VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG


Neodym, Samarium und Dysprosium: Klangvolle Namen zeichnen die Metalle der Seltenen Erden aus, die man bei der VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG (VAC) in Hanau verwendet. Dabei entfalten die unscheinbaren Metalle erst durch die Verarbeitung in der Produktion ihre besonderen Eigenschaften, zum Beispiel als Dauermagnete.

Mit über 800 Patenten gilt die VAC als einer der weltweit innovativsten Betriebe bei der Entwicklung von hochwertigen industriellen Werkstoffen. Das Produktangebot umfasst ein breites Spektrum magnetisch und physikalisch hochwertiger Halbzeuge und Teile, induktiver Bauelemente für die Elektronik, Magnete und Magnetsysteme, die in den unterschiedlichsten Bereichen und Industriezweigen zum Einsatz kommen.

Maßgeschneiderte Lösungen entstehen in enger Kooperation mit den Kunden und spiegeln die hohe Werkstoff- und Anwendungskompetenz wider, verbunden mit neuester Fertigungstechnologie. Mit weltweit 4.300 Mitarbeitern, davon 1.450 am Standort Hanau, wurden im vergangenen Jahr knapp 400 Mio. Euro umgesetzt. Jeweils ein Drittel des Umsatzes wird in Deutschland, Europa und im Rest der Welt erzielt. Kontinuierlich wird in den Standort Hanau investiert, unter anderem in
Forschung und Entwicklung, aber auch in moderne Fertigungstechnologien.

Trotz allem Können und hohem Ansehen steht das Unternehmen unter Druck. Hauptwettbewerber auf dem Weltmarkt ist China. Das Land punktet mit niedrigen Arbeitskosten und verfügt zudem über die größten Vorkommen Seltener Erden auf dem gesamten Globus. Die VAC reagierte darauf mit einer globalen Neupositionierung und umfangreichen Veränderungsmaßnahmen.

Die werden begleitet von einem Zukunftstarifvertrag, der mit Arbeitnehmervertretern, bestehend aus Mitgliedern des Betriebsrates und der IG Metall, und mit der Unterstützung von HESSENMETALL ausgehandelt wurde.

Die Vereinbarung beinhaltet einen sozialverträglichen Abbau von bis zu 189 Stellen und eine Standortgarantie bis über den 100. Geburtstag des Unternehmens im Jahr 2023 hinaus sowie den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020. Hinzu kommen Zusagen über weitere Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie Forschung und Entwicklung, das Angebot von jeweils 24 neuen Ausbildungsplätzen in den nächsten fünf Jahren und ein attraktives Angebot zur Altersteilzeit. Geschäftsführer Richard Boulter denkt, mit diesem Vertragsabschluss eine gute Lösung für alle Beschäftigten gefunden zu haben, die den Standort Hanau stärkt, die hiesigen Arbeitsplätze sichert und dem Unternehmen gute Chancen für die Zukunft bietet.

Thomas Brandt, Leiter Human Ressources
„Neben Forschung, Entwicklung und Produktion mit qualifizierten Fachkräften und moderner Infrastruktur stellt die Einbettung und Mitgliedschaft im Verband HESSENMETALL eine wichtige weitere Säule dar, von der wir Unterstützung hinsichtlich Zukunftsfähigkeit und Erfolg aus standortpolitischer Sicht erwarten. Das trifft sowohl auf die Tarifpolitik zu als auch auf das Beratungs- und Weiterbildungsangebot.“