Künstliche Intelligenz: „Fangt einfach an!“

Einfach machen, und zwar jetzt – das ist das Fazit von Hans-Christian Boos, Pionier der Künstlichen Intelligenz (KI) und CEO von Arago. Und dazu passte auch Boos‘ Appell an die Unternehmer auf der Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus von HESSENMETALL im April: Keine Angst zu haben, sondern mehr Risiko einzugehen – damit ihre Unternehmen und die deutsche Industrie nicht abgehängt werden. Denn: „Digitalisierung und KI beenden das Zeitalter der Massenindustrialisierung.“

Dass hier gerade die M+E-Mitgliedsunternehmen vorne mit dabei sind, hatte Dr. Thomas Brunn, der Vorsitzende der Bezirksgruppe Rhein-Man-Taunus, schon zu Beginn klar gemacht: „Unsere Unternehmen haben auf der digitalen Reise schon ein gutes Stück Strecke zurückgelegt und sind somit alles andere als ‚altes Eisen‘.“ Er skizzierte aber auch den noch immensen Handlungsbedarf, gerade bei der Organisation von Arbeit 4.0: „Die Bundespolitik muss diesen Fortschritt dringend mit einem modernen Arbeitszeitgesetz begleiten, statt ihn – wie bisher – zu verhindern.“

Das Ende des Industriezeitalters

Aber auch Boos scheute sich nicht vor klaren Ansagen. In Deutschland zählt er zu den renommiertesten Experten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Mit 8 Jahren schrieb er erste Computerprogramme und gründete mit 20 Jahren das in Frankfurt ansässige Unternehmen Arago. Den Gästen von HESSENMETALL sagte Boos: „Mit KI lassen sich rund 80 Prozent dessen, was Mitarbeiter in Unternehmen heute erledigten, an Maschinen delegieren.“

Diese extreme Effizienzsteigerung setze Arbeitskraft und Ressourcen frei, mit dem man in neue, dringend notwendige Innovationen investieren könnte. Damit käme KI genau zur richtigen Zeit, in der sich die Wirtschaft in einer Tranformationsphase befände.

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Natalie Pohl

Dr. Natalie Pohl
Referentin für Digitale Transformation