Manteltarifvertrag

Der sog. Manteltarifvertrag bildet das Herzstück eines jeden Flächentarifwerks. In ihm sind wichtige Aspekte des Arbeitsverhältnisses geregelt, die langfristig gelten sollen. Hierzu gehören u.a. die Dauer und Verteilung der Arbeitszeit, Regelungen zu Urlaubsansprüchen und ihrer Behandlung hinsichtlich einzelner Fragestellungen wie der Kürzung bei unterjährigem Ein- oder Austritt oder Fristen, die bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses von Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzuhalten sind.

Wegen der langfristig angelegten Dauer solcher Regelungen sind Manteltarifverträge nur selten Gegenstand von Veränderungen, Streichungen oder Ergänzungen. Der aktuelle Manteltarifvertrag der hessischen Metall- und Elektroindustrie wurde nach der Vereinbarung des Entgeltrahmenabkommens ERA an die damit erfolgte Zusammenführung der früher als Arbeiter und Angestellte geführten Beschäftigte angepasst. Wo es vormals für beide Gruppen unterschiedliche Regelungen gleicher Sachverhalte gab, wurden diese vereinheitlicht.

Der Manteltarifvertrag in seiner aktuellen Fassung ist am 20. Juli 2005 vereinbart worden und gilt nach einem Übergangszeitraum, in dem die einzelnen Unternehmen durch die Einführung von ERA im Betrieb damit gleichzeitig auch über das Inkrafttreten des neuen Manteltarifvertrags entschieden spätestens seit dem 1. Januar 2009 für alle tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL.

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Maike Ehlers

Maike Ehlers
Syndikusrechtsanwältin Tarifwesen und Arbeitsrecht