Unsere Mitglieder

C.F.K. - CNC Fertigungstechnik Kriftel GmbH

3-D-Druck auf Bestellung

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 13. Juli 2017

Kriftel. Feinster Metallstaub: Damit kennt sich Kadir Yavuz aus. Tagtäglich hat er damit zu tun, denn er bedient eine Anlage zum Laserschmelzen. Schicht für Schicht wird dabei zum Beispiel Titanpulver zu sehr komplexen Teilen aufgebaut, die nach herkömmlichen Methoden in einem Stück so gar nicht produziert werden könnten. Zum Schutz von Lunge und Bronchien trägt er deshalb bei der Arbeit eine Atemschutzmaske.

„Eigentlich ist sie überdimensioniert, aber sie ist praktisch und ich habe mich längst an sie gewöhnt“, sagt er und widmet sich den kleinen Bauteilen, die er gerade der Maschine entnommen hat. Es sind winzige Implantate, die bei Operationen an der Wirbelsäule benötigt werden, und nun noch den letzten Schliff bekommen. Yavuz ist einer von 70 Mitarbeitern des Dienstleisters C. F. K. Die drei Buchstaben stehen für CNC Fertigungstechnik Kriftel.

Das Unternehmen zählt zu den führenden Zentren für additive Fertigung in Metall und hochpräzise Draht-, Senk- und Bohr-Erosion. Über einen Funken werden dabei winzigste Späne kraftlos, aber extrem genau selbst aus härtestetem Metall abgetragen.

 

 

Für die unterschiedlichsten Branchen, vom Maschinenbau bis zu Luftfahrt- und Medizintechnik werden so Bauteile hergestellt, vom Einzelstück und Prototyp bis zu Serien. Dabei greift C. F. K. auf rund 30 Jahre Fertigungserfahrung zurück.

„Wir sind gefragt, wenn es sehr filigran wird oder ungewöhnliche Geometrien in härtestes Metall gewendelt werden müssen“, erläutert Geschäftsführer und Mitinhaber Christoph Over. Doch auch dem Erodieren sind in der Fertigung Grenzen gesetzt. Geht es um noch kompliziertere Teile, zum Bei-  spiel mit Hohlräumen und vielen ineinandergreifenden Löchern und Kanälen, setzt der promovierte Maschinenbau-Ingenieur deshalb auf die additive Lasertechnologie als Ergänzung zur konventionellen Fertigung.

Er war an der Uni RWTH Aachen selbst an der Entwicklung dieser Technologie beteiligt und arbeitet zu Forschungszwecken bis heute eng mit der Hochschule und den Fraunhofer-Instituten für Lasertechnik und für Produktionstechnik zusammen. Over: „Das Geheimnis unsers Erfolgs liegt in der Fülle unserer Möglichkeiten und der Kombination der verschiedenen Fertigungstechnologien, um ein optimales Ergebnis für den Kunden zu erzielen.“

Autor: Maja Becker-Mohr

Esterer aus Nordhessen

Bei Esterer entstehen jeden Tag Spezialfahrzeuge für die ganze Welt

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 10. September 2016


Wegbereiterin: Julia Esterer verkauft ihre Trucks auch in exotische Länder, Fotos: Scheffler.


Helsa. „Anfangs war es schwierig“, gibt Julia Esterer zu, „aber dann habe ich mich doch schnell durchgesetzt.“ Heute, sechs Jahre nachdem sie in das Familienunternehmen Esterer in Helsa bei Kassel einstieg, steht die Belegschaft geschlossen hinter der Chefin und Mutter von zwei kleinen Jungs. Produktionsmitarbeiter Jens Harder beispielsweise nimmt jeden Tag über 80 Kilometer Anfahrtsweg in Kauf. „Weil mir die Arbeit hier und vieles andere einfach gefällt“, betont der Kfz-Elektriker, der seit über zwölf Jahren zur Belegschaft gehört. Christoph Faber ist noch neu und Azubi zum Anlagenmechaniker Apparate- und Behälterbau.

Innenleben: Matthias Landau schraubt an einem Amaturen- gestell für ein Flugfeldfahrzeug

Von klein auf ist ihm die Firma jedoch vertraut. Sein Vater Herbert Bethge hat Sohn Christoph oft vom Betrieb vorgeschwärmt. Jetzt arbeitet der gemeinsam mit dem Papa in der Tankfertigung und sagt begeistert: „Ein Unternehmen wie Esterer gibt es nicht so oft auf der Welt.“ Mit rund 170 Mitarbeitern ist Esterer deutscher Marktführer für Straßentankwagen und weltweit die Nummer eins, wenn es um Tankfahrzeuge für Flugzeuge geht.

Dieses Jahr wird ein Umsatz von gut 40 Millionen Euro angepeilt. Jeden Tag verlassen hier ein bis zwei Fahrzeuge das Werk, vom Tanklaster für Diesel oder Heizöl bis zum 80 000 Liter fassenden Lastzug für die Flugfeldbetankung. „Sämtliche Funktions- und Sicherheitseinrichtungen müssen bei all dem nicht nur stimmen, sondern auch lange sicher und zuverlässig arbeiten, egal unter welchen klimatischen Bedingungen“, betont Julia Esterer.

Bei individuellen Kundenwünschen kommen die eigenen Spezialisten ins Spiel, die Sonderlösungen entwickeln, zum Beispiel zur Betankung des Airbus A 380. 1955 gründete der Großvater von Julia Esterer die Firma. Heute führt sie die Geschäfte gemeinsam mit ihrem Vater Harold. Sie brachte ein abgeschlossenes BWL-Studium sowie langjährige Management- und Auslandserfahrung beim BMW-Konzern mit.


Tankfertigung: Azubi Christoph Faber arbeitet mit seinem Vater Herbert Bethge.


In den zurückliegenden sechs Jahren wurden alle Prozesse restrukturiert, Trainingscenter eingerichtet, und die Mitarbeiter lernten, in Prozessen zu denken. Während zeitgleich mehrere Mitbewerber aufgeben mussten, arbeitet man bei Esterer bereits an der weiteren Verbesserung von Produkten und Prozessen. Die Unternehmerin: „Die Welt ändert sich, und darauf müssen wir alle, Chefs wie Mitarbeiter, jeden Tag aufs Neue reagieren.“ Maja Becker-Mohr

Nolta aus Nordhessen

Nolta fertigt intelligente Produkte für die Steuerung und Fernüberwachung von Maschinen und Pumpen

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 03. Dezember 2016


An der Linie: Birgit Damm (links) und Maria Anoschkin beim Befüllen von Niveaureglern. Fotos: Scheffler

 

Cölbe. Bei Nolta in Cölbe geht es rund. In Linien stehen orangefarbene Kunststoffgehäuse in Reih und Glied und werden von den Produktionsmitarbeiterinnen Birgit Damm und Maria Anoschkin mit Gewichten befüllt. Zuvor haben Kollegen die bunten Gehäuse verkabelt. Nur wenige Schritte weiter versehen andere an einem großen Arbeitstisch die Geräte mit hochwertigen Sensoren und kümmern sich um die Endmontageder Niveauregler inklusive Qualitätsprüfung.

Robuste Nolta-Stecke für die Baustelle

„Jeder hier weiß genau, was zu tun ist, denn wir tauschen häufig die Arbeitsplätze, damit keiner immer nur das Gleiche macht“, erzählt Birgit Damm.

Seit sechs Jahren arbeitet sie bei Nolta in der Produktion und beherrscht längst alle Fertigungsschritte. Das Unternehmen (50 Mitarbeiter in Deutschland, 70 weltweit) entwickelt und produziert Spezialschaltungen zur Absicherung und Steuerung, zum wartungsfreien Betrieb und zur Fernüberwachung von Maschinen und Pumpen. In diesem Bereich gilt das Unternehmen als Innovations- und Qualitätsführer. Neben der Zentrale in Cölbe gibt es Niederlassungen in den USA, Indien und China.

Bekannt wurde der 1959 gegründete Betrieb durch seine robusten Motorschutzstecker, die auf allen Baustellen zu finden sind, etwa zum Bedienen von Kränen. „Bei ‚Gib mir mal den Nolta-Stecker‘ weiß auf dem Bau jeder, was gemeint ist“, sagt Jochen Knake, der die Firma mit seinem Kollegen Felix Bonn, einem Enkel des Firmengründers, leitet. Durch die Erfindung eines patentierten telematischen Motorschutzsteckers ist Nolta auch führend in der Fernüberwachung und Fernwartung von Pumpen und Maschinen.

Um alle Produkte im Bereich der Pumpensteuerung und Pumpenkontrolle aus einer Hand anbieten zu können, wurde im Jahr 2008 Niva im badischen Albbruck übernommen, der Marktführer für Niveauregler.

Die bunten Bojen kommen zum Beispiel in Abwasserpumpstationen und Brunnen, aber auch in Chemieanlagen oder Raffinerien zum Einsatz. Steigt die Flüssigkeit in einem Schacht, richtet das Gewicht im Innern die Minibojen auf. Durch das Kippen reagiert ein Mikrosensor im Innern, sendet ein Funksignal an die Leitstelle, und Pumpen können anlaufen.

Viele neue Produkte in der Pipeline

„Rund um die Fernüberwachung und Steuerung haben wir viele neue Produkte in der Pipeline, die die Geräte noch intelligenter machen“, erläutert der Geschäftsführer. Sie sollen helfen, sehr viele Anlagen gleichzeitig, zur Not auch über Smartphones oder Tablets, zu überwachen und zu steuern.

Der Geschäftsführer: „Mit unseren Geräten muss kein Mensch mehr bei Wind und Wetter raus auf die Baustelle, nur um Pumpen zu kontrollieren oder einzustellen.“

 

  

  Dr.-Ing. Jochen Knake

  • Geschäftsführer von Nolta in Cölbe
  • Vertritt als Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) die Interessen der Wirtschaft beim Thema Infrastruktur

 

 

Die Firma Arno Arnold

„Hier ist die Firma auch Familie“

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 7. Januar 2017


Im engen Kontakt: Simone Weinmann-Mang und Wolf Matthias Mang mit den Produktionsmitarbeitern Alexander Fleer (links) und Eduard Voss.

Wolf Matthias Mang führt das Traditionsunternehmen Arno Arnold in Obertshausen gemeinsam mit seiner Frau

Obertshausen. Flott kommt er daher, ein Lächeln im Gesicht und offensichtlich gut drauf: Wolf Matthias Mang. AKTIV traf den Unternehmer zum Interview gemeinsam mit seiner Frau Simone Weinmann-Mang. Mit ihr führt er die Geschäfte von Arno Arnold in Obertshausen, einem führenden Hersteller von flexiblen Schutzabdeckungen. Zudem ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Technologie-Konzerns Oechsler im fränkischen Ansbach. Und er ist, im Ehrenamt, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Hessenmetall und Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Wie schafft man Ihr Pensum so gut gelaunt?
Wichtig ist eine gute Organisation der Arbeitsweise und der Arbeitsinhalte, sicher auch eine gute Gesundheit. Aber vor allem müssen die Aufgaben Freude bereiten. Dann denkt man nicht darüber nach, wo Arbeit endet und Freizeit beginnt. Meine Frau und ich haben da die gleiche Einstellung.

Zur Person: Wolf Matthias Mang - 1957 in München geboren, verheiratet, zwei erwachsene Kinder Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt - Geschäftsführer Arno Arnold, Aufsichtsratsvorsitzender
der Oechsler AG


Sie kommen beide aus Unternehmerfamilien, vor mehr als 150 Jahren gegründet. Ist das eine besondere Herausforderung?
Als mein Schwiegervater 1984 überraschend starb, haben wir, damals 25 und 27 Jahre alt, ohne viel zu überlegen die Verantwortung für Arno Arnold übernommen und damit auch für die Mitarbeiter und ihre Familien. In dem Wissen um mehrere Generationen, die ihr Herzblut in die Firma eingebracht haben, gibt man alles, um gute Arbeit zu leisten.

Wie sieht gute Arbeit aus?
In erster Linie dafür zu sorgen, dass Arno Arnold Bestand hat, innovativ bleibt, sich weiterentwickelt und nicht nur unserer, sondern auch kommenden Generationen ein Auskommen sichert. Dabei denken wir auch an die Zukunft unserer Mitarbeiter und deren Familien. Zu einem Unternehmen gehören schließlich alle Menschen, die dort arbeiten. Für uns ist die Firma auch Familie.

Wie muss man sich das vorstellen?
Wir pflegen einen respektvollen und offenen Umgang, fördern und fordern und helfen unkompliziert, wo Hilfe nötig ist, auch im privaten Bereich. Bei uns haben auch Ältere gute Chancen. Wir sponsern Talente, zum Beispiel einen unserer Mitarbeiter, einen Weltklasse-Billardspieler. Und wir bieten sehr flexible, ganz individuell angepasste Arbeitszeiten, Homeoffice, gute Aus- und Weiterbildungsangebote und vieles mehr bis hin zum Walking-Trainer.

Und das wissen die Mitarbeiter zu schätzen?
Offensichtlich. Viele sind schon sehr lange bei uns, zum Teil über Generationen, und kommen auch mit ihren privaten Sorgen, oder sie fragen nach einem Ausbildungsplatz, Ferienjob oder Praktikum für Angehörige. Dieses Vertrauen in uns ist uns sehr wichtig.

Mitarbeiter Thomas Hähne bei der Arbeit - privat ist er ein top Billardspieler

Arno Arnold hat einen enormen Wandel erlebt und sich von der Manufaktur zum anspruchsvollen Industrie-Zulieferer entwickelt. Wie bleibt man heute innovativ?
Wir investieren mehr als marktüblich in Forschung und Entwicklung und entwickeln neue Ideen auch unabhängig von unseren Kunden, um deren Probleme schon vorab zu lösen. So entstand zum Beispiel unser Faltenbalg über Eck oder eine Abdeckung, die besonders schnell läuft, für Hochleistungsarbeiten. Oft geht es um neue Materialien oder Anwendungen, aktuell natürlich auch um Industrie 4.0.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung?
Unsere Wettbewerber im Ausland werden immer besser, bei deutlich niedrigeren Kosten. Wir haben in der M+E-Industrie ein sehr hohes Entgeltniveau. Hinzu kommen hohe Steuern, Energiekosten, Auflagen und mehr. Und das bei kurzen Investitionszeiten. Die Steigerung der Produktivität wird immer schwieriger. Und wenn ich die Produktivität um 3 Prozent erhöhe, die Löhne aber um 5 Prozent steigen, fehlen 2 Prozent, die auch bezahlt werden müssen. Sowohl der Staat als auch unsere Tarifpartner dürfen das alles nicht weiter ignorieren. Ihr Ziel kann doch nicht sein, dass immer mehr Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden.

Kommt daher Ihr ehrenamtliches Engagement?

Wir stehen vor enormen Herausforderungen, allein beim Thema Industrie 4.0. Aber wir Menschen tun uns schwer mit Veränderungen. Dann folgen Blockaden, und die verhindern oft notwendige, manchmal überlebenswichtige Veränderungen. Dabei ist es so wichtig, dass man sich auseinandersetzt, ob als Tarifpartner oder auch in der Politik. Dass man miteinander ringt um die besten Lösungen und sich einigt. Das tun wir, und auch das macht durchaus Spaß.  Interview: Maja Becker-Mohr

Mehr Infos zum Unternehmen Arno Arnold und dem Billiardspieler Thomas Hähne: http://www.herz-der-wirtschaft.de/vorbilder/meister-der-ruhigen-kugel.html

Schunk Group

Schunk Group bringt E-Busse in Fahrt

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 7. Januar 2017

In der Produktion: Schunk Mitarbeiter bei der Montage eines Stromabnehmers. (Foto Scheffler)

Heuchelheim. Ein kurzer Stopp zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste – und schon nach wenigen Augenblicken fährt der Elektrobus weiter zur nächsten Haltestelle. Was dabei kaum einer der Passagiere in dem modernen Fahrzeug bemerkt: Dank eines neuen Ladesystems reichen die wenigen Sekunden des Aufenthalts schon aus, um die Batterien des Busses über einen Stromabnehmer auf dem Dach aufzuladen – und die Fahrt kann ohne Probleme weitergehen.

Der Technologiekonzern Schunk in Heuchelheim (rund 8 100 Mitarbeiter weltweit und ein Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde Euro), hat mit „Schunk Smart Charging“ eine neue und effiziente Ladetechnik entwickelt, die batteriebetriebene Busse und Nutzfahrzeuge in Fahrt bringt – ganz ohne aufwendige und teure Oberleitungen, die durch eine ganze Stadt gezogen werden müssen.

Im Einsatz: Stromabnehmer auf einem E-Bus in Dresden. (Foto dvb)

Statt einer Schleifleiste, die den permanenten Kontakt mit einer stromführenden Oberleitung braucht, haben die neuen Stromabnehmer einen Kontaktkopf mit elektrischen Kontakten. Die docken an den Haltestellen an den neuen Ladestationen an und bekommen dort die benötigte Energie.

„Weil damit viel stärkere Ströme übertragen werden als mit herkömmlichen Ladesteckern, lassen sich die Ladezeiten deutlich verkürzen und die Batterien verkleinern“, erläutert Jan Gupta, Mitglied der Unternehmensleitung und unter anderem für den Bereich Schunk Carbon Technology verantwortlich.

Die neue Technik ist ideal für Elektrobusse, weil sie während des Umlaufs an den Haltestellen Strom tanken können. „Und die kleineren Batterien machen den Bus leichter und deutlich effizienter“, betont Gupta. Mit seiner Entwicklung bereiten die Heuchelheimer den Weg für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs und von Nutzfahrzeugen. Gupta: „Es ist eine vielversprechende Technologie, denn rund um den Globus sind sich Verkehrsexperten einig, dass den umweltfreundlichen und leisen E-Bussen die Zukunft im öffentlichen Personennahverkehr gehört.“

Im Einsatz sind die Ladesysteme bereits in Dresden, Barcelona, im polnischen Jaworzno und im finnischen Espoo. Übrigens: Mit der Idee punktete Schunk auch beim Wettbewerb Hessen-Champions 2016 – und wurde einer von fünf Finalisten in der Kategorie Innovation.
Maja Becker-Mohr

Finalistenehrung: Hessens Wirtschaftsminister zeichnet Schunk beim Wettbewerb Hessen-Champions 2016 aus

 

Kommentar: Elektromobilität gut planen

Von Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL

Als neuer Hauptgeschäftsführer von Hessenmetall freue ich mich, hier unsere Sicht der Dinge zu verdeutlichen. Elektromobilität wird immer wichtiger. Sie wird sich stark auf unsere Industrie auswirken. Das Autoland Deutschland verdankt seine weltweite Spitzenposition der Kompetenz bei Verbrennungsmotoren. Wenn Diesel und Benziner vom Batterieauto abgelöst werden, braucht es einen Transferprozess bei Herstellern und Zulieferern, gute Rahmenbedingungen  und eine funktionierende Infrastruktur.


Für einen gelungenen Übergang steht die Schunk Group: Sie hat ihr Know-how bei Stromabnehmern für Züge auf Elektrobusse übertragen. Auch der neue Präsident der Maschinenbauer (VDMA), Carl Martin Welcker, plant den Übergang: Sein Unternehmen Schütte stellt Zündkerzen her, die in Batterieautos nicht mehr gebraucht würden. Seine Maschinen können auch Airbags mit steigender Nachfrage produzieren. Er ist zuversichtlich, umsteuern zu können. Und sieht für die Branche sogar Beschäftigungschancen. Der Wandel kann funktionieren, wenn er steuerbar bleibt und die Politik es unterlässt, herkömmliche Antriebsarten mit überzogenen Vorgaben vorschnell auszumustern.

Hacker Industries

Hacker Industries: Hightech Reiniger fürs Düsentriebwerk

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 4. Februar 2017


Besonderes Gerät für Triebwerke: Mitarbeiter bei der Endmontage

Frankfurt. Eine besondere Konstruktion zur Reinigung von Flugzeugtriebwerken, damit die wieder effizienter laufen und weniger Treibstoff verbrauchen. Eine ausgefallene Spanvorrichtung für die Fertigungsstraße von Kunden, die keinen eigenen Werkzeugbau haben. Ein Steuerungssystem für ein pneumatisch bedienbares Hebekissen, das die Feuerwehren auf Flughäfen einsetzen. Ein Prüfsystem für die Dichtigkeit von Uhren und ein Roboterfahrzeug, das schmale Kanäle zuverlässig reinigt.


Fit an den Maschinen: Mitarbeiterin Laura Ackermann.

Die Projekte, um die sich Marc Hacker und sein Team jeden Tag kümmern, haben auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam.  „Sonderanlagenbau trifft es wohl am besten“, erläutert der Geschäftsführer von Hacker Industries in Frankfurt. Vor knapp drei Jahren machte sich der Jungunternehmer selbstständig. Eine Festanstellung bei einem großen Unternehmen konnte er sich einfach nicht vorstellen: „Schon beim ersten Praktikum in einem Großbetrieb habe ich begriff en, dass man da immer nur winzige Teilbereiche zugewiesen bekommt, ehe man mal für ein komplettes Projekt verantwortlich ist“, erzählt der Maschinenbau-Ingenieur.

Die Eltern haben es bestens vorgemacht
Mit Unterstützung seiner Eltern, selbst Unternehmer, gründete er lieber seinen eigenen Betrieb (heute fünf Mitarbeiter), um sich auf die Entwicklung, Konstruktion und den Bau von Sonderanlagen zu spezialisieren. Ein Konzept, mit dem schon sein Vater Joachim Hacker Erfolg hatte. 1996 gründete der mit seinem Kollegen Michael Dürre die Pneumo Drucklufttechnik in Frankfurt (20 Mitarbeiter), nachdem ihr Arbeitgeber Insolvenz angemeldet hatte. Heute ist die Firma in der ganzen Branche als Problemlöser bekannt.

Motorrad-Fan: Marc Hacker zeigt selbst konstruierte Motorradteile.

Spezialist für ausgefallene Ideen
„Durch die Kontakte der Pneumo ergeben sich auch Aufträge für Hacker Industries, wenn es über Pneumatik-Themen hinausgeht“, erläutert der Junior. Als weiteres Standbein dient ihm seinw Marke Xerxes Tools. Darüber vertreibt Marc Hacker Zubehörteile für den Motorradsport, die er ebenfalls selbst entwickelt und produziert. Begeistert erzählt er auch von seinem neuesten Projekt in einem Forschungsverbund rund um die Reinigung mit Trockeneisstrahlen. Wenn alles läuft, kann der kleine Betrieb 50 Geräte bauen.  Hacker: „Für viele ist das uninteressant, weil sie nur große Mengen sehen, aber gut kalkuliert ist das ein rentables Geschäft, das uns als Spezialist für Ausgefallenes bekannter macht und weiterbringt.“ MAJA BECKER-MOHR

Kommentar: M+E-Industrie mit Gründer-Genen

Von Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL

Die Metall- und Elektro-Industrie (M+E) besteht nicht nur aus großen Automobil- und Elektro-Konzernen oder Maschinenbauern, sondern ebenso aus mittelständischen Kreativschmieden. Start-ups sind keineswegs der Internetbranche vorbehalten, sondern – wie Hacker Industries – in der M+E-Wertschöpfungskette unverzichtbare Problemlöser.Gerade im Sonderanlagen- und Werkzeugbau zählt nicht Masse, sondern individuelle Kreativität. „Unternehmergeist, Problemlösungswille und Freiheitsstreben vererben M+E-Industrie mit Gründer-Genen Oft sind Aufträge spezielle Einzelstücke – genau zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Kunden.Kein Zufall, dass gerade kleine Familienunternehmen, also Startups des 20. Jahrhunderts und heutige Herzstücke unserer Industrie, über Generationen hinweg erfolgreich sind – mit Innovationskraft, Serviceorientierung und Variantenreichtum. Die Story des Start-up-Unternehmers Marc Hacker und seines Vaters Joachim Hacker zeigt, wie Unternehmergeist, Problemlösungswille und Freiheitsstreben als „Gründer-Gen“ vererbt, durch Erziehung verstärkt und durch Eigenantrieb zum Erfolg werden.

Duktus aus Wetzlar

Der Herr der Rohre

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 4. Februar 2017


Große Investition: Doreen Koppel und ­Stefan Weber vor dem neuen Kupolofen im Schmelzbetrieb. Foto: Scheffler

Im Chef-Interview verrät Stefan Weber, Geschäftsführer von Duktus in Wetzlar, was den Reiz der Gießerei-Industrie ausmacht. Und er spricht Klartext in Richtung Politik.

Wetzlar. Offener Hemdkragen, lockerer Auftritt. Stefan Weber wirkt entspannt beim Gespräch mit Aktiv. Er ist Geschäftsführer von Duktus in Wetzlar, mit 300 Mitarbeitern einer der größten europäischen Anbieter von Rohrsystemen aus duktilem Guss – sie sind gusseisern und dennoch flexibel.

In Ihrer Welt geht es um glühendes Eisen. Ist das nur was für harte Männer?

Wenn man täglich mit den Grundelementen des Lebens zu tun hat, mit Feuer, Wasser, Erde und Luft, flößt einem das schon Respekt ein. Aber man muss kein harter Kerl sein, um hier zu arbeiten. Unser Geschäft ist von Männern dominiert, aber es begeistern sich auch Frauen für diese Arbeit. Die Leitung des Schmelzbetriebs hat zum Beispiel die Gießerei-Fachingenieurin Doreen Koppel.

Sorgt für anspruchsvolle Rohrleitungssysteme in der ganzen Welt: Stefan Weber.

Von der Industrie 4.0 sind Sie weit entfernt, oder?
Unsere Basis ist eher die Industrie 1.0. Das Erschmelzen von Eisen geht zurück bis in die Anfänge der Menschheit. Bis heute ist in einer Gießerei nichts bis ins letzte Detail berechenbar. Witterungsbedingungen wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit nehmen Einfluss auf den Guss. Es gibt keine Stücklisten als Basis für den Einsatz von Robotern, sondern hier geht es viel um das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter.

Klingt nicht sehr innovativ.
Innovativ sind wir vor allem im Anwendungsbereich. In Europa ist für unsere Branche kaum mehr Wachstum möglich, und die Situation wichtiger Abnehmerstaaten in Nordafrika oder dem Mittleren Osten für Trinkwasseranlagen ist schwierig. Wachstumspotenzial ist da, aber man braucht Durchhaltevermögen. Also bieten wir anspruchsvolle Lösungen für Rohrleitungssysteme, von der Wasserversorgung in der Wüste bis zur Turbinenleitung für Wasserkraftwerke oder für industrielle Abwässer. Für Kunden schnüren wir individuelle Gesamtpakete, und wir arbeiten an Spezialbeschichtungen, die das Material schützen.

Welche Rolle spielen da die Mitarbeiter?
Wir bieten wesentlich mehr Beratung als alle Wettbewerber. Also brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter, die Lösungen verkaufen, während die anderen diese Lösungen umsetzen und für Innovationen sowie Produktivität und Qualität in der Fertigung sorgen.

Haben bei Ihnen nur gut Qualifizierte eine Chance?
Nein. Gerade in der Gießerei haben wir viele An- und Ungelernte und einen bunten Mix an Nationalitäten. Wir betreiben großen Aufwand, um sie anzulernen und fortzubilden. Auch sie leisten ihren Beitrag zur Produktivität. Viele mögen unsere raue Welt und sind über Generationen bei uns.

Zwischenstopp: Das glühende Rohr kann erst nach Stunden weiterverarbeitet werden.

Wollten Sie schon immer in die Gießerei-Industrie?
Ich startete in der Chemie-Industrie und kam 2006 hierher. Damals war das noch die Buderus Gießerei. Der Kontrast von der sauberen Chemie zu einem Gießereibetrieb hätte größer kaum sein können. Aber ich wollte für anschaulichere Produkte verantwortlich sein.

Wie war der Weg von Buderus zu Duktus?

Vom Konzern zum eigenständigen Unternehmen mit Investoren? Nicht einfach. Veränderungen sind immer eine Herausforderung, aber ich nehme die gerne an. Wirklich schwierig ist es aber, so ein archaisches Produkt noch in Deutschland herzustellen, mit all den Widrigkeiten, den vielen Regulierungen und der Kostenstruktur, nicht zuletzt den extremen Energiekosten.

Wie ginge es besser?
Politiker sollten mehr Vertrauen in die Menschen haben. Deshalb weg mit Regulierungen, die die Arbeit nur schwerer machen. Wenn ich Mitarbeiter schlecht behandele, spricht sich das rum, und ich finde keine neuen, egal was ein Gesetz vorgibt. Ein Unternehmen ist nie fertig, es verändert sich ständig. Diese Veränderungen zu begleiten, manchmal auch anzustoßen, ist meine Aufgabe.

Warum engagieren Sie sich beim Arbeitgeberverband Hessenmetall?

Als Verband kann man viel mehr erreichen. Und wenn ich hinter etwas stehe, mache ich das mit vollem Einsatz. Also wurde ich bei Hessenmetall unter anderem Vorsitzender der Bezirksgruppe Mittelhessen und Mitglied des Landesvorstands. So kann ich dann auch mal einem Ministerpräsidenten sagen, was mir stinkt.

Wie schalten Sie ab?

Bei meiner Frau, in der Familie, beim Laufen in der Natur und neuerdings auch beim Tanzen. Zur Person 1967 in Würzburg geboren, verheiratet, Vater von drei Kindern Bankkaufmann und Diplom-Kaufmann Geschäftsführer von Duktus Mitglied im Vorstand des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, Vorsitzender des M+E-Beirats und Vorsitzender der Bezirksgruppe Mittelhessen.   Interview: Maja Becker-Mohr

 

Zur Person:

  • 1967 in Würzburg geboren, verheiratet, Vater von drei Kindern
  • Bankkaufmann und Diplom-Kaufmann
  • Geschäftsführer von Duktus
  • Mitglied im Vorstand des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, Vorsitzender des M+E-Beirats und Vorsitzender der Bezirksgruppe Mittelhessen.

 

 

Donges SteelTec

Der Brückenbauer

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 4. März 2017


Steht auf Stahl: Oliver Stein mit Mitarbeitern in einem Brückentrog.

Im Chef-Interview heute Oliver Stein. Er leitet Donges SteelTec, eine der führenden Stahlbaufirmen Deutschlands

Darmstadt. Ein starker Kontrast: hier Anzug und weißes Hemd, da Schweißerschutzkleidung, Funkenflug und sehr viel Staub. Und genau dort fühlt sich Oliver Stein, Geschäftsführer von Donges SteelTec in Darmstadt, wohl. Gleich zu Beginn des Interviews wird klar: Stahl- und Brückenbau sind seine Welt.

Was fasziniert Sie am Stahl?


Er trägt tonnenschwere Lasten und ermöglicht schwindelerregende Konstruktionen, ganz besonders beim Brückenbau. Die riesigen Stahlteile müssen auf zehntel Millimeter genau sein. Das kann sich kaum einer vorstellen. Mir geht immer das Herz auf, wenn ich auf einer Baustelle bin, zum Beispiel beim Brückenbau an der A 3 bei Heidingsfeld, und sehe, wie die Brücke Stück für Stück wächst. Unsere Elbebrücke Schönebeck bei Magdeburg wurde 2014 übrigens als „Beste Brücke weltweit“ ausgezeichnet.

Dann haben Sie also Ihren Traumberuf gefunden?


Nach dem Abitur sah ich keine Zukunftschancen für meinen ursprünglichen Traumberuf Architekt. Also studierte ich Wirtschaftswissenschaften und ging zu einem großen Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Aber in der Welt der Berater gibt es nichts zum Anfassen. Bei Donges – wir haben heute 200 Mitarbeiter und einen Umsatz von 60 Millionen Euro im Jahr – passte dann alles für mich.


Brückenbau an der A 3 bei Heidingsfeld: Die großen Stahltröge werden Stück für Stück verschweißt.

Was zeichnet Donges aus?

Wir sind immer dann im Rennen, wenn es um anspruchsvolle Stahlkonstruktionen geht, ob Sportstadien oder Luftverkehrsbauten wie Hangars für den Airbus A 380. Für ein Kohlekraftwerk in Griechenland bauen wir gerade ein erdbebensicheres Kesselgerüst. Ein Highlight ist für uns das aktuelle Ariane-Projekt. Wir bauen die Startanlage der zukünftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 am Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. In Darmstadt entstehen Starttisch und Versorgungsmast, ein rund 70 Meter hoher Turm.

Wie bekommt man solche Aufträge?

Durch gute Leistungen und Referenzen sowie ein hoch kompetentes Team. Das Ariane-Projekt ist für uns ein Meilenstein, begeistert das ganze Team und auch andere. Junge Leute interessieren sich mehr für uns. Dabei sind auch Kohlekraftwerke oder Brücken technisch höchst anspruchsvoll und haben ihre Fans.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung?


Man muss die Fähigkeit bewahren sich immer wieder auf Neues einzustellen. Das ist gerade bei unserem Projektgeschäft enorm wichtig. Zudem ist es oft schwierig, mit unseren deutschen ausufernden Regelungen und Vorschriften klarzukommen. Manches besteht ja aus gutem Grund, nicht zuletzt wenn es um Arbeitssicherheit oder Umweltschutz geht. Aber manches erschwert nur unsere Arbeit und verschafft ausländischen Wettbewerbern klare Vorteile.

Was treibt Sie an?

Hier einen guten Job zu machen, Unternehmen und Arbeitsplätze zu erhalten und Donges eine stabile Zukunft zu geben. Bei Wind und Wetter draußen sein und eine Brücke zu bauen, ist wirklich eine Leistung unserer Mitarbeiter, die mehr beachtet und geschätzt werden müsste.

Bleibt bei alldem noch Zeit für Privates?

Unter der Woche gelingt das so gut wie nicht. Die Wochenenden jedoch versuche ich, frei zu halten für meine Lebensgefährtin und für mich. Ich spiele Klavier, gehe ins Theater und fahre Rennrad. Dabei kommen mir dann oft die besten Ideen, und es dreht sich doch wieder alles um Donges.

Interview: Maja Becker-Mohr

Zur Person:

  • 1966 in Bretten bei Karlsruhe geboren, ledig
  • Diplom-Kaufmann
  • Geschäftsführer von DongesSteelTec
  • Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Hessenmetall Bezirksgruppe Südhessen Vorsitzender der Bezirksgruppe Mittelhessen.
  • Präsidiumsmitglied der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände VhU
  • Vorstandsmitglied des Deutschen Stahlbau-Verbands DSTV

Hottinger Baldwin Messtechnik

Mehr als ein halbes Jahrhundert arbeitet Helmut Keil bei HBM

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 4. März 2017


Immer noch mit Freude aktiv: Der Elektromechaniker Helmut Keil an seinem Arbeitsplatz

Darmstadt. Was sich andere nur schwer vorstellen können, ist für den Elektromechaniker Helmut Keil die normalste Sache der Welt: 50 Jahre im Beruf und das beim gleichen Arbeitgeber. „Bei der Hottinger Baldwin Messtechnik in Darmstadt hat es mir immer gefallen, und die Zeit ging sehr schnell rum", erzählt der 65-Jährige.

Mit 14 Jahren startete Keil 1966 als Auszubildender, damals noch bei Carl Schenck, dem ehemaligen Mutterkonzern von Hottinger Baldwin Messtechnik (HBM). Während der Ausbildung lernte er alle Abteilungen kennen und blieb nach seinem Abschluss bei dem Messtechnik-Spezialisten.
Damals hatte der Betrieb rund 300 Beschäftige. Inzwischen zählt HBM 1800 Mitarbeiter weltweit, davon 750 in Darmstadt, und gilt als führend auf dem Gebiet der Wäge-, Prüf und Messtechnik. „Weltweit setzten wir Standards für Genauigkeit", sagt der Elektromechaniker stolz. Wichtig sind dabei die Kalibriertürme, sogenannte „Performance-Tester", für die Keil unter anderem verantwortlich ist: „Sie werden von unseren Servicetechnikern genutzt, um draußen beim Kunden alle HBM-Geräte zu kalibrieren."

Mindestens einmal pro Jahr werden die Geräte in seiner Abteilung überprüft. Keil: „Dann wird genau kontrolliert, ob noch alle Bestandteile funktionieren oder defekte Tele gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen." Zudem sorgt er dafür, dass immer genügend Austauschteiler auf Lager sind, falls doch einmal außerhalb des Wartungsintervalls etwas kaputtgeht. In den vergangenen 50 Jahren erlebte Keil an seinem Arbeitsplatz einen enormen technischen Wandel, vor allem durch die fortschreitende Digitalisierung. Anfangs arbeitete er mit Röhren und Transitoren, später fertigte er für Sondergeräte sogar Leiterplatten selbst an.

„Die Freiheit, vieles selbst zu entscheiden, habe ich geschätzt"

Den ersten PC bekam er 1995, „ein richtig teures Ding". Und heute verbringt er den größeren Teil seiner Arbeitszeit am Rechner. „Da steckt doch alles drin, von der Lagerverwaltung und der Bestellabwicklung bis zu Bauteilzeichnungen oder den Plänen zur Termineinhaltung", weiß Keil.


„Die Freiheit, vieles selbst zu entscheiden und nicht nach allem fragen zu müssen", schätzt Keil ganz besonders bei seinem Arbeitgeber. Und all das wird ihm fehlen, wen er im Sommer in den Ruhestand wechselt. Auch wenn er sicht freut, mehr Zeit zu haben für die Familie, für Ehefrau, Kinder und Enkelkinder - und nicht zuletzt auch für sein großes Hoby Modelleisenbahn.

Satisloh

Er sorgt für gute Optik

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 1. April 2017


Chef zum Anfassen: Rene Leroux mit Mechatroniker und Jugend- und Auszubildendenvertreter Niklas Heidkamp an einer Poliermaschine

Im Chef-Interview heute: Rene Leroux. Er setzt auf Hightech und Wertschätzung - als Geschäftsführer von Satisloh, einem der führenden Maschinenbauer für Brillen- und Feinoptikfertigung.

Wetzlar. Das strahlende Lächeln verrät: Maschinenbauingenieur Rene Leroux, Geschäftsführer von Satisloh in Wetzlar, freut sich auf das Gespräch mit AKTIV. Als Chef eines der führenden Herstellers von Maschinen für die Brillen- und Feinoptikfertigung sowie Hightech-Zubehör sorgt er dafür, dass bei Brillenträgern weltweit die Optik stimmt.

Herr Leroux, Ihre Arbeit macht Ihnen offensichtlich richtig Spaß?

Ja, sogar sehr. Die Stelle hier ist ein Volltreffer für mich, aber das wurde mir erst so richtig klar, als ich hier schon angefangen hatte. Vor allem das Know-how, die hohe fachliche Kompetenz der Mitarbeiter, hat mich auf Anhieb beeindruckt. Wir entwickeln und produzieren Maschinen, mit denen Brillengläser oder Linsen zum Beispiel für Zielfernrohre oder endoskopische Geräte hergestellt werden. Diese Maschinen werden in der Regel von einem Mitarbeiter allein montiert. Und darauf sind die Kollegen mit Recht stolz.


Gut im Team: Rene Leroux im Gespräch mit Mitarbeitern in der Produktion

Was ist das Besondere am Unternehmen?

Satisloh geht zurück auf die früheren Familienunternehmen Satis Vacuum und Loh. Gerade der Name Loh hat seit fast 100 Jahren einen Ruf in der ganzen Welt. Das merken unsere Mitarbeiter immer wieder, wenn sie im Service in anderen Ländern unterwegs sind. Unsere Exportquote liegt bei über 90 Prozent.

Aber Satisloh ist heute kein Familienunternehmen mehr…

Mit unseren 250 Mitarbeitern am Standort Wetzlar und insgesamt 1000 in der Satisloh Gruppe gehören wir zur französischen Essilor-Gruppe, einem der führenden Unternehmen für Brillengläser mit über 64.000 Beschäftigten weltweit. Obwohl Teil eines Konzerns, können wir aber wie ein mittelständiges Unternehmen agieren, vieles frei entscheiden und sind entsprechend schnell und sehr flexibel.

Sind Brillen eine Art Selbstläufer?

Jeder braucht eine Brille, ob als Ausgleich für eine Sehschwäche oder zum Schutz der Augen vor Sonnen- und UV-Licht. Ganz aktuell sind Brillen mit Antireflex-Beschichtung, die vor LED- und UV-Licht oder der Abstrahlung von Displays schützen. Hinzu kommen kleine Displays, die in die Brillen eingearbeitet sind und über die der mit dem Internet vernetzte Träger Informationen ablesen kann.

Sie gehen also entspannt in die Zukunft?

So einfach ist das nicht. Wir sammeln ständig Ideen und entwickeln die passenden Maschinen und Prozesse. Wir müssen den Markt und die Trends im Auge behalten. So geht auch hier der Trend zu vernetzten Maschinen, ganzen Produktionslinien inklusive Leitständen, die wir zusammenstellen, vom Schleifen übers Beschichten und Polieren bis zum fertigen Brillenglas. Auf Wunsch überwachen wir sogar solche Linien.





Klingt spannend…

Wir treiben den Markt voran und tun viel, dass das so bleibt. Gerade haben wir eine neue Qualitätsoffensive gestartet, und wir wollen Prozesse noch besser zum Kunden verknüpfen. Etwa 1 Millionen Euro investieren wir im Jahr, zum Beispiel in neue Maschinen oder Prüfmittel und auch in Weiterbildung. Sorgen bereitet mir allerdings der Nachwuchs.

Inwiefern?

Anzahl und Qualifikationen der Ausbildungsbewerber gehen zurück. In der fortschreitenden Digitalisierung sehen wir aber eine Chance, junge Menschen besser anzusprechen. Wir richten gerade den ersten Pilotarbeitsplatz ein, um mit Tablets die Montagearbeiten zu unterstützen. Junge Kollegen finden so was toll, andere befürchten Leistungskontrollen. Aber darum geht es gar nicht, sondern wir wollen helfen, dass die richtige Schraube auf Anhieb am richtigen Platz sitzt. Auch in Zukunft wird ein Roboter nicht alle Aufgaben in einer Produktion übernehmen können. Die Maschine als Ganzes braucht den Menschen, und Menschen sind nun mal sehr individuell.

Und was braucht der Mensch?

Wertschätzung und Anerkennung. Zuhören, Finger zeigen gilt nicht; Fachleute nach Rat fragen und Probleme im Team lösen. Vor allem aber unser Paket aus gutem Entgelt und den sozialen Leistungen und natürlich nicht zuletzt die Tarifbindung. Denn in der Tarifgemeinschaft kümmert man sich um viele für die Mitarbeiter relevanten Themen.

Zur Person:

  • 1968 in Kandel (Rheinland-Pfalz) geboren, verheiratet, zwei Kinder
  • Diplom-Ingenieur
  • Geschäftsführer von Satisloh in Wetzlar
  • Produktionsleiter der Satisloh Gruppe mit Werken in Asien, Europa, USA und Südamerika
  • Mitglied des Mitgliederrats Hessenmetall Bezirksgruppe Mittelhessen

 


Dentsply Sirona

Durch das Programm "I am MINT" fand Marvin Zecic seinen Traumberuf bei Sirona

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 1. April 2017


Ganz bei der Sache: Marvin Zecic an einer herkömmlichen Schleifmaschine

Fit für den Feinschliff

Bensheim. Gute Abschlussprüfung, unbefristete Übernahme in die Festanstellung und dann auch noch ein Arbeitsplatz in seiner Wunschabteilung, der Werkzeugschleiferei! Bei der Firma Dentsply Sirona in Bensheim bringen die Kollegen jetzt dem Zerspanungsmechaniker Marvin Zecic (20) die Feinheiten des Berufs näher: alle Tricks und Kniffe, die man beim Aufbereiten von Werkzeugen zum Zerspanen von Metall beherrschen muss.

„Ich bin einfach froh", sagt Zecic, „dass ich meine berufliche Zukunft hier so gut starten konnte." Den Kontakt zu Dentsply Sirona, dem weltweit größten Hersteller von Dentalprodukten, bekam er noch als Schüler. Und zwar über das bemerkenswerte Bildungsprojekt "I am MINT".


Vor gut fünf Jahren wurde dieses Projekt ins Leben gerufen. Das Ziel: junge Menschen durch die Kooperation von Haupt- und Realschulen mit Betrieben besser auf die Berufswahl vorbereiten. Und vor allem ihre Chancen in Berufen mit Schwerpunkten in MINT zu verbessern - also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Ein wichtiger Punkt dabei: Auszubildende sind die Ansprechpartner der Schüler und begleiten sie wie ein Coach bei allen Kontakten mit dem Unternehmen. „Als ich über die Schule das erste Mal hierherkam, schwärmte mein Coach richtig von seinem Alltag in der Ausbildung hier", erinnert sich Zecic. „Und seine Begeisterung hat mich irgendwie angesteckt."

Als Azubi hat er dann selbst Schüler betreut. „Und dabei versucht, meine eigene Begeisterung für Arbeit und Firma weiterzutragen."

Das Projekt läuft noch bis zum Sommer 2019 und wird getragen vom Land Hessen, der hessischen Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit mit Unterstützung der EU. Allein in Südhessen bestehen aktuell fast 40 Kooperationen. Dentsply Sirona gehörte zu den ersten Firmen, die mitmachten, und hat inzwischen mit drei Schulen einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Reinhard Pfeifer, der Ausbildungsleiter, betont: „Motivierte Fachkräfte, die im eigenen Unternehmen ausgebildet wurden, sind für uns Gold wert. Deshalb passt I am MINT perfekt zu uns."

Pfeiffer Vacuum

Global Player mit Herz

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 29. April 2017

Manfred Bender stattet mit Technik von Pfeiffer Vacuum Kaffeeröster, Wissenschaftler und die Halbleiter-Industrie aus

Aßlar. Sie geben alles für den luftleeren Raum: die rund 2 400 Mitarbeiter weltweit von Pfeiffer Vacuum in Aßlar. Allen voran ihr Chef. AKTIV traf Manfred Bender, Vorstandsvorsitzender des an der Deutschen Börse notierten Spezialisten für Maschinen und Pumpen, die ein Vakuum erzeugen, zum Interview.

Auf Ihrer Homepage steht als Erstes: „Vakuum fürs Leben“. Brauchen wir wirklich luftleeren Raum?

Ja klar. 24 Stunden am Tag kommen wir alle mehr oder weniger direkt mit Vakuumtechnologie in Berührung. Es ist auch für mich immer wieder beeindruckend, wo unsere Technik überall im Einsatz ist.

Wo zum Beispiel?

Ein Vakuum wird beim Herstellen eines Spiegels, bei der Analyse von Trinkwasser, der Beschichtung einer Armatur, beim Verpacken von Kaffee, beim Testen von Airbags und natürlich in der Halbleiter-Industrie benötigt. Ohne Vakuumtechnik gäbe es keine Handys und keine modernen Bildschirme. Auch in der Forschung sind wir dabei, von der Krebstherapie bis zur Kernfusion.

Und diese Entwicklung kommt Pfeiffer Vacuum zugute?

Wir entwickeln und produzieren Pumpen und komplette Systeme, mit denen man ein Vakuum erzeugen kann. Und diese Maschinen werden mit fortschreitender Technik in der ganzen Welt immer mehr gebraucht. Also stehen wir gut da, konnten 2016 wieder ein gutes Ergebnis abliefern. Mit etwa 2 400 Mitarbeitern weltweit, davon fast 750 in Aßlar, haben wir unseren Umsatz um etwa 5 Prozent
steigern können, auf rund 474 Millionen Euro. Wir arbeiten hart, glauben an uns und entwickeln die Produkte in enger Kooperation mit unseren Kunden. Das sind wichtige Erfolgsfaktoren.

Haben Sie keine Probleme?

Die Volatilität, das Auf und Ab am Markt, ist für uns eine große Herausforderung. 2016 zum Beispiel war die Nachfrage anfangs schwach. Das bereitete uns schon Bauchschmerzen. Wir haben dann den Druck rausgenommen und einfach normal weiterproduziert. Unser Mut zum Risiko zahlte sich aus, da plötzlich viele auf einmal bestellten und wir nur liefern konnten, weil wir vorproduziert hatten.

Welche Rolle spielt bei Ihnen der Mensch?

Ohne den Menschen geht bei uns gar nichts. Er ist ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor. Wir setzen auf eine gute Qualifikation gepaart mit Erfahrung, Intuition und sozialen Kompetenzen. Bei uns gibt es viele Freiheiten, nicht nur bei den Arbeitszeiten. Man kann gut Ideen entwickeln, Vorschläge machen und Neues ausprobieren. Und man steht zu seinem Wort. Jeder weiß: Was zugesagt wird, gilt. Das war schon so, als ich vor 19 Jahren hier angefangen habe, und ich versuche, diesen Geist aufrechtzuerhalten.

Bekommen Sie denn noch ausreichend Nachwuchs?

Wir haben in der Region einen sehr guten Ruf. Viele junge Menschen bewerben sich um einen Ausbildungs- oder dualen Studienplatz. Und wer einmal da ist, bleibt in der Regel auch. Wir haben lange Betriebszugehörigkeiten, und die Mitarbeiter stehen loyal zu Pfeiffer Vacuum.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Wir wollen weiter wachsen. Wir haben gerade zwei spannende Unternehmen übernommen, Dreebit in Dresden, ein Spezialist für webbasierte Lösungen zur Optimierung der Serviceprozesse in Industrie und Forschung im Bereich der Vakuumtechnologie, und ATC in Indianapolis, USA, um uns als Marktführer im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung zu etablieren. Zudem investieren wir kräftig in unsere Standorte, um unsere Kapazitäten auszubauen. Denn, wie schon gesagt, die Nachfrage steigt.

Was ist für Sie die größte Herausforderung?

Ich bin begeisterter Familienvater und glaube an die Zukunft. Wir alle müssen dafür sorgen, dass auch unsere Kinder hier noch gute Arbeit finden. Und wir müssen unsere Werte bewahren. Wir leben in einer freien Gesellschaft, können uns frei entwickeln, die meisten haben einen Job und ihr Auskommen. Kurz gesagt: Es geht uns gut. Und das gilt es für die Zukunft bewahren. Maja Becker-Mohr

Manfred Bender nimmt als Unternehmensvertreter beim HESSENFORUM zum Thema "Den digitalen Schlüsselmarkt „Künstliche Intelligenz“ erobern und den Menschen in den Mittelpunkt stellen!" teil. Hier sein Videobeitrag und Interview...!

Zur Person

  • 1965 in Gießen geboren, verheiratet, zwei Kinder
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Gießen/Friedberg
  • Danach Tätigkeit in einem international agierenden Konzern in IT und verschiedenen kaufmännischen Bereichen
  • 1998 Wechsel zu Pfeiffer Vacuum als Direktor für Finanzen und Controlling
  • 2004 Finanzvorstand
  • 2007 Vorstandsvorsitzender

Jakob Maul GmbH

Wir sprühen vor Ideen

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 27. Mai 2017

Gespräch in der Leuchtenproduktion: Miarbeiterin Renate Hofmann und Stefan Scharmann.

Bad König. Ein Fototermin in der Pulverbeschichtung? Stefan Scharmann zögert nicht, auch wenn sein Arbeitsplatz eigentlich der Schreibtisch ist. AKTIV sprach mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter von Jakob Maul in Bad König. Das traditionsreiche Familienunternehmen gilt als der innovativste Hersteller für Nischenprodukte des Bürobedarfs.

Ihr Urgroßvater, Jakob Maul, startete 1912 mit der Herstellung von Brieföffnern. Und die sind bis heute im Sortiment?

In anderer Ausführung, ja. Auch das sind Nischenprodukte. 180 Maulaner fertigen an zwei deutschen Standorten Flip-Charts, Leuchten und vieles mehr. Wir sind der Weltmarktführer für Solarwaagen und haben als Erste LED-Schreibtischleuchten mit Farbsteuerung hergestellt. Im aktuellen Katalog präsentieren wir 250 Neuheiten. Wir sprühen vor Ideen. Und wir heben uns bewusst von den Firmen ab, die keinen Wert darauf legen, wo und wie sie produzieren.

Wie wird denn bei Jakob Maul produziert?

Als Markenhersteller, angesiedelt mitten im Odenwald, ist ein ressourcenschonender Umgang mit der Natur für mich selbstverständlich. Wir suchen immer nach ökologischem Verbesserungspotenzial in der Produktion und bei den Produkten. Beispiele sind hier die lösemittelfreie Pulverbeschichtung, die LED-Leuchten oder unsere Solarbriefwaagen, die jährlich Hunderttausende von Batterien einsparen. Wir denken auch an die nächsten Generationen.

So behaupten Sie sich am Markt?

Ja, und zwar an einem schwierigen Markt, der durch Billigimporte aufgemischt wird, aber auch durch den Trend zum papierlosen Büro. Vor Jahren schon haben wir deshalb angefangen, hochwertige Leuchten zu entwickeln, mit denen wir heute etwa ein Fünftel unseres Umsatzes erzielen. Die eigene Entwicklung und der eigene Werkzeugbau helfen uns, die Ideen in der Produktion dann auch schnell realisieren zu können.

 

Welche Rolle spielt bei Ihnen Wachstum?

Obwohl unser Markt so im Wandel ist, entwickeln wir uns gut. Wir haben gute Produkte, und auch unser Online-Bereich wächst. Zudem konnten wir Firmen dazukaufen, und wir kooperieren mit einem französischen und einem japanischen Unternehmen. Man muss wachsen. Man braucht eine gewisse Größe, um für neue Mitarbeiter attraktiv zu sein, um in unserer Branche mit Kunden verhandeln zu können oder auch alle Aufgaben zu bewältigen, die nicht zuletzt der Staat durch immer neue Erlasse auf unsere Schultern legt.

Wie fördern Sie Kreativität und Begeisterung?

Vielleicht durch den Geist unseres Hauses? Mit der Tradition wurden in unserem Familienunternehmen auch alte Werte weitergegeben. Fairness, Respekt, Ehrlichkeit, Toleranz und Wertschätzung haben bei uns einen hohen Stellenwert im Umgang mit Menschen, gleich, ob es um Kunden, Zulieferer oder Mitarbeiter geht. Wer einen Job sucht, bei dem nur die Kohle stimmt, der ist bei uns falsch.

Und wie leben Sie diese Werte?

Es beginnt bei einem freundlichen Gruß und einem offenen Ohr. Man kann viel machen, um Wertschätzung zu zeigen. Wir beteiligen die Mitarbeiter am Gewinn, handeln für sie Einkaufsvorteile aus und manches mehr. Wir bilden aus, vergeben regelmäßig Aufträge an Werkstätten der Lebenshilfe, und wir haben Konzepte, um selbst schwerstbehinderte Menschen zu beschäftigen. Dafür wurden wir sogar ausgezeichnet.

Hört sich einfach an …

Es ist harte Arbeit. Man muss Raum für Ideen geben, auch andere entscheiden lassen. Bei uns gibt es etliche Arbeitskreise, die kreativ an ihre Aufgaben drangehen, ob es um betriebliches Gesundheitsmanagement geht oder einen Messeauftritt. Die Entscheidungsfreiheit geht sehr weit.

Das ist kein Problem für Sie?

Nein. Ich setze bewusst auf eine sehr flache Hierarchie. Auch der Mitarbeiter in der Produktion kann an seinem Arbeitsplatz selbst gestalten und Entscheidungen treffen. Meine Mitarbeiter wissen, wann sie mich oder Vorgesetzte im Zweifel einschalten müssen. Wir haben schon Produkte auf den Markt gebracht, die ich nicht favorisiert habe. Aber wenn das Team überzeugt ist, das wird ein Knaller, gehe ich darauf ein. Und wenn wir Erfolg haben, feiern wir das gemeinsam.

Interview: Maja Becker-Mohr

Zur Person:

  • 1964 in Bad König geboren, verheiratet, ein Sohn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre in Nürnberg
  • 1991 Eintritt in das Familienunternehmen Jakob Maul
  • Seit 1996 Geschäftsführer
  • Seit 2005 Vorstandsmitglied im Verband der PBS-Markenindustrie

Schenck Process

„Präzision ist unsere Stärke"

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 24. Juni 2017

Andreas Evertz macht Schenck Process, den Weltmarktführer in der Mess- und Verfahrenstechnik, smart und sexy

Darmstadt.
Ob bei der feinen Dosierung von Medikamentenwirkstoffen oder beim Erzabbau in Australien: Technik von Schenck Process ist fast überall dabei. AKTIV war zum Gespräch bei Firmenchef Andreas Evertz, der das traditionsreiche Maschinenbau-Unternehmen auf seine Weise fit macht für die Zukunft.

Herr Evertz, Sie wollen das klassische Maschinenbau-Unternehmen Schenck Process smart und sexy machen? Geht das überhaupt?

Smart und sexy steht ja auch für Attraktivität. Wir wollen und müssen attraktiv sein für unsere Kunden, damit wir auch in Zukunft am Markt bestehen. Mit mehr als 2 300 Beschäftigten weltweit, davon
etwa 500 hier in Darmstadt, und einem Umsatz von rund 550 Millionen Euro im Jahr sind wir Weltmarktführer im Bereich der Mess- und Verfahrenstechnik.
Und das soll auch so bleiben.

Wie hat sich Schenck Process diese Position erarbeitet?

Wir können zurückgreifen auf 136 Jahre Erfahrung im Wiegen und Messen, stehen für hohe Technologiestandards und bringen in allen Industriebereichen weltweit
Prozesse zum Laufen. Präzision ist unsere Stärke, egal ob es um die perfekte Zusammensetzung einer Backmischung geht oder den optimalen Reifen für die
Formel 1. Wir punkten mit erstklassigem Equipment und umfassendem Prozesswissen.
Wir entwickeln und produzieren innovative Lösungen für das Wägen, Dosieren, Fördern, Sieben, Automatisieren sowie die Luft-Filtrationstechnik.


In der Produktion:
Mechatroniker David Berg begutachtet mit Andreas Evertz eine gerade gefertigte Dosieranlage für die Lebensmittel-Industrie.

Klingt nach einem Selbstläufer …


Aber Dinge verändern sich. Wir müssen uns mehr auf jüngere Generationen einstellen, ob bei den Mitarbeitern oder unseren Ansprechpartnern beim Kunden.
Wer jetzt in Schule oder Studium steht, geht mit neuen Technologien anders um, lebt in einer ganz anderen Welt. Junge Menschen wollen schnell was bewegen
und haben andere Entscheidungskriterien, die aber auch für unser Leben wichtig sein können. Folglich treffen sie auch ihre Entscheidungen anders, als wir
es sonst gewohnt sind. Wir reagieren darauf, indem wir smart werden.

Und wie wird man smart?


Wir gehen neue Wege, probieren Sachen einfach mal aus. Ein Beispiel dafür sind „future lab“ und „easynizingTM“, das einer unserer dualen Studenten angestoßen
hat. Hier werden Kompetenzen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammengeführt, neue Ideen entwickelt und zügig in die Tat umgesetzt. Hinter den Begriffen verbirgt sich aber noch
mehr: Es ist eine Bewegung und der Beginn einer neuen Kultur bei uns, die immer den Nutzen für den Kunden in den Vordergrund stellt. So brechen wir traditionelle
Strukturen auf, und eine neue Smart-Denke hält Einzug.

Mit welchem Ergebnis?

Wir haben auf diesem Weg in nur drei Monaten eine App entwickelt, die auf simple Weise die Überwachung einer Siebmaschine beim Kunden erlaubt. Unsere
Entwicklungsabteilung hielt das zuvor für nicht durchführbar. Aber die jungen Leute blieben dran. Ich ließ sie also einfach mal probieren, und sie legten los, setzten
enorme Energien frei, um die Welle zu surfen. Und inzwischen sind unsere Kunden begeistert von der App.

Erwarten Kunden solche Ideen?

Na klar, die helfen bei der Kundenbindung. Unsere Kernkompetenz ist es, die Materialien unserer Kunden zu verstehen. So können die ihre Kosten reduzieren
durch Effi zienzsteigerungen und optimalen Umsatz des Materials. Wir verkaufen nicht nur Maschinen, sondern Prozess-Sicherheit. Unterstützung beim Steuern und Überwachen der Prozesse
durch neue Technologien ist da sehr willkommen.

Und dafür gehen Sie neue Wege?

Ja. Wir wollen für den Kunden Mehrwert schaffen und auch von verschiedenen Sichtweisen und Erfahrungen profitieren. Ich setze auf den guten Mix aus Weisheit, Können und Erfahrung der Älteren
gepaart mit dem Drang der Jugend, schnell was zu verändern. Ich glaube, dass jeder so sein Bestes einbringt. Das Gleiche gilt übrigens auch beim Zusammenarbeiten von Menschen aus verschiedenen
Kulturkreisen. Letztlich kann das für alle eine wirkliche Bereicherung sein. MAJA BECKER-MOHR


Zur Person Andreas Evertz:

  • 1969 in Bocholt geboren, verheiratet, zwei Kinder
  • Maschinenbaustudium an der Helmut Schmidt Universität der Bundeswehr in Hamburg
  • Von 1988 bis 1997 Offizier bei der Bundeswehr
  • Danach verschiedene leitende Management-Positionen in der Industrie
  • Seit 2014 Präsident und CEO der Schenck Process Holding in Darmstadt

sera

Coole Technik für frisches Bier

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 24. Juni 2017

Maßgeschneidert: Dosieranlagenmontage am sera-Standort Immenhausen

sera sorgt mit ausgefeilter Technik für gleichbleibende Qualität in der Getränke-Industrie

Immenhausen.
Mehr als 100 Liter Bier trinkt jeder Deutsche laut Statistik pro Jahr. Damit das frisch Gezapfte auch zum echten Genuss wird, kommt unter anderem Technik des nordhessischen Unternehmens sera zum Einsatz.

„Wir sorgen dafür, dass Bier auch nach Bier schmeckt, und das weltweit“, erklärt Herbert Schmidt, sera-Vertriebsingenieur für die Getränke- und Nahrungsmittel-Industrie.

„Keine Desinfektion, kein guter Geschmack.“ Herbert Schmidt, Vertriebsingenieur von sera

Das familiengeführte Unternehmen aus Immenhausen (220 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Euro) ist ein Spezialist für Maschinen und Anlagen rund um das Dosieren, Fördern und Verdichten von Flüssigkeiten und Gasen. Und die werden auch in Brauereien gebraucht. Denn überall, wo mit Lebensmitteln gearbeitet wird, muss der Arbeitsplatz gereinigt und sauber gehalten werden. Nur so haben Keime keine Chance.

„Ohne gezielte Maßnahmen zur Desinfektion und Reinigung der industriellen Produktionsanlagen sowie der Aufbereitung aller für den Brauprozess erforderlichen Wässer wird man auch mit ausgeklügelten Brauverfahren kein wirklich leckeres Bier erzeugen können“, ist Schmidt überzeugt.

Pumpen und Dosieranlagen von sera sind deshalb seit Jahrzehnten weltweit in vielen Brauereien wichtige und zuverlässige Bausteine in den Produktionsanlagen.

Aufgereiht: Kompaktdosierstationen bei der Brauerei Jever.

Vor wenigen Monaten baute sera beispielsweise eine Dosieranlage für die Desinfektion des Brauereiwassers einer Großbrauerei in Südafrika und richtete sie vor Ort ein. Der Betrieb hatte durch die örtlichen Gegebenheiten mit schwankenden Wasserqualitäten zu kämpfen, was einen massiven Einfluss auf den Brauprozess haben kann. „Ausgangspunkt für die Konzipierung der Anlage war der schwankende Gehalt an Desinfektionsmittel durch den lokalen Wasserversorger und der wird nun über unsere ausgefuchste Anlagentechnik regelmäßig gemessen und dann entsprechend ausgeglichen“, so Schmidt.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden weitere Projekte für Großbrauereien in Chile, Mexiko, Kolumbien und Angola verwirklicht - damit weltweit Bier auch wirklich nach Bier schmeckt.
MAJA BECKER-MOHR




KUNZLERSTROM

KUNZLERSTROM: Sichere Stromversorgung – immer und überall

Maintal. Ein Stromausfall kann das Alltagsleben massiv beeinträchtigen, wenn dadurch beispielsweise die Wasser-, Kraftstoff-, Lebensmittelversorgung oder gar die Kommunikationstechnik zum Erliegen kommen. Chaos wird sich mit zunehmender Ausfallzeit einstellen. Um diesem  Szenario entgegen zu wirken, werden in kritischen Infrastrukturen  Netzersatzanlagen und Notstromaggregate eingesetzt.

Besonders in den hochsensiblen Bereichen der Krankenhäuser kann eine redundante Stromversorgung lebensrettend sein. „Eine sichere Stromversorgung ist die Grundlage unseres modernen Lebens und unserer komplexen Infrastruktur – die Versorgung mit Strom zu sichern, ist unser oberster Auftrag“, sagt Dipl.-Ing. Thomas Moog, Geschäftsführer der Kunzler Notstromtechnik GmbH und der Kunzler Service GmbH – kurz KUNZLERSTROM.

KUNZLERSTROM ist ein führender Anbieter für Planung, Bau und Service im Bereich Sicherheitsstromversorgung. „Von der Bedarfsermittlung über die Konstruktion und Montage bis hin zum zuverlässigen Service für Prüfung, Wartung und Instandsetzung der Sicherheitsstromversorgung – bei KUNZLERSTROM gilt das „alles aus einer Hand-Service-Prinzip“, erklärt Thomas Moog.

Anwendung finden die Produktlösungen von KUNZLERSTROM beispielsweise in Rechenzentren, Krankenhäusern, Büro- und Wohnhochhäusern, Produktionsstätten oder allgemein in allen Orten, in denen Menschen zusammenkommen.

„Sicherheitsstromversorgungen benötigen ein gutes Konzept, das alle Aspekte des Brandschutzes berücksichtigt und den individuellen Anforderungen des Gebäudes Rechnung trägt. Wir konzipieren, bauen und erproben die maßgeschneiderten Anlagen, um Menschen und Inventar im Gebäude im Notfall bestens zu schützen“, beschreibt Moog die Kernaufgaben von KUNZLERSTROM.

„Eine gute Sicherheitsstromversorgung bedeutet zudem, dass man nichts davon mitbekommt, wenn der Strom ausfällt. Damit unsere Anlagen im Notfall funktionieren, müssen sie regelmäßig technisch gewartet werden. Neben der Planung und Montage bieten wir deshalb auch die Wartung und Instandhaltung von Eigen- und Fremdanlagen an. Unsere langjährige Erfahrung und Produktkenntnis erlaubt uns, auch ‚betagte‘ Anlagen sicher zu betreuen“, erklärt Thomas Moog.

Hinter dem Namen KUNZLERSTROM stehen die Unternehmen Kunzler Service GmbH und Kunzler Notstromtechnik GmbH. Gegründet wurde Kunzler Service GmbH im Jahre 1969 mit Sitz in Frankfurt am Main von Dieter Kunzler. Sie ist ein bundesweit tätiger Dienstleister in der Prüfung, Wartung und Instandsetzung von Sicherheitsstromversorgungen.

Die Kunzler Notstromtechnik GmbH wurde 2009 in Frankfurt am Main gegründet und ist für die Planung, den Bau und die Modernisierung von Sicherheitsstromversorgungen zuständig. Im Jahr 2013 erfolgte der Umzug in die moderne Betriebsstätte in Maintal. 25 Mitarbeiter sind derzeit für KUNZLERSTROM tätig.

kunzlerstrom.de/unternehmen/

horizont group gmbh

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Wirtschaftszeitung Aktiv vom 22. Juli 2017

Im Chef-Interview erzählt Steffen Müller, geschäftsführender Gesellschafter der horizont group GmbH, wieso sein Unternehmen bei Verkehrsleittechnik und Weidezäunen auf Digitalisierung setzt.

Korbach. Ferienzeit, Reiseverkehr und Staus: Über blinkende Warntafeln werden Autofahrer dann an Baustellen oder Unfällen vorbeigelenkt. Häufi g stammt die eingesetzte Technik von horizont in Korbach. Dabei hat das Familienunternehmen weit mehr zu bieten als moderne Verkehrsleittechnik, denn es zählt auch zu den weltweit größten Herstellern von Weidezaungeräten. AKTIV war zu Besuch bei Steffen Müller, dem geschäftsführenden Gesellschafter von horizont.

Herr Müller, was haben Weidezäune mit Verkehrsleittechnik zu tun?

Es ist gar kein so großer Unterschied, ob ein elektrischer Impuls in einen Weidezaun geht oder in eine Leuchte, und für unsere Mitarbeiter ist es damit letztlich egal, ob sie unsere Verkehrsleuchten oder die Weidezaungeräte montieren.


 

Aber Weidezäune gab’s zuerst ...

Mein Großvater, der Gründer von horizont, hat sich von dem Gedanken leiten lassen: Das geht besser. Er reparierte nach dem Krieg alle möglichen Geräte, darunter auch ein Weidezaungerät.

Das fand er nicht gut und entwickelte einfach ein neues. Damit legte er schließlich den Grundstein für horizont. Später nervte es ihn, dass Straßenbaustellen mit Petroleumlampen gesichert wurden, und er konstruierte die ersten Signallampen.
So bekam horizont ein zweites, wichtiges Standbein, durch das wir weiter wachsen konnten.

Wo stehen Sie heute?

Wir produzieren in mehreren Werken mit knapp 500 Mitarbeitern, davon 280 in Korbach. Zudem führen wir ein riesiges Sortiment an Tierzuchtprodukten und Reitsportartikeln. Wir zählen zu den fünf größten Herstellern weltweit von Weidezaungeräten. Neben den klassischen Weidezäunen stellen wir aber auch andere Lösungen her, ob es um den Wolf geht, um Wildschweine oder Elefanten.
Auf dem Kölner Dom beispielsweise vertreibt eines unserer Geräte Tauben. Unsere Erfahrung aus über 70 Jahren bieten wir als Dienstleistung an. Wir produzieren Leiterplatten, Werkzeuge oder Bauteile aus Kunststoff. Informationsleuchten in Autowaschanlagen sind deshalb oft von uns.

Sie sind sehr breit aufgestellt?

Ja. Die Kunst ist es, bei dieser Vielfalt die Trends im Auge zu behalten, kreativ zu sein und immer wieder neue Geschäftsfelder zu eröffnen. Unsere Mitarbeiter sind sehr stark spezialisiert, darunter viele Techniker und Ingenieure, die engen Kundenkontakt haben. Die Digitalisierung hält auch bei uns Einzug und ist längst angekommen.

Was heißt das konkret?

Die Weidezäune haben auf Wunsch integrierte GPS-Sender, können per Handy gesteuert werden und geben dem Besitzer Nachricht, falls der Zaun ausfällt und die Tiere ausbrechen könnten. Wir arbeiten an smart farming, einer Plattform, die alles zusammenführt, was auf einem Bauernhof passiert. Sensoren können alles erfassen, ob Wetter, Ammoniakbelastung im Stall, Füllstand im Futtermittelsilo und mehr. Wir haben sogar einen Abkalbe-Sensor im Programm, der am Schweif einer trächtigen Kuh befestigt wird und darüber informiert, wann es losgeht und ob ein Tierarzt kommen muss.

In der Verkehrsleittechnik erweitern wir den Bereich gerade um digitale Werbe- und Informationssysteme und arbeiten an der besseren Aufl ösung der Bilder.

Es bleibt also spannend?

Ja, sehr sogar. Ursprünglich wollte ich nur ein, zwei Jahre bleiben, um horizont in die digitale Welt und ans Netz zu bringen. Doch prompt bin ich geblieben, weil mich die Arbeit hier und nicht zuletzt die Freiheit, die man als Unternehmer hat, überzeugt haben.

Zur Person Steffen Müller:

● 1970 in München geboren, verheiratet, drei Kinder
● Studium der Betriebswirtschaslehre in Würzburg
● 2004 Logistikleiter der horizont group in Korbach
● Seit 2009 geschäftsführender Gesellschafter der horizont group
● Familienunternehmer in der dritten Generation

MAJA BECKER-MOHR