Juli 2023 können Betriebe für Beschäftigte, die in Kurzarbeit sind und sich gleichzeitig qualifizieren, die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge abzüglich des Beitrages zur Arbeitsförderung erstattet bekommen (§ 106a SGB III).

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