Die größte Industrie in Hessen

In Hessen erzielt die M+E-Industrie mit fast 213.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von mehr als 57 Mrd. Euro und trägt mit über 50 Prozent zu Wertschöpfung, Arbeitsplätzen und Umsatz der hessischen Industrie bei.

Dieser Industriesektor umfasst die Automobil- und Zulieferbranche, die Elektro- und Elektronikindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Metallerzeugung und -verarbeitung und als – hessische Besonderheit – auch die Feinmechanik und Optik.

Der Arbeitgeberverband repräsentiert über 550 Unternehmen, rund 130.000 Beschäftigte und damit 60 Prozent der M+E-Industrie in Hessen.


M+E-Branchen nach Umsatz 2016

 

M+E-Branchen nach Beschäftigung 2016

 

Rückblick auf 2016: Auslandsgeschäfte ausschlaggebend für positive Entwicklung

Ausschließlich der guten Entwicklung der Auslandsgeschäfte hat es die hessische Metall- und Elektroindustrie zu verdanken, dass im Jahr 2016 letztlich ein positives Ergebnis ausgewiesen worden ist. Dabei haben sich sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsätze im Jahresverlauf sehr unstetig entwickelt. Die Beschäftigung ist dagegen auf einem kontinuierlichen Wachstumspfad geblieben.

Im Jahresdurchschnitt 2016 sind die preisbereinigten Auftragseingänge insgesamt um 1,0 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresdurchschnitt ausgefallen. Dies ist ausschließlich den Auslands¬orders zu verdanken, die im Jahresdurchschnitt 2016 mit einem Plus von 3,1 Prozent deutlich über ihrem Vorjahresniveau gelegen haben. Die entsprechende Inlandsnachfrage hat sich dagegen im Jahresverlauf überwiegend rückläufig entwickelt und ihren Vorjahresstand um 1,0 Prozent verfehlt.



Bis auf das zweite Quartal mit einer durchgängig positiven Entwicklung haben sich die Umsätze in der hessischen M+E-Industrie in den einzelnen Monaten des vergangenen Jahres sehr unterschiedlich entwickelt. Insgesamt sind sie im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr nur schwach – um 0,7 Prozent – auf 57,260 Mrd. € gestiegen. Auch bei diesem Indikator sind die Umsätze mit ausländischen Ge¬schäftspartnern mit einem Plus von 3,0 Prozent auf 30,175 Mrd. € ausschlaggebend für das positive Vorzeichen der Gesamtentwicklung gewesen, denn die Inlandsumsätze haben um 1,7 Prozent auf 27,084 Mrd. € nachgegeben. Die M+E-Exportquote ist damit im Jahresdurchschnitt auf 52,7 Prozent gestiegen (Vorjahresstand: 51,5 Prozent).



Eine kontinuierlich ansteigende Entwicklung der Beschäftigtenzahlen kennzeichnet den Jahres-ver¬lauf 2016: Sind es im ersten Quartal noch um 0,2 Prozent mehr Beschäftigte gewesen als im ent¬sprechenden Vorjahresquartal, so hat sich der Anstieg über 0,3 Prozent im zweiten und 0,4 Prozent im dritten und vierten Quartal 2016 leicht beschleunigen können. Im Jahresdurchschnitt 2016 sind damit knapp 212.840 M+E-Mitarbeiter beschäftigt gewesen – 0,3 Prozent mehr als im Jahr 2015.

Ansprechpartner
Heinz Günter A. Decker

Heinz Günter A. Decker
Volkswirtschaft, Statistik, Umfragen Ausbildungsleiter