Das selbstfahrende Auto

Das digitale Auto und unser vernetztes Leben

Google, Continental, HESSENMETALL und Opel skizzieren den Weg zum „vernetzten Auto“ und die Folgen für unser (Arbeits-) Leben.

Wolf M. Mang, Vorstandsvorsitzender von HESSENMETALL

„Die ‚Smartphonisierung‘ des Lebens erreicht das Auto. Dies wird unser Leben einfacher und komfortabler machen, aber uns auch vor ganz neue Herausforderungen bei Qualität und Sicherheit von Produkt und Daten stellen. Wir haben unser Wissen inzwischen nicht nur im Kopf, sondern das Smartphone als Wissensspeicher, multimediales Kontaktinstrument und Dauer-Suchmaschine auch überall dabei. Wenn das Auto eine offene Schnittstelle für alle Betriebssysteme wird, kann auch unser mobiles Leben einfacher, komfortabler und kommunikativer werden. Wenn umgekehrt mobile Suchmaschinen und Wissensspeicher eine stetige Qualitäts- und Sicherheitsrevolution durchlaufen wie heute schon das Auto, zum Beispiel mit Sicherheits-Crashtests vor Inbetriebnahme bis hin zum regelmäßigen TÜV während des Betriebs, dann kann unser Wissen vielleicht nicht nur schneller wachsen, sondern auch wirklich besser werden. Wir brauchen den stetigen Fortschritt der kleinen Optimierungsschritte, aber auch Quantensprünge, die uns mit einem Schlag gewaltig nach vorne brächten. Erst der kluge Mix lasse uns im Wettbewerb vorne mitspielen.“  Komplette Rede zum Download

Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG

„Die Kundenanforderungen wandeln sich dramatisch. Während früher die Frage nach PS und Größe des Fahrzeugs im Vordergrund stand, fragen immer mehr junge Menschen heute zuerst nach der iPhone-Schnittstelle und der Siri-Sprachsteuerung. Konnektivität ist deshalb für Opel ein wichtiges Element der Marken-Differenzierung. Der Erfolg des Lifestyle-Flitzers Opel ADAM beruht nicht zuletzt auf der Tatsache, dass es sich um das bestvernetzte Fahrzeug seiner Kategorie handelt. Mit dem ADAM haben wir klare Zeichen gesetzt – jetzt verfügen auch Astra, Ampera, Cascada, Meriva, Zafira Tourer und der Mokka über das Opel-IntelliLink-System mit Smartphone-Integration. Mit OnStar 4G/LTE kommen Opel-Fahrer ab 2015 in den Genuss einer Hochgeschwindigkeits-Mobilfunkanbindung und hochwertiger Mobilitätsdienste. Damit gehen wir einen großen Schritt bei der Realisierung unserer Vision von Konnektivität voran, die wir im vergangenen Herbst im Opel Monza Concept vorgestellt haben.“

Jens Monsees, Industry Leader Automotive DACH bei Google Deutschland

„Google schätzt Misserfolge genauso wie Erfolge, wenn man daraus lernt und sich weiterentwickelt – so auch beim Projekt fahrerloses Auto. Die Idee dazu ist auf dem Weg zur Arbeit im Stau geboren worden, als sich jemand von Google gefragt habe, was passieren würde, wenn die Autos miteinander kommunizieren könnten. Man könnte Stau und Unfälle vermeiden, das Fahren sicherer machen und während der Fahrt hätte der Fahrer Zeit, andere Dinge zu tun. Die Ideenschmiede des Konzerns Google X hat die Idee aufgenommen und sich daran gemacht, eine echte Innovation zu entwickeln. Google X will bestehende Dinge nicht einfach um zehn Prozent verbessern, sondern sie zehnmal besser machen, um wirklich ganz neu zu denken. Das ist auch beim selbst fahrenden Auto so. Die erste Idee war geboren. Dann sind wir auf einen Wettbewerb gestoßen, bei dem die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos ausgeschrieben wurde. Wir haben teilgenommen und sind im ersten Jahr grandios gescheitert. Daraus haben wir gelernt, weiter entwickelt, neu gedacht und erkannt, was wir besser machen mussten. Im zweiten Anlauf haben wir den Wettbewerb gewonnen. Das Auto fuhr. Aktuell befindet sich das fahrerlose Auto in der Testphase. Prototypen dürften in einigen Bundesstaaten der USA bereits am Straßenverkehr teilnehmen.“   Komplette Rede zum Download

Rainer Hetzer, Senior Vice President Human Resources, Continental, Division Chassis & Safety

„Continental gehört zu den großen Playern im Markt des vernetzten Automobils. Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung moderner Fahrzeuge nimmt dabei schon heute starken Einfluss auf die Produktentwicklung. Die Vision des vernetzten Fahrens ist für uns aber längst keine reine Vision mehr. Wir befinden uns bereits mittendrin in der Entwicklung und Umsetzung. Die Veränderungen in den Technologien von Fahrzeugen werden langfristig Vorteile für Fahrer, Straßenverkehr, aber auch für Infrastruktur und Gesellschaft bringen. Smarte Autos sind wahrnehmende Autos. Voraussetzung dafür und Basis für sicheres Autofahren ist die bestmögliche Erkennung des Umfelds rund um das Fahrzeug: über 15 Meter, 100 Meter oder 200 Meter voraus oder sogar um die Ecke. Das ist der Quantensprung von der Anreicherung der Fahrerassistenzsysteme im Fahrzeug bis zu dem Punkt, wenn die sensor- und computergesteuerte Umfelderkennung schneller und besser ist als die menschliche Wahrnehmung. Wenn der Mensch dann bewusst die intelligente Abstandmessung eingeschaltet hat, dann hat er zugestimmt, dass er vom Fahrzeug gesteuert wird. Dann bremst das Auto ab und beschleunigt selbstständig, nicht mehr der Mensch.“   Komplette Rede zum Download

Ansprechpartner
Ulrich Kirsch

Dr. Ulrich Kirsch
Geschäftsführer Kommunikation und Presse

Dr. Karl-Thomas Neumann
Wolf Matthias Mang