RÜCKBLICKE IN DIE ZUKUNFT

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2047

Industrie 5.0

Neue Herausforderungen zeichnen sich ab. Der Verband beginnt sich einmal mehr neu zu erfinden.

2040

Neue Ziele

HESSENMETALL hat seine Mitgliedsunternehmen erfolgreich durch den Strukturwandel der Digitalisierung begleitet.
Die Digitaltechnologien von 3D-Druck über Mensch-Maschine-Interaktionen, Internet der Dinge und KI sind Standard in den flächendeckenden smarten Fabriken der hessischen M+E- und IT-Industrie.

HESSENMETALL ist Verband 4.0 und setzt sich neue Ziele.

2037

Klimaneutralität und KI werden Standard

Vollautonome Fahrzeuge stehen hinter einem smarten und klimaneutralen Haus der Wirtschaft Hessen zur Verfügung. Die Entkoppelung von Wachstum und Treibhausgasemissionen gelingt immer besser. Die Exportanteile der hessischen M+E+IT-Industrie in diesem Segement wachsen stark an.

2030

Rollenmodell Führung

HESSENMETALL hilft den Mitgliedern beim Change des Rollenmodells Führung.

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2032
ROLLENMODELL
FÜHRUNG
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HESSENMETALL hilft den Mitgliedern beim Change des Rollenmodells Führung. Die Leitung entkoppelt sich mehr und mehr von Hierarchien. Kontrolletties werden nicht mehr gebraucht: Product Owner und Projektmanager übernehmen Führung. Zeitsouveränität, Vertrauensarbeitszeit, Eigenverantwortung und Erfolgsorientierung sind die Stellschrauben zum Arbeitserfolg.
2032 Die Arbeitgeber-Arbeitnehmerbeziehungen verändern sich dadurch in Richtung Mitunternehmerschaft von Beschäftigten. Die automatischen Differenzierungs- und Variabilisierungsanteile werden weiter nach klaren Kennziffervorgaben in den Tarifverträgen ausgeweitet und bilden die Heterogenität der Unternehmen in den 10 Branchen angemessener ab.

2024

Lösungen finden

HESSENMETALL bietet ein umfangreiches Weiterbildungspaket zur Bewältigung der digitalen Transformation an und schafft für seine Mitgliedsunternehmen mit einem zielgruppengerechten Angebotsgenerator Transparenz über die vielfältigsten Qualifizierungsangebote des Verbands und seiner zugehörigen Institutionen.

2023

Das Netz wächst

Das Netzwerk der Hochschulkooperationen wächst um eine weitere auf dann fünf Partnerschaften. HESSENMETALL ist als Austauschplattform für Innovationen, Technologietransfer und Förderung etabliert.

GEDANKENSPIELE FÜR DIE ZUKUNFT

das neue Leitbild

Das gewandelte Selbstverständnis wird präzisiert, Wachstumsstrategie formuliert.

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2021
DAS NEUE
LEITBILD
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11. Mai 2021 Der Vorstand beschließt das neue Leitbild
Es präzisiert das gewandelte Selbstverständnis:
"Gestartet als Arbeitgeberverband, schrittweise erweitert zu einer umfassenden Serviceorganisation und auf dem Weg zu einer Netzwerk-Plattform Arbeit 4.0.“
Es formuliert die Wachstumsstrategie:
Zum einen wurde das Branchenspektrum erweitert um die Informationstechnologie – wegen der Verschmelzung und besseren Bewältigung der digitalen Transformation. Zum anderen – auch durch die Akquise von Startups.
Es legt die Eckpfeiler der Wertegemeinschaft fest:
Soziale Marktwirtschaft, Erfolgreiche Arbeit, Lösungen für Klimaschutz, Generationengerechtigkeit
Etablierung einer partizipativen Gemeinschaft, die "das beste Wissen der Mitgliedschaft“ teilen, nicht mehr nur Expertenorganisation.
DOWNLOAD PDF "LEITBILD HESSENMETALL 2021"

Abschluss der
Tarifrunde 2021

"Ein Pandemie angepasst fairer und langfristig tragfähiger Kompromiss."

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2022

Wirtschaftliche Folgen von Putins Krieg für die Hessische M+E Industrie

Material- und Teilemangel verschärft sich wieder. Unter­nehmen rechnen mit Kostensteigerungen, Produktions- und Umsatzrückgängen. Energiepreise treiben Existenzängste.

ZUR MELDUNG
2021
TARIFRUNDE 2021
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31. März 2021 Abschluss der Tarifrunde 2021 für M+E MITTE:
Die Verhandlungsführer Heger (M+E MITTE) und Oliver Barta (HESSENMETALL) bewerten ihn als "einen Pandemie-angepasst fairen und langfristig tragfähigen Kompromiss für Unternehmen und Beschäftigte.“ Neben den 500 € Corona-Beihilfe zeigen sie sich vor allem zufrieden mit dem erreichten Ziel einer automatische Entlastung für krisenbetroffene Betriebe.

2021

Netzwerk Frauen in Führungspositionen

Schon im ersten Jahr ist das Netzwerk auf über 80 weibliche Führungskräfte aus den Mitgliedsunternehmen gewachsen.

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2021
NETZWERK FRAUEN
IN FÜHRUNGSPOSITIONEN
SCHLIESSEN
Das HESSENMETALL Netzwerk Frauen in Führungspositionen startet am 20.01.2021 mit einem Impuls von Dr. Ariane Reinhard, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin der Continental AG.
Es folgten Dr. Bettina Volkens, ehemals Arbeitsdirektorin der Lufthansa Group, und Tanja Gönner, CEO GIZ. Schon im ersten Jahr ist das Netzwerk auf über 80 weibliche Führungskräfte aus den Mitgliedsunternehmen gewachsen, die sich unter der Federführung von Isabelle Himbert (Arno Arnold GmbH) und Sabine Stoll Wewior (Bildungsabteilung HESSENMETALL) in verschiedenen Networking- und Veranstaltungsformaten vier Mal im Jahr treffen und austauschen.
Netzwerk Frauen in Führungspositionen
ZUM NETZWERK

März 2020 Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Auch weite Teile der hessischen Metall- und Elektro-Industrie leiden unter Auftragseinbrüchen, Kurzarbeit und Lieferengpässen. In dieser Ausnahmesituation erzielen die Sozialpartner bei den Tarifverhandlungen 2020 ein einmütiges Ergebnis. Die Digitalisierung der M+E-Industrie in Hessen beschleunigt sich durch die Krise.

Netzwerk Arbeit 4.0

2018

KOOPERATIONEN

Wissenstransfer nimmt seinen Lauf. Bis 2022 sind es bereits vier Hochschulkooperationen.

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2018
HOCHSCHULKOOPERATIONEN &
PARTNERSCHAFT
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Februar 2018 Kooperation mit Technischer Universität Darmstadt.
Juni 2019 Die Universität Kassel und die Bezirksgruppe Nordhessen vereinbaren eine enge Zusammenarbeit.
September 2019 Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und die Bezirksgruppe Mittelhessen unterzeichnen einen Kooperationsvertrag.
Januar 2021 HESSENMETALL, die Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus und die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) beschliessen eine Kooperationsvereinbarung – die nunmehr 4. zur Beschleunigung von Innovationsprozessen durch Technologietransfer.
HESSENMETALL und die Gruppe Bildungswerke der hessischen Wirtschaft bauen ihre Kooperation zu einer Systempartnerschaft aus. In der Folge entstehen zahlreiche Weiterbildungsformate zur Digitalisierung für die Mitgliedsunternehmen: von Fachkraft 4.0 bis M hoch 3.
Juni 2019 Partnerschaft mit der Eintracht Der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und HESSENMETALL gehen eine mehrjährige Partnerschaft ein. Ziel ist es, durch gemeinsame Events die Digitalisierung voranzutreiben, Kooperationen der Mitglieder mit der geplanten Arena of IoT zu stiften und die Reichweiten des Social Mediameisters für die Nachwuchssicherung zu teilen.

2017

Netzwerkplattform für IT-Anwender & -Anbieter

Es können nun neben Metall- und Elektro-Betrieben auch IT-Unternehmen und Startups dem Verband beitreten.

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2017
NETZWERKPLATTFORM FÜR
IT-ANWENDER & -ANBIETER
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HESSENMETALL erweitert sich um die Netzwerkplattform für IT-Anwender und IT-Anbieter. Es können nun neben Metall- und Elektro-Betrieben auch IT-Unternehmen und Startups dem Verband beitreten.
Es gibt dafür zahlreiche neue Formate. Den Starschuss macht das 1. IT-Forum.
Neue Formate rund um IT und Industrie 4.0
  • Arbeitskreise zu Digitalisierung und Technologietransfer mit Hochschulpartnern
  • Fachveranstaltungen (IT-Foren, IT-Personalkongresse, Energieeffizienzkongress usw.)
  • KI-Umfrage und KI-Check
  • Serviceportal Digitalisierung
  • Innovations- und Förderberatung
  • Beratungs- und Netzwerkpaket für Startups

2014

Erweiterte Nachwuchskampagne

Oktober Präsentation des ersten von insgesamt zehn hochmodernen, doppelstöckigen InfoTrucks in Berlin im Beisein des Schirmherren und Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel. Sie lösen die in die Jahre gekommenen Gelenkbusse ab. Das Angebot der Vorort-Information an den Schulen wird ergänzt um die M+E-Ausbildungsplatzbörse.

2010

Zukunftstarifvertrag mit Nullrunde

Erleichtert Kurzarbeit und anschliessende Erhöhung ist ein klares politisches Signal für pragmatischen Optimismus. Er hellt die Stimmung der Beschäftigten auf und zeigt einen Weg aus der Krise heraus.

10 JAHRE
WACHSTUM

2008/09 Die Finanz- und Weltwirtschaftskrise stellt die hessische Metall- und Elektro-Industrie vor große Herausforderungen. Durch Kurzarbeit können Entlassungen vermieden werden. Die M+E-Industrie muss erhebliche Anpassungslasten in der Krise tragen.

2004

Das "Pforzheimer Modell“

Das Modell mit seinen Öffnungsmöglichkeiten ist ein Meilenstein für die Modernisierung des Tarifvertrages. Es regelt in Erweiterung der Sanierungstarifverträge die Optionen für die Standortsicherung.

Im selben Jahr schließt die Tarifgemeinschaft M+E MITTE auch das neue Entgelt-Rahmen-Abkommen (ERA) ab, ein modernes Tarifsystem für die M+E-Industrie, das aus der Welt der Arbeiter und der Welt der Angestellten die eine Welt der M+E-Beschäftigten macht.

2000 Die Bezirksgruppen Frankfurt und Wiesbaden schliessen sich zur Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus zusammen.

DAS NEUE JAHRTAUSEND

1996

Neue Option

Mitgliedschaft ohne Tarifbindung

Als Reaktion auf die abgeschlossene Einführung der 35-Stunden-Woche im Oktober 1995 können nun auch Unternehmen ohne Tarifbindung Mitglied im Verband werden.

1995

M+E Mitte

Von der Verhandlungs- zur Arbeitsgemeinschaft M+E Mitte

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1995
Von der Verhandlungs- zur Arbeitsgemeinschaft
M+E MITTE
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Von der Verhandlungs- zur Arbeitsgemeinschaft M+E Mitte Die vier Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie (M+E) in Hessen, der Pfalz (PFALZMETALL), in Rheinland-Rheinhessen (vem.die arbeitgeber) und im Saarland (ME Saar) treten seit 1995 als Verhandlungsgemeinschaft für die Tarifverhandlungen M+E Mitte auf und bauen sie bis ins Jahr 2000 zur "Arbeitsgemeinschaft M+E MITTE“ zusammen.

1991 Das "Haus der Wirtschaft Hessen“ wird neuer Sitz. Die Landesgeschäftstelle zieht um aus der Villa in den Neubau im Frankfurter Mertonviertel. Das Haus der Wirtschaft Hessen ist bis heute der Sitz der Landesgeschäftstelle von HESSENMETALL, der Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus, der VhU, der Zentrale des Bildungswerks sowie weiterer Verbände.

1990

Arbeitgeberverband in Thüringen

Januar HESSENMETALL hilft beim Aufbau eines Arbeitgeberverbands in Thüringen.

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1990
ARBEITGEBERVERBAND
IN THÜRINGEN
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HESSENMETALL hilft beim Aufbau eines Arbeitgeberverbands in Thüringen.
Einige Hessenmetall-Kollegen, u.a. Volker Fasbender, Geschäftsführer Tarifpolitik bei HESSENMETALL, gehen nach Thüringen. Sie wollen dort einen Arbeitgeberverband nach westlichem Muster gründen, um die planwirtschaftliche Organisation zu verhindern. Am Entstehen des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen (VMET) ist er maßgeblich beteiligt.
Ich war der Stellvertreter in Thüringen
Volker Fasbender, in Broschüre 25 Jahre VMET.
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WIEDER
VEREINIGUNG

1988

Start der Nachwuchskampagne

19. Oktober Das erste umgebaute InfoMobil wird in Frankfurt/Main der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kampagne zur Nachwuchssicherung startet mit insgesamt vier Gelenkbussen die Fahrten an die Schulen, um Achtklässlern die M+E-Berufe vorzustellen.

1984

ARBEITSKAMPF um
35-Stunden-Woche

Arbeitskampf im Frühjahr/Sommer mit zehntausenden Beschäftigten der Metallindustrie.
Grund ist die Forderung der IG Metall nach einer Reduktion der Wochenarbeitszeit von 40 auf 35 Stunden. Man einigte sich schließlich auf eine stufenweise Reduktion der nun individuellen Wochenarbeitszeit auf durchschnittlich 38,5 Stunden.

Januar 1976 Die Bezirksgruppen Offenbach und Hanau schliessen sich zur Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen zusammen.

1974 erstmals über eine Million Arbeitslose.

1971 Wirtschaftskraft sinkt deutlich

Konsolidierung in Rezession

1969

Das Erste Bildungswerk

Gründung des Bildungswerks HESSENMETALL e. V. als zentrale Weiterbildungseinrichtung des Verbandes.

9. Juli 1971 Das Bildungshaus Bad Nauheim wird eingeweiht.

1967 Einführung der 40-Stunden-Woche für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie

1960

Das erste eigene Haus

Mitte der 60er Umzug des Verbandes nach Frankfurt-Bockenheim in eine Villa (Lilienthalallee)

AUFBAU

1951

Der Erste Streik

August/September Vierwöchiger Streik in Hessen: mit ca. 80.000 Arbeitnehmern und damit der erste große Streik in der noch jungen Bundesrepublik. Trotz einer Intervention des hessischen Ministerpräsidenten Zinn bestehen die hessischen Arbeitgeber auf ihrer verfassungsmäßigen Tarifautonomie.

MEHR ERFAHREN? Weiter geht es in der Chronik.

Wiederaufbau & Streiks

1947

Neugründung

aufgrund der Entscheidung für Branchen-Arbeitgeberverbände

21. Mai 1947 Gründungs- und erste Mitgliederversammlung Sozialrechtliche Landesgemeinschaft findet statt.

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1947
NEUGRÜNDUNG AUFGRUND DER ENTSCHEIDUNG
FÜR BRANCHEN-ARBEITGEBERVERBÄNDE
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Wer keine Herkunft hat, hat auch keine Zukunft. Der Blick in die Zukunft braucht gelegentlich den Blick in die Geschichte – vor allem in solche Zeiten, an denen sie sich ganz anders hätte entwickeln können. 1947 war eine solche Zeit!
Hätten z. B. die Amerikaner 1947 kein Veto gegen die Sozialrechtliche Landesarbeitsgemeinschaft eingelegt, gäbe es den Arbeitgeberverband HESSENMETALL heute gar nicht. Sondern eine zentralistischen Version der BDA, also einen alle Wirtschaftszweige umfassenden Tarif- und Sozialpartner.
Was also ist damals geschehen?
21. Mai 1947 Sozialrechtliche Landesgemeinschaft:
Gründung und erste Mitgliederversammlung - in der Frankfurter Börse von acht sozialrechtlichen Fachgemeinschaften statt:
  • Chemie
  • Kreditinstitute
  • Holzindustrie
  • Metall (* gegründet am 27. Januar 1947)
  • Nahrungs- und Genussmittelindustrie
  • Steine und Erden
  • Textilindustrie
  • Verkehrsgewerbe
Im Oktober 1947:
wurde die Organisation in Erbach schon wieder aufgelöst, da diese von den Amerikanern nicht mehr erwünscht war. Vermutlich wollten sie keine neue zentrale Arbeitgebermacht entstehen lassen. Im Gegenzug erlaubten sie Arbeitgeberverbände, über alle Branchen hinweg.

Die Jahre der Wieder-Gründung

In rascher Folge bildeten die Metallarbeitgeber von 1947 bis 1950 sowohl regionale Organisationen – "Bezirksgruppen“ als auch den hessischen Metall-Arbeitgeberverband.

29. Oktober 1947

Wiedergründung des
Arbeitgeberverbandes der hessischen Metallindustrie durch 61 Gründungsfirmen

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1947 - 1950
DIE JAHRE DER
WIEDER-GRÜNDUNG
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In rascher Folge bildeten die Metallarbeitgeber von 1947 bis 1950 sowohl regionale Organisationen – "Bezirksgruppen“ – als auch den hessischen Metall-Arbeitgeberverband.
Sie erschlossen sich mit Vor-Ort-Organisationen die hessische Fläche, um überall vor Ort kompetente Ansprechpartner zu haben.
Im Landesverband bündelten sie die fachliche Kompetenz. Gemeinsam bildeten sie eine durchaus streitbare Organisation, die der Gewerkschaft Paroli bieten konnte. In der Folge zeigte sich: Die Kraft dieser
Arbeitgeberorganisation lädt sich ständig neu auf aus dem Wechselspiel zwischen flächendeckenden regionalen Repräsentanzen mit örtlichen Besonderheiten und ihrer gebündelten einheitlichen Ausrichtung in Land und Bund.
SO ENTSTAND DER VERBAND
Wolfgang Eichler. Ehrung der Frauen und Männer der ersten Stunde. Jubiläumsveranstaltung 40 Jahre am 22. Oktober 1987
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6. Mai 1947
7. Juni 1947
29. Oktober 1947

22. Januar 1948
31. Juli 1948
10. März 1950
29. März 1950
30. März 1950
Gründung der Bezirksgruppe Kassel (später Nordhessen)
Gründung der Bezirksgruppe Hanau
Wiedergründung des Arbeitgeberverbandes der hessischen Metallindustrie durch 61 Gründungsfirmen. Der Verband startet in einem kleinen Büro mit zweieinhalb Zimmern in der Börse Frankfurt. Erster Hauptgeschäftsführer ist Max von Lützow. Ihm folgt 1949: Wolfgang Eichler. Den Vorstandsvorsitz übernimmt Theo Gaertner. Im Juni 1949 erfolgte die Übersiedlung des Arbeitgeberverbandes in das Haus "Englischer Hof“ am Frankfurter Hauptbahnhof.
Gründung der Bezirksgruppe Offenbach
Gründung der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen
Gründung der Bezirksgruppen Mittelhessen
Gründung der Bezirksgruppe Wiesbaden
Gründung der Bezirksgruppe Frankfurt
WIEDER
GEBURT

1933

"Gleichschaltung"

10. Mai 1933 Ausschaltung der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände durch Gründung der Deutschen Arbeitsfront (DAF) für alle im Arbeitsleben stehenden Menschen ohne Unterschied ihrer wirtschaftlichen und sozialen Stellung.

1918

Stinnes-Legien-Abkommen

15. November 1918 Die erste Kollektivvereinbarung zwischen 21 gewerblichen und industriellen Arbeitgeberverbänden und sieben Gewerkschaften.

Stinnes-Legien-Abkommen

1890

Gründung

9. Juni 1890 Gründung "Gesamtverband Deutscher Metallindustrieller“ Zusammenschluss von 10 Verbänden mit 80.000 Beschäftigten aus Frankfurt, Offenbach, Berlin, Mannheim, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Magdeburg, Halle, Leipzig.

Von der

Gründung

zum Verbot

Unsere Zukunft beginnt mit unserer Geschichte.

QUELLEN

QUELLEN

SCHLIESSEN

Printquellen

HESSENMETALL
Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie e. V. u. Vereinigung der hessischen Arbeitgeberverbände (Hrsg.): Meilensteile 1947 - 1972, Frankfurt am Main 1972.


Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie e. V. (Hrsg.): Flagge zeigen für unternehmerisches Handeln - Rückschau und Positionsbestimmung 40 Jahre nach Wiedergründung von HESSENMETALL, Frankfurt am Main 1987.


HESSENMETALL – Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e. V. (Hrsg.): Eine gute Geschichte, Frankfurt am Main 1997. (50 Jahre)


Internetquellen (Auswahl)

www.hessenmetall.de



HESSENMETALL – Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e. V.: Geschäftsberichte, Frankfurt am Main

- insbesondere 1986 – 1988

- sowie 2008 zur 60-Jahr-Feier (auch als PDF und online verfügbar)


- Marius Prauß: Die Geschichte der Arbeitgeberverbände seit 1890. Der Gesamtverband deutscher Industrieller und der Verband Casseler Industrieller in Nordhessen. Recherchearbeit im Rahmen eines sechswöchigen Praktikums im Haus der Arbeitgeberverbände in Kassel vom 20. Juni - 29. Juli 2011.


www.meberufe.info/docs/chronologie-mobile-berufsinformation-1988-2018.pdf



125 Jahre Gesamtmetall: 1890 – 2015, 2 Bde
- Band 1:Dr. Luitwin Mallmann; GESAMTMETALL (Hrsg.): 100 Jahre Gesamtmetall: Perspektiven aus Tradition – 1890 bis 1990, Berlin 1990. (auch online verfügbar).Unveränderter Nachdruck 2015 als Band 1.
https://p193426.webspaceconfig.de/emagazine/gesamtmetall-chronik-125jahre/files/assets/basic-html/page-I.html#) - Band 2: Antonin Finkelnburg, Gesamtmetall (Hrsg.) Der lange Weg zur Tarifpartnerschaft. Band 2 125 Jahre Gesamtmetall: 1990 – 2015. Kölner Universitätsverlag 2015
Wilhelm Weisser (Hrsg.): Der Kampf um die Arbeitszeit in der Metallindustrie 1984, Köln 1984.

2035
HESSENMETALL begrüßt sein
1000. Mitgliedsunternehmen
2027
HESSENMETALL begrüßt sein
850. Mitgliederunternehmen
2023
HESSENMETALL begrüßt sein
700. Mitgliederunternehmen
2021
Im März 2021 wird der Industriezulieferer Moog mit seiner Vertriebsniederlassung in Griesheim das 650. Mitglied. Seine Komponenten wurden u.a. im Marsmobil verbaut.
2019
HESSENMETALL begrüßt das 600. Mitgliedsunternehmen. Die OKA-Spezialmaschinenfabrik in Darmstadt ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen, das auf den Entwurf und Bau von Maschinen für die industrielle Herstellung von Süßwaren spezialisiert ist.

"Pforzheimer Abschluss"

Öffnung für zahlreiche betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten und TV-
Abweichungen zur Zukunftssicherung
von Betrieben.

Entgeltrahmenabkommen

Mit zahlreichen neuen Gestaltungselementen in Form von Öffnungs- oder Kleinbetriebsklauseln sowie neue Möglichkeit für Leistungsentgelt mit Zielvereinbarung.

2004

Differenzierung

Verschiebbarkeit der zweiten Tarifperiode
um maximal 7 Monate. Ratierliche Kürzung
des Einmalbetrages von 122 Euro.

Neuer "Tarifvertrag zum
flexiblen Übergang in
die Rente“

(TV FlexÜ) mit modifizierter Altersteilzeit und betrieblich auswählbaren Demografie-Elementen. Tarifliche Flankierung für Qualifizierungsmaßnahmen in der Kurzarbeit.

2008

Entgelt

Ab 1. Mai 2012 erhöhen sich die Tariftabellen um 4,3 %. Die Gesamtlaufzeit beträgt 13 Monate vom 1. April 2012 bis zum 30. April 2013. Die Kostenbelastung beträgt 3,43 % für das Kalenderjahr 2012 bzw. 4,0 % für die Gesamtlaufzeit von 13 Monaten.

Übernahme von
Auszubildenden

Die Pflicht zur Übernahme von Auszubildenden wird neu geregelt: Arbeitgeber und Betriebsrat können zu Beginn der Ausbildung eine freiwillige Betriebsvereinbarung abschließen, in der der voraussichtliche Bedarf an Auszubildenden, die unbefristet übernommen werden, festgelegt wird. Für die darüber hinausgehende Zahl an Auszubildenden besteht keine Übernahmepflicht. Kommt die freiwillige Betriebsvereinbarung nicht zustande, legt der Arbeitgeber – nach Beratung des Bedarfs mit dem Betriebsrat – spätestens sechs Monate vor Ausbildungsende fest, wie viele Auszubildende er nach bestandener Abschlussprüfung unbefristet übernimmt; die übrigen Auszubildenden haben einen Anspruch auf eine Übernahme von 12 Monaten.

Tarifvertrag zum Einsatz von
Zeitarbeitnehmern im Betrieb

Der Einsatzbetrieb muss nach dem 18. Monat der Überlassung prüfen, ob eine Übernahme des Zeitarbeitnehmers möglich ist, mit Ablauf des 24. Monats der Überlassung muss der Einsatzbetrieb dem Zeitarbeitnehmer ein Übernahmeangebot machen. Diese Verpflichtungen bestehen nicht, wenn im Betrieb eine freiwillige Betriebsvereinbarung die Zeitarbeit regelt, wobei der Tarifvertrag keine wesentlichen Vorgaben zu den möglichen Inhalten der Betriebsvereinbarung macht.

2012

Entgelt

Zum 1. April 2015 erhalten die Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie 3,4 Prozent erhöhte Tabellenentgelte. Der Tarifabschluss hat eine Gesamtlaufzeit von 15 Monaten und zwar vom 1. Januar 2015 bis 31. März 2016. Die ersten beiden Monate des Tarifabschlusses (Januar und Februar 2015) sind sogenannte Nullmonate. Im März 2015 wird eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro (für Auszubildende 55 Euro) gezahlt.

Altersteilzeit

Der Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ) tritt am 1. April 2015 in Kraft und läuft bis zum 31. Dezember 2021. Zur Entlastung der Unternehmen und um die betriebliche Umsetzung der tarifvertraglichen Regelungen zu gewährleisten, gilt der TV FlexÜ erst ab dem 1. Januar 2016 – nach Ablauf einer Übergangsfrist – zwingend. Die Finanzierung der Altersteilzeit wird zukünftig in einem neuen Tarifvertrag Anspruchsvoraussetzungen (TV AVo) geregelt.

Weiterbildung

Im Bereich der Weiterbildung gab es vor der Tarifrunde teilweise regional unterschiedliche Regelungen. Dieser Sondersituation wurde mit dem aktuellen Tarifabschluss Rechnung getragen. Dennoch konnte für die meisten Regionen eine einheitliche Lösung gefunden werden. Es ist gelungen, die bisher bestehenden und von der Gewerkschaft gekündigten Regelungen zur betrieblich notwendigen Weiterbildung in allen Regionen nahezu unverändert wieder in Kraft zu setzen.

2015

Dauerhafte Sonderzahlung

Einführung einer dauerhaften Sonderzahlung T-ZUG (A) in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsentgelts, für bestimmte Beschäftigtengruppen umwandelbar in freie Tage (Wahloption Geld oder Zeit) und eines T-ZUG (B) in Höhe von 12,3% der E 5, der mit Zustimmung der Tarifparteien differenzierbar ist. Beide neuen Einmalzahlungen erhöhen das Volumen, das in ergänzenden Tarifverträgen bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten zeitlich befristet zum Entfall gebracht werden kann.

Mehr Flexibilität
beim Arbeitszeitvolumen

Mehr Arbeitszeitvolumen für die Betriebe durch höhere Quoten und Volumenmodelle sowie Auszahlungsmöglichkeiten; Rahmenbedingungen für freiwillige Betriebsvereinbarungen zum mobilen Arbeiten.

2018

Neue Sonderzahlung "Transformationsgeld“

18,4 Prozent des Monatsentgelts im Februar 2022 und 27,6 Prozent des Monatsentgelts jährlich ab Februar 2023, mit der monatliche Entgeltausfälle bei einer kollektiven Arbeitszeitabsenkung kompensiert werden können.

Automatische Differenzierung

Das T-ZUG (B) wird 2021 im Oktober fällig und kann in Abhängigkeit vom Unternehmensergebnis vom Arbeitgeber um fünf Monate verschoben werden und bei Vorliegen der Voraussetzungen auch ganz entfallen. Damit wurde mit der Gewerkschaft erstmals ein automatisch wirksamer Entlastungsmechanismus für krisenbetroffene Betriebe vereinbart.

2021

Individuelle wöchentliche Arbeitszeit

Keine einheitliche Vollzeit mehr, sondern nur noch im Betriebsdurchschnitt 38,5 Stunden.
Die Arbeitszeit des einzelnen Arbeitnehmers kann zwischen 37 und 40 Wochenstunden betragen = Differenzierung Arbeitszeit kann im Übrigen ungleichmäßig verteilt werden = Flexibilisierung (Verteilungszeitraum zwei Monate oder Freischichten).

1984

Die hessische M+E-Industrie 2020/2021

Geschäftsbericht 2021 Pandemiebedingt im Minus, aber zuversichtlich auf Digitalkurs.

2021

Nachwuchskräfte gewinnen

Der Wettbewerb um gute Talente.

2021

ERA-Abkommen und Pforzheimer Abkommen

Als Tarifpartei trägt HESSENMETALL zu Effizienzgewinnen der Unternehmen bei. Die entscheidenden Herausforderungen im Berichtszeitraum waren 2004 der Standortsicherungs-Tarifvertrag, 2004/05 das große Reformprojekt Entgelt-Rahmen-Abkommen (ERA) mit der Vorbereitung zur betrieblichen Einführung und in der Tarifrunde 2006 die harte Auseinandersetzung über Entgelte und Qualifizierung.


Download PDF 'GB 2006 Auszug'

2004

Großstreik
35 Stunden-Woche


1984: Mit großer Erbitterung fochten Arbeitgeber und Arbeitnehmer über den richtigen Weg aus der Arbeitslosigkeit.

1984

60 Jahre HESSENMETALL

"Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL feierte in Frankfurt sein 60jähriges Bestehen nach der Wiedergründung 1947. "Tarifautonomie und Demokratie sind auf engste Weise verbunden und stützen sich wechselseitig. Deshalb ist die Tarifautonomie mit ihrer Umsetzung im Flächentarifvertrag ein hohes Gut, das wir Unternehmer, die den Arbeitgeberverband tragen, auch in Zukunft verteidigen müssen“, fasste Weidemann seinen Durchgang durch die Historie zusammen.


DOWNLOAD PDF Geschäftsbericht 2008

2007

Der 1. Streik und die
Verteidigung Tarifautonomie

1951 gab es den ersten Streik in Hessen. Die IG Metall forderte 8 Pfennig Lohnerhöhung, was blankes Entsetzen auslöste. Der IG-Metall-Bezirkschef Hans Eick tönte damals im Hessischen Rundfunk: "Erinnern Sie sich noch der vollen Läden anlässlich der Währungsreform? Erinnern Sie sich auch noch jener Umwertung aller geldlichen Dinge, die Sie am 20. Juni zum armen Menschen gemacht hat, die die Sparer und Rentner enterbte, die Invaliden, Flüchtlinge in den Kreis der Ärmsten zurückwarf? Wirkt es nicht wie bitterer Hohn, wenn angesichts solcher Ausgangsstellung, in der alle einmal arm waren, der einseitig gebildete Reichtum seine ironische Fratze zeigt?“ Die Arbeitgeber waren sich einig, nicht mehr als 2 Pfennig mehr anzubieten.
Daraufhin stand Streik vor der Tür.

DOWNLOAD PDF "PLAKAT ZUM ARBEITSKAMPF"

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Original-Ton Eichler: "Nachdem sich die Lage so festgezurrt hatte, erschien auf einmal unser Landesvater, Herr Ministerpräsident Zinn auf der tarifpolitischen Bühne und bestellte Herrn Jäger und Herrn Eick zu einem Gespräch in die Staatskanzlei. Herr Zinn war äußerst empört, dass es zwischen uns keine Einigung gebe. Das dürfe in seinem schönen ‚Hessenländsche’ auf gar keinen Fall passieren, dass hier etwa ein Streik von größerer Bedeutung, in einem ganzen Industriezweig ausbreche. Es gab bis dahin in der Bundesrepublik mal hier und da ein paar Streikansätze, aber nichts Wesentliches. Er sagte, er verbitte sich das ganz entschieden und bestände darauf, dass die Arbeitgeber per sofort der Gewerkschaft ein Angebot von 8 Pfennig auf den Tisch legten.“

Der Arbeitgeberverbandsvorsitzende Jäger antwortete: "Herr Ministerpräsident, dieses ist eine Zumutung für uns. Ich lehne das hier und an diesem Tisch und in dieser Stunde namens meines Vorstandes ab. Der Staat hat kein Recht, sich in dieser Form in unsere Tarifverhandlungen einzuschalten.“
Zinn ging praktisch vom Stuhl an die Decke; das war ihm in seiner Amtszeit bisher noch nicht geboten worden. Wir gingen von dannen, fanden daheim aber die volle Unterstützung von Vorstand und Mitgliederrat. Es kam dann eine Schlichtung: 3 Pfennig Lohnerhöhung und ein einmalige Jahreszulage von 2 Pfennig. Herr Eichler kommentierte den Abschluss nach dem ersten großen Streik in Deutschland, der in Hessen stattfand, so: "Es maulte keiner mehr über den Streik. Beide Seiten wussten, dass man mit der anderen Seite nicht spaßen konnte und es bestand Respekt zwischen Regierung und Unternehmern.“

Wolfgang Eichler
Zweiter Nachkriegs-
Hauptgeschäftführer
SCHLIESSEN
1951

So entstand der Verband


"Ich möchte Ihnen eigentlich nur so frisch von der Leber weg mit meinen Erinnerungen und Reminiszenzen die Szene ein bisschen erleuchten helfen und die eine oder andere Assoziation bei all denen, die die damalige Zeit miterlebt haben, dabei mit wachrufen.“ - Dr. Wolfgang Eichler, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der hessischen Metallindustrie e. V. von 1949- 1963

Download PDF "So entstand der Verband"

Anfang in beengten Verhältnissen
Das "Büro Lützow" , in Frankfurt a.M.

1949
2017
Dirk Pollert wird Hauptgeschäftsführer
1984
Dr. Hubert Stadler wird Hauptgeschäftsführer

Robert Lavis wird Vorstandsvorsitzender