M+E Konjunkturentwicklung

Wir geben einen Überblick über die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge, Umsätze und Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie und Vergleichsdaten für das Verarbeitende Gewerbe. Es werden in die Datenerhebung der amtlichen Statistik lediglich Industriebetriebe mit 50 und mehr tätigen Personen („Abschneidegrenze“) einbezogen.

Nachfolgend finden Sie grafische Darstellungen der Auftragseingänge, Umsatzentwicklung und Beschäftigungslage nach Monaten sortiert.

1. Quartal 2017

Überblick

Vor allem zum Ende des ersten Quartals 2017 haben sich die Entwicklungstendenzen für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie wieder verbessert: Insbesondere die Inlandsnachfrage ist im März 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und hat als wichtiger Zukunftsindikator auch im Quartalsdurchschnitt für ein Plus gesorgt. Die M+E-Umsätze haben sich seit Jahresanfang durchgängig positiv entwickelt, wobei hier zunächst vor allem die Auslandsgeschäfte für positive Impulse gesorgt haben. Die Beschäftigungsentwicklung hat im ersten Quartal Anschluss gefunden an die gute Entwicklung des letzten Jahres und dabei eine leichte Beschleunigung des Beschäftigungsaufbaus gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstand erfahren.

Auftragseingänge

Im Durchschnitt des ersten Quartals 2017 sind die gesamten Auftragseingänge in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal leicht um 1,9 Prozent gestiegen; dabei sind allerdings die ersten beiden Monate des Jahres 2017 eher negativ ausgefallen. So haben auch im Quartalsdurchschnitt die Auslandsorders um 2,9 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau gelegen. Die Inlandsnachfrage hat diesen Rückschritt allerdings mit einem Zuwachs um 7,7 Prozent kompensieren können. Bis auf den Maschinenbau mit einem Minus von 1,9 Prozent und den Kraftfahrzeugherstellern mit einem Rückgang um 6,3 Prozent haben alle anderen großen M+E-Branchen – zum überwiegenden Teil – zweistellige Zuwächse erzielen können: Am höchsten ist dieser Zuwachs in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 11,5 Prozent ausgefallen, gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 10,7 Prozent und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 10,0 Prozent.

Umsätze

Der starke, zweistellige Auftakt zum Jahresbeginn und die gute Entwicklung in den beiden folgenden Monaten haben bei den hessischen M+E-Umsätzen insgesamt gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal zu einem Plus von 9,9 Prozent auf monatsdurchschnittlich 4,992 Mrd. € geführt; damit sind im ersten Quartal 2017 insgesamt fast 15 Mrd. € umgesetzt worden. Auch die Inlandsumsätze ha¬ben mit einem Zuwachs um 7,8 Prozent auf monatsdurchschnittlich 2,297 Mrd. € ein respektables Ergebnis erzielt – übertroffen allerdings von einem deutlichen Umsatzwachstum mit ausländischen Geschäftspartnern: Mit 2,695 Mrd. € haben die Auslandsumsätze ihr Vorjahresergebnis um 11,8 Prozent überschritten. Die Exportquote ist damit im Quartalsdurchschnitt auf 54,0 Prozent gestiegen.

Beschäftigung

Im Durchschnitt des ersten Quartals 2017 haben die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie mit knapp 213.170 Personen um 0,5 Prozent oder 1.035 Mitarbeiter mehr als im ersten Quartal 2016 beschäftigt. Damit hat sich die anhaltend positive Beschäftigungsentwicklung aus dem vergangenen Jahr auch zu Beginn des Jahres 2017 fortgesetzt.

März 2017

Nachdem der Jahresauftakt 2017 – insbesondere wegen der Entwicklung des Zukunftsindikators „Auftragseingänge“ – eher verhalten verlaufen war, stellt sich die Entwicklung der hessischen M+E-Industrie zum Ende des ersten Quartals deutlich positiver dar: Vor allem die Inlandsgeschäfte mit ihren zweistelligen Steigerungsraten haben zur Stimmungsaufhellung beigetragen; die Beschäftigungsentwicklung hat ebenfalls an Schwung gewonnen.

Auftragseingang

Nach den negativen Werten aus den beiden ersten Monaten sind die Auslandsaufträge für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im März 2017 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat wieder zweistellig – um 10,8 Prozent – gestiegen. Die Inlandsnachfrage hat sogar noch deutlicher um 20,9 Prozent zugelegt, so dass das Niveau der gesamten Auftragseingänge um 15,6 Prozent höher als vor einem Jahr gelegen hat. Wegen einer um 9,3 Prozent niedrigeren Auslandsnachfrage haben die hessischen Kraftfahrzeughersteller als einzige der großen M+E-Branchen insgesamt einen Auftragsrückgang von 2,6 Prozent hinnehmen müssen. Alle anderen haben zweistellige Zuwächse verbuchen können: die Hersteller von DVgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 15,6 Prozent, der Maschinenbau um 19,3 Prozent, die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um 19,5 Prozent, die Hersteller von Metallerzeugnissen um 24,8 Prozent und die Metallerzeugung und -bearbeitung um 26,9 Prozent.

Umsatz

Die gute Umsatzentwicklung für die Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie hat sich auch im März 2017 fortgesetzt: So haben die Gesamtumsätze mit 5,410 Mrd. € im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozent zugenommen. Allein die Inlandsumsätze sind dabei um 13,2 Prozent auf 2,627 Mrd. € gestiegen. Die Umsätze mit dem Ausland haben allerdings lediglich um 3,9 Prozent auf 2,783 Mrd. € zugenommen. Erneut hat die Metallerzeugung und -bearbeitung unter den großen M+E-Branchen mit einem Plus von 24,0 Prozent die höchste Steigerungsrate erreicht, gefolgt von den Herstellern von DVgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 16,4 Prozent, den Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit 9,3 Prozent, dem Maschinenbau mit 7,2 Prozent und den Kraftfahrzeugherstellern mit 0,7 Prozent. Lediglich die Hersteller von Metallerzeugnissen haben einen Rückgang von 2,0 Prozent gemeldet. Die M+E-Exportquote ist im März 2017 mit 51,4 Prozent deutlich zurückgegangen (Februar: 55,3 Prozent).





Beschäftigung

Das Beschäftigungswachstum in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie hat im März 2017 mit einem Plus von 0,7 Prozent auf knapp 213.850 Personen wieder an Fahrt gewonnen (Vormonat: plus 0,2 Prozent). Im März 2017 haben die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ihren Beschäftigungsstand um 1.523 Personen oder 6,9 Prozent auf fast 23.630 erweitert; ebenso die Kraftfahrzeughersteller, die ihre Beschäftigung um 0,9 Prozent oder 453 Personen auf über 52.730 erhöht haben. Dagegen ist die Anzahl der Beschäftigten bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen um 846 auf knapp 21.350 zurückgegangen.






Februar 2017

Die negativen Signale aus dem bereits zwiespältigen Jahresauftakt 2017 haben sich im Februar noch verstärkt: So ist der Zukunftsindikator „Auftragseingänge“ weiter abgerutscht, die Umsatzzuwächse haben sich durch rückläufige Inlands- und schwächere Auslandsgeschäfte mehr als halbiert und auch die Beschäftigungsentwicklung hat ihren Schwung verloren.

Auftragseingänge

Die gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat insgesamt um 7,6 Prozent rückläufigen Auftragseingänge im Februar 2017 haben ihre Ursache vor allem in der weiterhin deutlich nachlassenden Auslandsnachfrage, die um 9,1 Prozent eingebrochen ist. Aber auch das Niveau der Inlandsaufträge ist um 5,7 Prozent niedriger ausgefallen als vor einem Jahr. Unter den großen hessischen M+E-Branchen hat lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 5,4 Prozent eine positive Entwicklung ihrer Auftragseingänge gemeldet. Alle anderen haben Rückläufe zu beklagen gehabt: die Hersteller von Metallerzeugnissen um 3,4 Prozent, die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 5,1 Prozent und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um 5,6 Prozent. Zweistellige Auftragseinbrüche haben der Maschinenbau mit 10,0 Prozent und die Kraftfahrzeughersteller mit 10,3 Prozent gemeldet.

Umsatz

Die Umsatzentwicklung für die Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie ist dagegen im Februar 2017 weiterhin positiv verlaufen: So haben die Gesamtumsätze mit 4,900 Mrd. € im Vorjahresvergleich um 6,2 Prozent zugenommen. Allein die Auslandsumsätze sind dabei um 13,8 Prozent auf 2,712 Mrd. € gestiegen. Die Umsätze mit inländischen Geschäftspartnern haben allerdings um 2,0 Prozent auf 2,188 Mrd. € abgenommen. Erneut hat die Metallerzeugung und -bearbeitung, mit 67,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein ungewöhnlich hohes, strukturbedingtes Plus gemeldet, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 5,1 Prozent. Die anderen großen M+E-Branchen haben dagegen ihren Vorjahresstand nicht erreicht: Mit einem Minus von 1,3 Prozent ist der Rückgang bei den Herstellern von Metallerzeugnissen noch moderat ausgefallen; der Maschinenbau hat um 2,0 Prozent niedrigere Umsätze, die Kraftfahrzeughersteller um 4,5 Prozent und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um 11,6 Prozent geringere Umsätze zu verkraften gehabt. Die M+E-Exportquote ist im Februar 2017 mit 55,3 Prozent nahezu konstant geblieben.





Beschäftigung

Das Beschäftigungswachstum in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie ist im Februar 2017 – nach der kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung im vergangenen Jahr – mit einem Plus von 0,2 Prozent auf knapp 212.700 Personen etwas schwächer als noch im Vormonat (plus 0,5 Prozent) ausgefallen. Im Februar 2017 haben die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ihren Beschäftigungsstand um 1.452 Personen oder 6,6 Prozent auf fast 23.500 erweitert; ebenso die Kraftfahrzeughersteller, die ihre Beschäftigung um 0,7 Prozent oder 380 Personen auf fast 52.690 erhöht haben.





Januar 2017

Der Jahresauftakt für die hessische M+E-Industrie im Januar 2017 ist einerseits geprägt von negativen Signalen – ausschließlich aus dem Ausland – beim Zukunftsindikator Auftragseingänge, andererseits von positiven Entwicklungstendenzen bei den Umsätzen und der Beschäftigung.

Auftragseingänge

Ausschlaggebend für den Rückgang der gesamten Auftragseingänge gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 1,9 Prozent im Januar 2017 ist die deutlich rückläufige Auslandsnachfrage gewesen: – sie ist um 9,3 Prozent eingebrochen. Dagegen sind die Inlandsorders für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie mit einem Zuwachs um 8,2 Prozent ausgesprochen positiv ausgefallen. Insbesondere die beiden großen M+E-Branchen Maschinenbau und Straßenfahrzeugbau haben allerdings insgesamt mit minus 12,2 Prozent bzw. 5,9 Prozent zu dem insgesamt negativen Ergebnis beigetragen. Dagegen haben die Metallerzeugung und -bearbeitung einen Auftragszuwachs von 2,1 Prozent gemeldet, die Hersteller von DVgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben ein Plus von 5,6 Prozent erzielt und die Hersteller von Metallerzeugnissen sogar von 11,2 Prozent. Den höchsten Zuwachs haben die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit 16,5 Prozent gemeldet.


Umsatz

Im Gegensatz zu den Aufträgen ist die Umsatzentwicklung für die Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie im Januar 2017 ausgesprochen positiv verlaufen: So haben die Gesamtumsätze mit 4,667 Mrd. € im Vorjahresvergleich um 16,7 Prozent zugenommen. Allein die Inlandsumsätze sind dabei um 12,9 Prozent auf 2,077 Mrd. € gestiegen, die Auslandsumsätze haben sogar um 19,9 Prozent auf 2,590 Mrd. € zulegen können. Dabei haben alle hessischen M+E-Branchen Zuwächse verzeichnet: Am deutlichsten mit einem ungewöhnlich hohen Plus von 63,4 Prozent die Metallerzeugung und -bearbeitung, gefolgt von den Herstellern von DVgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 20,7 Prozent und – ebenfalls zweistellig – mit 10,2 Prozent dem Straßenfahrzeugbau. Die Hersteller von Metallerzeugnissen haben ein Plus von 8,4 Prozent erreicht; auch der Maschinenbau hat mit einem leichten Plus von 1,2 Prozent noch einen Zuwachs erzielen können. Die M+E-Exportquote ist im Januar 2017 auf 55,5 Prozent gestiegen.

 Beschäftigung

Das Beschäftigungswachstum in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie hat sich zum Jahresbeginn 2017 – nach der kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung im vergangenen Jahr – weiter beschleunigt: Mit 212.962 Personen sind 1.056 oder 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr beschäftigt gewesen. Im Januar 2017 haben allein die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ihren Beschäftigungsstand um 1.336 Personen oder 6,1 Prozent auf 23.342 erweitert. Im Straßenfahrzeugbau sind mit 52.584 Mitarbeitern um 252 oder 0,5 Prozent mehr beschäftigt worden.





Dezember 2016

Die Daten zum Jahresende 2016 versprechen für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im Dezember 2016 zumindest beim Zukunftsindikator „Auftragseingänge“ einen positiven – auslandsgetriebenen – weiteren Verlauf. Die Umsätze haben sich dagegen sehr verhalten entwickelt und damit den volatilen Verlauf der letzten Monate fortgesetzt. Die Beschäftigung ist weiter auf ihrem stabilen Wachstumspfad geblieben.

Auftragseingänge

Nach der eher verhaltenen und sehr unbeständigen Entwicklung der Inlands-Nachfrage in den vergangenen Monaten hat der Dezember 2016 im Vorjahresvergleich nun wieder ein Inlands-Plus von 5,6 Prozent ausgewiesen – deutlich übertrumpft allerdings von den Auslands-Bestellungen, die um 15,4 Prozent über ihrem Vorjahresniveau gelegen haben. Insgesamt sind damit die Auftragseingänge für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im Dezember 2016 um 10,5 Prozent gestiegen. Unter den großen M+E-Branchen haben lediglich die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen ein Minus gemeldet: – in Höhe von 3,4 Prozent. Dagegen hat der Maschinenbau sein Vorjahresvolumen um 7,1 Prozent überschritten, in der Metallerzeugung und -bearbeitung sind um 9,6 Prozent mehr Aufträge registriert worden und bei den in den letzten Monaten eher schwachen Kraftfahrzeugherstellern haben die Auftragseingänge – getragen von einem deutlichen Plus aus dem Inland – zum Jahresende insgesamt um 27,1 Prozent zugelegt.



Umsatzentwicklung

Nicht ganz so positiv wie die Auftragseingänge sind die Umsätze in der hessischen M+E-Industrie im Dezember 2016 ausgefallen: Insgesamt sind sie gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,9 Prozent auf 5,084 Mrd. € gestiegen. Dabei haben die Inlandsumsätze um 1,3 Prozent auf 2,406 Mrd. € zugelegt, die Auslandsgeschäfte sind um 0,5 Prozent auf 2,678 Mrd. € angestiegen. Die M+E-Exportquote hat damit im Dezember 2016 52,7 Prozent betragen. Unter den großen hessischen M+E-Branchen hat die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 21,7 Prozent erneut den kräftigsten Zuwachs erzielt. Aber auch die Hersteller elektrischer Ausrüstungen haben mit 13,1 Prozent ein zweistelliges Plus ausgewiesen. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ist der Zuwachs mit 3,6 Prozent etwas schwächer ausgefallen. Im Maschinenbau ist das Vorjahresergebnis dagegen um 3,4 Prozent verfehlt worden, die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben sogar ein Minus von 13,2 Prozent gemeldet und die Kraftfahrzeughersteller sind um 19,1 Prozent zurückgefallen.






Beschäftigungsentwicklung

Weiterhin positiv verläuft die Beschäftigungsentwicklung in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie: So sind gegenüber dem Vorjahr mit 213.530 Personen erneut um 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr beschäftigt gewesen. Dabei haben wiederum vor allem die Kraftfahrzeughersteller ihre Belegschaften ausgeweitet: um 1,5 Prozent oder 750 auf knapp 52.660 Personen – ebenso wie die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, die mit um 22.630 1,4 Prozent oder 320 mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr beschäftigt haben. Dagegen haben die Hersteller von Metallerzeugnissen einen Rückgang um 2,3 Prozent oder 650 auf 27.905 Beschäftigte gemeldet.





November 2016

Erneut entwickelt sich die konjunkturelle Lage für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie sehr zwiespältig: Im November 2016 hat einerseits der „Zukunftsindikator“ Auftragseingänge aufgrund der sehr schwachen Inlandsnachfrage etwas nachgegeben, andererseits sind die Umsätze deutlich angesprungen und die Beschäftigung hat sich weiter auf einem stabilen Wachstumspfad bewegt.

Auftragseingänge

Im November 2016 sind die Aufträge für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie aus dem Inland im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent zurückgegangen. Die nach wie vor gute Auslandsnachfrage hat mit einem Plus von 3,4 Prozent diesen Rückgang nicht kompensieren können, so dass die Auftragseingänge insgesamt leicht um 0,4 Prozent zurückgegangen sind. Das negative Gesamtergebnis ist vor allem von dem zweistellig um 10,8 Prozent zurückgegangenen Ergebnis bei den Kraftfahrzeugherstellern beeinflusst worden; – dabei sind die Rückgänge aus dem Ausland und dem Inland etwa gleich hoch ausgefallen. Die Metallerzeugung und -bearbeitung hat ihre Auftragseingänge dagegen leicht um 0,2 Prozent steigern können, ebenso die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit einem Plus von 1,7 Prozent und die Hersteller von Metallerzeugnissen, die einen Zuwachs von 2,4 Prozent gemeldet haben. Deutlicher – um 6,3 Prozent – ist die Steigerung bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ausgefallen und der Maschinenbau hat sogar einen Spitzenzuwachs von 7,9 Prozent erzielt.

Umsatzentwicklung

Im Gegensatz zu den Auftragseingängen ist die Umsatzentwicklung in der hessischen M+E-Industrie im November 2016 positiv ausgefallen: Insgesamt sind die Umsätze gegen­über dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 5,088 Mrd. € gestiegen. Dabei haben die Auslandsumsätze sogar kräftig um 13,2 Prozent auf 2,554 Mrd. € zugelegt, die Inlandsgeschäfte sind um 4,3 Prozent auf 2,534 Mrd. € angestiegen. Die M+E-Exportquote hat da­mit im November 2016 50,2 Prozent betragen. Den kräftigsten Zuwachs unter den großen hessischen M+E-Branchen hat die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 38,3 Prozent erzielt. Aber auch die Kraftfahrzeughersteller warten mit einem Plus von 14,9 Prozent ebenso mit einem zweistelligen Ergebnis auf wie die Hersteller von Metallerzeugnissen mit plus 10,3 Prozent. Auch der Maschinenbau liegt mit einem Zuwachs von 8,6 Prozent weit vorn. Einen Rückgang von 2,7 Prozent hat es dagegen bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen gegeben.



Beschäftigungsentwicklung

Auch im November 2016 hat das seit Beginn dieses Jahres anhaltende, stabile Beschäftigungswachstum angehalten: erneut sind gegenüber dem Vorjahr mit 214.025 Personen um 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr beschäftigt gewesen. Dabei haben vor allem die Kraftfahrzeughersteller wieder ihre Belegschaften ausgeweitet: um 1,5 Prozent oder 755 auf knapp 52.700 Personen – ebenso wie die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, die mit 22.685 um 1,3 Prozent oder 283 mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr beschäftigt haben. Dagegen haben die Hersteller von Metallerzeugnissen einen Rückgang um 2,2 Prozent oder 633 auf 28.010 Beschäftigte gemeldet.




Oktober 2016

Im Oktober 2016 stellt sich die Lage für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie sehr zwiespältig dar: Einerseits haben sich die Auftragseingänge – allerdings ausschließlich aufgrund der positiven Auslandsnachfrage – wieder leicht erholt, andererseits sind die Umsätze – vor allem wegen wegbrechender Inlandsgeschäfte – wieder rückläufig; stabil ist lediglich die Entwicklung bei der Beschäftigung ausgefallen.

Auftragseingang

Ausschließlich wegen der hohen Zuwächse aus dem Ausland um 5,1 Prozent sind die Auftragseingänge für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im Oktober 2016 insgesamt im Vorjahresvergleich wieder leicht um 1,2 Prozent angestiegen. Die Inlandsnachfrage hat dagegen um 2,7 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau gelegen. Unter den großen M+E-Branchen haben lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung ihre Auftragseingänge um deutliche 36,9 Prozent sowie der Maschinenbau um 2,2 Prozent steigern können. Dagegen haben die Hersteller von Metallerzeugnissen einen Verlust von 1,2 Prozent hinnehmen müssen, die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben ihr Vorjahresniveau um 1,9 Prozent, die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um 3,3 Prozent und die Kraftfahrzeughersteller um deutliche 27,1 Prozent verfehlt.

Umsatz

Die Umsätze in der hessischen M+E-Industrie sind im Oktober 2016 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent auf 4,747 Mrd. € zurückgegangen. Dabei haben die Auslandsumsätze sogar noch leicht um 1,4 Prozent auf 2,521 Mrd. € zulegen können, die Inlandsgeschäfte sind dagegen um 8,0 Prozent auf 2,226 Mrd. € eingebrochen. Die M+E-Exportquote hat damit im Oktober 2016 53,1 Prozent betragen. Lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung hat unter den großen M+E-Branchen mit einem Zuwachs von 29,8 Prozent ihre Umsätze deutlich steigern können. Dagegen haben der Maschinenbau einen Rückgang um 6,6 Prozent und die Kraftfahrzeughersteller von 11,0 Prozent zu verkraften gehabt.

Beschäftigung

Das seit Beginn dieses Jahres anhaltende, stabile Beschäftigungswachstum hat auch im Oktober mit einem leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 0,4 Prozent auf 213.920 Mitarbeiter angehalten. Erneut haben vor allem die Kraftfahrzeughersteller ihre Belegschaften ausgeweitet: um 1,4 Prozent oder 717 auf 52.605 Personen – ebenso wie die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, die mit 22.704 um 1,5 Prozent oder 346 mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr beschäftigt haben. Dagegen haben die Hersteller von Metallerzeugnissen einen Rückgang um 2,2 Prozent oder 641 auf 28.057 Beschäftigte gemeldet.

September 2016

Im Vergleich zum August hat sich die wirtschaftliche Dynamik für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im September 2016 wieder etwas abgekühlt: Insbesondere der Zukunftsindikator „Auftragseingänge“ ist deutlich eingebrochen, während die Umsätze erneut – wenn auch etwas schwächer – zugelegt haben. Auch die Beschäftigung entwickelt sich weiter positiv.

Auftragseingang

Nach dem hohen Zuwachs im August sind die Auftragseingänge für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im September 2016 wieder in den negativen Bereich gerutscht: Insgesamt sind sie im Vorjahresvergleich um 6,8 Prozent zurückgegangen; dabei hat insbesondere die Auslandsnachfrage mit ihrem zweistelligen Verlust in Höhe von 11,2 Prozent dieses Ergebnis beeinflusst. Aber auch die Inlandsaufträge sind um 1,5 Prozent unter dem Volumen des Vorjahres geblieben.

Unter den großen M+E-Branchen haben einige dennoch ihren Vorjahresstand verbessern können: So sind die Auftragseingänge bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen deutlich um 17,8 Prozent gestiegen. Auch die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben ihr Vorjahresniveau um 5,0 Prozent übertroffen; der Maschinenbau hat einen Zuwachs von 4,2 Prozent gemeldet und die Metallerzeugung und -bearbeitung liegt ebenfalls mit 2,6 Prozent im Plus. Dagegen melden die Hersteller von Metallerzeugnissen einen Verlust von 6,2 Prozent und die volumenstarken Kraftfahrzeughersteller einen deutlichen Rückgang von 14,0 Prozent.

Umsatz

 

Die negativen Daten aus der Auftragsentwicklung haben noch nicht auf die Umsätze der hessischen M+E-Unternehmen durchgeschlagen: Sie sind im September 2016 insgesamt mit 5,451 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent gestiegen. Dabei haben allein die Auslandsumsätze um 13,8 Prozent auf 2,983 Mrd. € zugenommen, die Inlandsumsätze sind dagegen um 1,5 Prozent auf 2,468 Mrd. € zurückgegangen. Die M+E-Exportquote ist damit im September 2016 auf 54,7 Prozent gestiegen. Die positiven Entwicklungsdaten unter den großen M+E-Branchen werden angeführt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Plus von 56,8 Prozent, das – trotz rückläufiger Inlandsumsätze – auf eine ungewöhnlich hohe Umsatzsteigerung mit ausländischen Geschäftspartnern (plus 115,3 Prozent) zurückzuführen ist. Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen und der Maschinenbau haben das Ergebnis ihrer Vorjahresumsätze nur knapp überbieten können. Die anderen M+E-Branchen haben dagegen überwiegend rückläufige Umsätze gemeldet.

 

Beschäftigung

Das seit Beginn dieses Jahres anhaltende Beschäftigungswachstum hat auch im September mit einem leichten Zuwachs von 0,3 Prozent auf 214.200 Mitarbeiter angehalten. Erneut haben vor allem die Kraftfahrzeughersteller ihre Belegschaften ausgeweitet: um 1,4 Prozent oder 704 auf 52.705 Personen – ebenso wie die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, die mit 22.677 um 1,6 Prozent oder 355 mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr beschäftigt haben. Dagegen haben die Hersteller von Metallerzeugnissen einen Rückgang um 2,6 Prozent oder 763 auf 28.069 Beschäftigte gemeldet.

 

August 2016

Nachdem der Juli 2016 für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie von erheblichen Einbrüchen geprägt war, haben sich die Entwicklungstendenzen im August 2016 sowohl bei den Auftragseingängen als auch den Umsätzen wieder deutlich erholt. Dabei waren es vor allem die Auslandsgeschäfte, die zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben. Auch die Beschäftigung bewegt sich weiter auf einem stabilen Wachstumspfad.

Auftragseingang

Der August 2016 brachte für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie – erstmal in diesem Jahr – einen zweistelligen Zuwachs bei den Auftragseingängen: Insgesamt stiegen sie im Vorjahresvergleich um 17,5 Prozent. Insbesondere die Auslandsnachfrage hat mit einem deutlichen Plus von 23,9 Prozent zu diesem Ergebnis beigetragen. Aber auch die Inlandsaufträge übertrafen mit einem Zuwachs um 11,8 Prozent den bisherigen Spitzenwert für dieses Jahr aus dem Juni deutlich.

Alle großen M+E-Branchen haben zu diesem hervorragenden Ergebnis mit z. T. zweistelligen Zuwachsraten beigetragen: An erster Stelle stehem dabei die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, die ihr Vorjahresniveau um 30,1 Prozent übertreffen konnten, gefolgt von den Kraftfahrzeugherstellern mit 23,5 Prozent, der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 16,7 Prozent und dem Maschinenbau mit 14,9 Prozent. Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen konnten ihre Auftragseingänge um 7,6 Prozent steigern, die Hersteller von Metallerzeugnissen immerhin um 6,3 Prozent.

Umsatz

Die Umsatzentwicklung der Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie verlief im August 2016  außerordentlich positiv: Mit 4,240 Mrd. € stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent. Dabei nahmen allein die Auslandsumsätze um 9,2 Prozent auf 2,195 Mrd. € zu, die Inlandsumsätze stiegen um 5,3 Prozent auf 2,045 Mrd. €. Die M+E-Exportquote lag im August 2016 bei 51,8 Prozent.

Fast alle großen M+E-Branchen verzeichneten Umsatzzuwächse. An der Spitze liegen hier die Kraftfahrzeughersteller mit einem Plus von 14,3 Prozent, gefolgt von den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 10,5 Prozent. Aber auch der Maschinenbau erreichte ein deutliches Umsatzwachstum von 9,2 Prozent. Sowohl die Hersteller von Metallerzeugnissen mit 6,2 Prozent als auch die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten , elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 4,7 Prozent übertrafen ihre Vorjahresergebnisse.

Eine Ausnahme bei dieser positiven Entwicklung bilden die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Rückgang um 3,5 Prozent und den M+E-Bereich Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen mit einem Minus von 1,0 Prozent.

Beschäftigung

Das seit Beginn dieses Jahres anhaltende Beschäftigungswachstum hat auch im August mit einem leichten Zuwachs von 0,4 Prozent auf 213.450 Mitarbeiter angehalten. Erneut haben vor allem die Kraftfahrzeughersteller ihre Belegschaften ausgeweitet: um 1,3 Prozent oder 696 auf 52.300 Personen – ebenso wie die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, die mit 22.710 um 2,3 Prozent oder 474 mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr beschäftigt haben.

  

Ansprechpartner
Heinz Günter A. Decker

Heinz Günter A. Decker
Volkswirtschaft, Statistik, Umfragen Ausbildungsleiter