M+Eine Zukunft

Der Innovationswettbewerb für unseren Nachwuchs

 

Der Wettbewerb „M+Eine Zukunft“ wird jährlich von HESSENMETALL ausgerichtet, um das Innovationspotential und die Kreativität von hessischen Nachwuchskräften zu fördern. Außerdem bietet der Wettbewerb eine Plattform, um die besten Ideen in Hessens größter Industrie dem Fachpublikum zu präsentieren und damit auch kreative Impulse in die Unternehmen zu tragen. Der Wettbewerb soll Anregung und Ansporn sein, vorgestellte Ideen zu übernehmen und neue zu entwickeln. Denn Ideen sind auch in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie die wichtigste Währung der Zukunft.

Termine 2017/2018

01.11.2017      Anmeldeschluss
01.12.2017      Einreichen der Unterlagen
folgt      Präsentation vor der Jury
folgt      Preisverleihung

Teilnahme

Sie sind in Ausbildung (mind. 2. Jahr) oder als Studierende/r (z. B. Duales Studium, berufsbegleitendes Studium, Trainee-Programm) in einem Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL? Sie haben einen kreativen Vorschlag, der Ihr Unternehmen voran bringen kann? Dann reichen Sie Ihre Idee bei uns ein. Es lohnt sich! Mitmachen können Sie entweder als Einzelperson, in einer Arbeitsgruppe oder in einem interdisziplinären Team (max. 4 Personen).

Innovationsbereiche

Ihre Idee soll einem von drei Unternehmensbereichen zugeordnet werden: Administration und  Personalmanagement, Einzelne Produkte und Dienstleistungen oder Produktionsablauf und Logistik. Jugendliche im Dualen Studium und Trainees erhalten eine zusätzliche Kategorie. Jeder Bereich wird gesondert bewertet. Die Einteilung erfolgt auf Ihren Vorschlag, in Abstimmung mit HESSENMETALL.

Jury

Der Jury gehören Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft an, die Ihre Präsentation sorgfältig prüft: Innovationsgehalt der Idee, Praxistauglichkeit und überzeugende Präsentation. Die Jurymitglieder ermitteln die Sieger in den drei Innovationsbereichen und unterscheiden nach Innovationsvorschlägen von Auszubildenden bzw. Studierenden. Jugendliche im Dualen Studium und Trainees werden in einer eigenen Kategorie gewertet.

Umsetzung

Gefragt sind kreative und innovative Vorschläge: Ideen, die Ihr Unternehmen voran bringen – und damit auch Sie.
Die Innovationsidee ist in Form einer PowerPoint oder Word Datei, als audio-visuelle Präsentation (Videofilm, Animation, etc.), Organisations- oder Konstruktionszeichnung einzureichen. Dauer der Präsentation: max. 10 Minuten.

Ziele

Der Wettbewerb MEINE ZUKUNFT soll das Innovationspotenzial und die Kreativität der Nachwuchskräfte in Hessens größter Industrie, der Metall- und Elektro-Industrie, fördern und Mut machen, diese Ideen vorzustellen. Außerdem wollen wir junge Menschen darin fördern, gute Ideen überzeugend zu präsentieren.

Preise

Teilnehmer     Teilnehmerurkunde
FinalistenFinalistenurkunde und attraktive Sachpreise

Sieger

 

 

Siegerzertifikate (nutzbar auch für Ihre Bewerbungen) und attraktive Sachpreise; Auszeichnung mit dem MEINE ZUKUNFT-Award, Publikation in verschiedenen Medien, ausführliche Dokumentation auf unseren Internetseiten


Hall of Fame

M+Eine Zukunft fordert nicht nur die Kreativität und das Innovationspotential unserer Nachwuchskräfte heraus. Die Azubis schaffen dabei auch einen effektiven Nutzen für ihre Unternehmen. Außerdem ist der Wettbewerb eine Plattform, um die besten Ideen in Hessens größter Industrie dem Fachpublikum zu präsentieren und damit kreative Impulse in die Unternehmen zu tragen. M+Eine Zukunft soll Anregung und Ansporn sein, vorgestellte Ideen zu übernehmen und neue zu entwickeln. Denn Ideen sind auch in der hessischen Metall- und Elektroindustrie die wichtigste Währung der Zukunft.

Deswegen zeigen wir hier die besten Innovations- und Optimierungsprojekte unserer M+E-Azubis aus den letzten Jahren.

M+Eine Zukunft 2016/17

Ein elektronisches Board als Ersatz für das klassische schwarze Brett, eine selbst entwickelte App für Ausbildungsthemen, die Steuerung einer Turbopumpe per Smartphone und ein Roboter, der seinen Kollegen die Arbeit erleichtert.
Der Innovationswettbewerb M+Eine Zukunft zeigte erneut: Digitalisierung ist auch in der Ausbildung auf dem Vormarsch - und die Jugendlichen nutzen die Vorzüge moderner Technik ganz selbstverständlich.

Kategorie „Administration und Personalmanagement“

Sieger in der Kategorie „Administration und Personalmanagement“ ist das Team der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf.

Bei ihrem Projekt „Ohne Ernst sicher kein SpASs“ ging es den Auszubildenden Andreas Scholz, Sebastian Paech, Niclas Faust und ihrem Ausbilder Vincent Schmerberg um die attraktive Vermittlung von Wissen bei dem wichtigen Thema „Sicherheit am Arbeitsplatz“. Modern, ansprechend, unterhaltsam und von hoher Qualität ist die Erstunterweisung mit vielen optischen Effekten und passenden Kommentaren gestaltet. Dazu entwickelten die angehenden Mechatroniker einen Film, der mit klaren Bildern notwendige Sicherheitsinformationen mit unterhaltsamen Sequenzen verbindet. So werden die Mitarbeiter für Gefährdungen sensibilisiert und über Präventionsmaßnahmen informiert - speziell abgestimmt auf die Bedingungen bei Fritz Winter. Das Team überzeugte die Jury mit ihrem komplett selbstgedrehten und handwerklich sehr gut umgesetzten Arbeitssicherheitsfilm, der inzwischen in allen Bereichen systematisch geschult wird. Die digitale Vernetzung stellt Transparenz her und zeigt den Transfer in die betriebliche Nutzung: Ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Konzept „Arbeitssicherheit 4.0“.

Kategorie „Produktionsablauf und Logistik"

In der Kategorie „Produktionsablauf und Logistik“ schaffte es das Team von der horizont group gmbh aus Korbach mit dem Projekt „Mensch-Roboter - Kollaboration in der Endmontage“.

Die Auszubildenden Steffen Schüttler, Christian Haferkorn, Simon Schulz und Ausbilder Guido Kersting wollen die Fertigung in der Agrartechnik, speziell die Produktion von Weidezaungeräten, ergonomischer und wirtschaftlicher gestalten. Bei einer Kollaboration arbeiten Mensch und Roboter Hand in Hand: Der Mensch steuert und überwacht die Produktion und der Roboter übernimmt die körperlich anstrengenden oder langweiligen Arbeiten – in diesem Fall das Einschäumen von Dichtungen in die Gehäuse der Weidezaungeräte. Neben der Verbesserung der Ergonomie für die Beschäftigten erzielte das Team eine Steigerung der Produktivität und gleichbleibende Produktqualität - ohne Arbeitsplatzabbau, sondern zum Job-Enrichment. Diese klassische Prozessinnovation, bei der eintönige Produktionsschritte vom Roboter, die Endmontage aber parallel vom Menschen übernommen wird, überzeugte am Ende auch die Jury. Neben der nachweislichen Kosten- und Zeitersparnis wurde die „gelungen digitale Transformation bei der Fertigung rund um Weidezäune“ gelobt.

Kategorie „Einzelne Produkte und Dienstleistungen“

In der Kategorie „Einzelne Produkte und Dienstleistungen“ setzte sich das Team der Continental Automotive GmbH aus Bebra durch.

Die Azubis Daniel Mertens, Yannik Günther, Simon Stobbe, Stefan Löwen und ihr Ausbilder Reiner Hilmes ersetzten das „Schwarze Brett“ durch ein modifiziert elektronisches. Das Team entwarf zunächst ein geeignetes Gestell für Touchscreen und Rechner, die zusammen das digitale Schwarze Brett bilden. Die Vielzahl der Informationen wurde gesammelt und strukturiert, um sie über ein Menü schnell abrufen zu können. Inzwischen wurde das Produkt anderen Standorten und Unternehmen zum Kauf angeboten und soll an weiteren Standorten im Unternehmen zur Mitarbeiterinformation eingesetzt werden. Gerade dieser unternehmerische Aspekt begeisterte die Jury sofort: „Die Idee einer internen und externen Vermarktung des selbst hergestellten Produktes überzeugt ebenso wie das ansprechende Design. Das Board bietet außerdem weitere Einsatzmöglichkeiten über die Ausbildungsabteilung des Unternehmens hinaus und verfügt über eine zukunftsfähige Konnektivität zu den Aspekten der Industrie 4.0.“

Kategorie „Dual Studierende"

In der Kategorie „Dual Studierende“ siegte Schenck Process Europe GmbH aus Darmstadt mit dem Projekt „Schenck Process becomes smart and sexy“.

Jan Krall, angehender Mechatronik-Ingenieur (Duales Studium), hat das „future lab“ bei Schenck Process gegründet. Begleitet wurde er von Ausbildungsleiterin Angela Metzger. Im future lab geht es darum, Kompetenzen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenzuführen, kreative Ideen zu entwickeln, konsequent weiterzudenken und die Ideen zügig in die Tat umzusetzen. Das future lab ist aber noch mehr: Es ist eine Bewegung und der Beginn einer neuen zukunftsweisenden und modernen Kultur bei Schenck Process, die immer den Nutzen für den Kunden in den Vordergrund stellt. So werden mit der Einrichtung eines future lab traditionelle Strukturen eines Maschinenbauers aufgebrochen und eine neue smart-Denke hält Einzug ins Unternehmen und hat als erstes Produkt eine App entwickelt, die auf simple Weise die Kontrolle einer Maschine beim Kunden erlaubt.
Die Jury zeigte sich beeindruckt von diesem wegweisenden Ansatz in den Kulturwandel der digitalen Transformation und der kurzen „Time-To.Market“, von nur drei Monaten bis zur marktreifen App für eine elektronische Zustandsmessung von Siebmaschinen.


Die Fotos der Gewinner können Sie hier runterladen: https://www.flickr.com/photos/53497227@N06/albums/72157678786642721 Fotonachweis: Gerd Scheffler/HESSENMETALL

M+Eine Zukunft 2015/16

Samson AG, Frankfurt

OPPORTUNITEAM

Sieger in der Kategorie Administration und Personalmanagement

Die Azubis von OPPORTUNITEAM mit ihrem Ausbildungsleiter.

Die Auszubildenden Maren Gilzinger, Thomas May, Emmanuel Rosenkranz, Lisa Schleifenbaum gründeten eine eigene Übungsfirma, deren gesamten Erlöse in den Aufbau eines Ausbildungszentrums in einem Entwicklungsland fließen. Erzielt werden diese Einnahmen durch den Verkauf von selbst hergestellten Produkten wie zum Beispiel einer Spänelampe, die das Team in Zusammenarbeit mit der Lehrwerkstatt und anderen Partnern im Unternehmen produziert. Aktuell steht die Erschließung neuer Vertriebswege innerhalb und außerhalb des Unternehmens auf dem Programm.

JURYVOTUM: „Die Gründung einer Übungsfirma mit Produkten, die im Ausbildungsbereich von Samson entstehen, halten wir für eine doppelt innovative Idee. Sie lehrt zum einen Unternehmertum ganzheitlich von Produktentwicklung bis Vertrieb und übersetzt zum anderen Ausbildung in Entwicklungshilfe.

horizont group GmbH, Korbach

Aus heiß mach kalt - Energieoptimierung im Produktionsprozess

Sieger in der Kategorie Kategorie Produktionsablauf und Logistik

Die Gewinner von horizont mit ihrem Ausbildungsleiter.Fabian Martin, Werner Bodnar, Miriam Goldbach, Maike Becker und Guido Kesting ist es gelungen, den Prozess in der Bakenproduktion, bei dem Rohmaterial mit elektrischer Energie erhitzt und dann wieder gekühlt werden muss, zu optimieren. Mittels einer Absorptions-Kältemaschine gelingt es, dass möglichst wenig Energie verlorengeht. Das Konzept beeindruckte nicht nur die Geschäftsführung von horizont, die inzwischen die Umsetzung beschlossen hat, sondern auch die Jury.

JURYVOTUM: „Das Projekt überzeugt wegen seiner ökonomischen und ökologischen Innovation. Die Amortisationsrechnung ist lückenlos: jährliche Ersparnis von 7.560 Euro, Berücksichtigung und Beantragung von BAFA-Förderung und Realisierung von CO2-Reduktion waren die herausragenden Argumente für diese Projektidee.

Neuschäfer Elektronik GmbH

Fino Lino 1512

Sieger in der Kategorie Einzelne Produkte und Dienstleistungen

Neuschäfer-Azubis bringen neue Lampe auf den Markt.Die Auzubildenden Nick Spohr und Alexandros Tsiouplis entwickelten komplett eigenständig die innovative Lampe Fino Lino 1512. Das neu gestaltete Produkt verfügt über flexible Einstellungsmöglichkeiten, integrierte USB-Anschlüsse und zwei unterschiedliche Beleuchtungsarten. Individuelle Gestaltung durch eine persönliche Fräsung und geringer Stromverbrauch sind weitere Eigenschaften des Produktes. Zudem wurde eine eigene Verpackung gestaltet und hergestellt sowie eine Marketingstrategie für die Lampe entwickelt.

JURYVOTUM: „Die Produktinnovation überzeugte wegen des ganzheitlichen Konzeptes. Sie bietet drei Funktionen in einem und verbindet modernes Industriedesign mit der Kreativität von Neuschäfer.

Hexagon Metrology GmbH, Wetzlar

Messtechnikparcour

Sieger in der Kategorie Dual Studierende

Die Dual Studierenden bei Hexagon geben der Ausbiludung den letzten Schliff.Angelika Ciupa, Lukas Kaps, Daniel Potiska und Dominik Schneider entwickelten einen neuartigen Messtechnikparcour. Dieser soll neue Auszubildende oder Studierende schnell mit allen Abteilungen des Unternehmens vertraut machen und die persönlichen Kontakte fördern. Auf diese Weise gelingt es, neue Beschäftigte schnell zu integrieren, über alle Bereiche des Unternehmens zu informieren und zum Networking anzuregen. Dieses Konzept soll in der Zukunft an kommende Generationen von Auszubildenden und Trainees weitergegeben werden und so die Nachhaltigkeit sichern.

JURYVOTUM: „Die Idee, die Auszubildenden den gesamten Wertschöpfungsprozess des Unternehmens an zwei Tagen durchlaufen zu lassen ist sehr sympathisch und innovativ. Besonders interessant war auch der Ansatz, den Transfer über das eigene Unternehmen hinaus in die mittelhessische Region weiter zu entwickeln.

M+Eine Zukunft 2014/15

Continental Automotive Werk Karben

Ergonomie am Arbeitsplatz - Hebehilfe für Lasten

Sonderpreis

Mit dem Projekt „Ergonomie am Arbeitsplatz - Hebehilfe für Lasten“ präsentierte die Auszubildende Inken Kestler wie auch im Continental-Werk Karben zukünftig schwere Lasten über eine weiter entwickelte Anakonda-Hebehilfe bewegt werden können. Dafür wird die Anakonda auf die vorherrschenden Bedingungen angepasst und optimiert. Per Knopfdruck hebt und senkt sich die Hebevorrichtung und der Mitarbeiter kann ohne Kraftaufwand die Last bewegen: Optimierte Ergonomie, kein Heben / Tragen / Ziehen mehr, nur Führen der Hebehilfe. Das Projekt: die Hebevorrichtung für Magazine zu konstruieren und ein Muster zu bauen.

JURYVOTUM: „Nach intensiver Beratung einigte sich die Jury darauf einen Sonderpreis auszuloben. Dieser wurde unter dem Titel „ Individuelle Innovationsleistung in Kombination mit erfolgreicher praktischer Umsetzung“ an Inken Kestler von Continental Automotive aus Karben vergeben. Ihre Idee bestand darin, die Ergonomie am Arbeitsplatz mithilfe einer Hebevorrichtung für Lasten maßgeblich zu verbessern.

ae group ag

Prüfvorrichtung für Vakuumventile

Sieger in der Kategorie Studierende

Mit der Entwicklung und dem Bau einer Prüfvorrichtung zur Funktionsprüfung gewarteter oder instandgesetzter Vakuumventile vom Typ AVC 040 PA wollen die angehenden Ingenieure von ae group ag verhindern, dass Mängel an Vakuumeckventilen übersehen werden. Bisher mussten die Ventile wöchentlich gewartet und gereinigt werden. Dabei wurden vielfach Mängel übersehen, weil es keine Prüfvorrichtung gab. Mit der nun entwickelten und realisierten Prüfstation ist gewährleistet, dass keine fehlerhaften Ventile in die Vakuumanlage eingebaut werden und das Unternehmen kann Kosten einsparen.

JURYVOTUM: „Die Nachwuchskräfte der ae group ag beeindruckten die Jury mit ihrem Projekt besonders, da es ihnen gelungen ist einen neuen Standard für die Überprüfung von Vakuumventilen einzuführen. Mit ihrer Idee hatten die dualen Studenten den Status einer Innovation bereits überschritten und die Projektidee, die ursprünglich aus der eigenen Belegschaft entwickelt wurden, umgesetzt.“

Bombadier Transportation GmbH

IBNM_mini (Impuls Betriebener Neodym Motor)

Sieger in der Kategorie Einzelne Produkte und Dienstleistungen

Der Auszubildende Till Künneke hat mit dem IBNM_mini (Impuls Betriebener Neodym Motor) den Versuch unternommen, eine zuverlässige, platzsparende und vor allem umweltfreundliche Energiequelle herzustellen. Der IBNM_mini beruht auf dem Prinzip der Abstoßung von gleich polig gegeneinander gerichteten Permanentmagneten. Wenn die Magnete im richtigen Winkel an Stator und Rotor des Motors montiert werden, entsteht eine kraftvolle Drehbewegung. Dazu wird das, durch den Prozess der Magnetisierung im Magneten gespeicherte Potential genutzt. Da die Koerzitivfeldstärke konstant absinkt wird der Magnet kontinuierlich schwächer und muss schließlich ausgetauscht - und recycelt - werden.

JURYVOTUM: „Das Team der Bombadier Transportation GmbH hat die Jury hier besonders mit seinem mutigen Denkansatz auf der Suche nach einer erfolgreichen Produktinnovation überzeugt. Hier wurde komplett neu gedacht und ein Prototyp eines Antriebs unter Verwendung einer neuen Energieidee entwickelt und umgesetzt. Selbst wenn das erste Modell noch nicht vollständig funktioniert, wünscht sich die Jury mehr von solch Innovationen im eigentlichen Sinn.“

Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG

Optimierung des Druckluftverbrauchs

Sieger in der Kategorie Produktionsablauf und Logistik

Die drei Auszubildenden der Firma Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG Helena Lippert, Maximilian Löwer und Florian Rusch stellten ihre innovative Idee zur Optimierung des Druckluftverbrauchs in der Produktion vor. Im Rahmen des Ausbildungskonzeptes durchlaufen die Auszubildenden verschiedene Produktionsbereiche. Dabei ist dem Team aufgefallen, dass es bei Reinigungsprozessen mit Druckluft extrem laut zugeht. Als Verursacher identifizierten sie Druckluftsterne und Druckluftvorhänge, die noch Optimierungspotenzial hatten. Durch die Installation von Düsen an den Druckluftsternen einerseits und einer Reduzierung der Düsen an den Druckluftvorhängen konnten Lärm und Druckluftverbrauch reduziert werden.

JURYVOTUM: „Welch enormes Potential die Minimierung von Druckluft beim Bearbeitungsprozess von Werkstücken hat, präsentierten die Auszubildenden von Fritz Winter und überzeugte damit die Jury. Bestechend waren die detaillierte Analyse der Problemfelder und die daraus abgeleiteten technischen Innovationen. Neben der enormen Kostensenkung gab es aber auch noch einen weiteren wesentlichen Effekt: die überragende Senkung der Lärmbelastung, die einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiter leistet.“

Schunk Dienstleistungsgesellschaft mbH

Tag der Qualität

Sieger in der Kategorie Administration und Personalmanagement

Unsortierte Werkbänke bei den Azubis, schadhafte oder kaputte Werkzeuge, verschwendete Ressourcen, Energieverschwendung in Arbeitspausen und fehlendes Verantwortungsbewusstsein störten das Azubi-Team von der Schunk Dienstleistungsgesellschaft mbH. An einem Arbeitsplatz zum Wohlfühlen, ohne unnötige Wege, Ressourcen schonend und Kosten sparend, sollten Motivation und Sicherheit gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen entwickelte das Team den „Tag der Qualität“, eine abwechslungsreiche, theoretische und praktische Schulung für die Auszubildenden.

JURYVOTUM: „Die Jury hat ein ganzes Bündel der präsentierten Idee beeindruckt. Neben der sehr systematischen Vorgehensweise überzeugte die große Nachhaltigkeit, die das Konzept anschlussfähig für zukünftige Projekte im Bereich Qualität macht. Auch die Tatsache, dass Auszubildende sehr frühzeitig mit dem Thema Qualität in Berührung gebracht werden, fand große Zustimmung in der Jury.
Als sehr innovativ stuft die Jury ein, dass viele bewährte Qualitätssicherungssysteme in dem Konzept „Tag der Qualität“ zum Tragen kommen.“


M+Eine Zukunft 2013/14

Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar

Aufbau eines Vakuumexperimentierkoffers

Sieger in der Kategorie Studierende

Die Studierenden der Pfeiffer Vacuum GmbH aus Aßlar, Sina Becker, Patrick Lange, Max Hergeth und Pascal Wielsch, demonstrierten einen Vakuumexperimentierkoffer, der in Schulen, Hochschulen und auf Messen eingesetzt werden kann. Die Nutzer des voll ausgestatteten Koffers, können Experimente verschiedener Schwierigkeitsgrade mit Vacuum durchführen, denn die Komplexität der enthaltenen Experimente kann leicht angepasst werden.

JURYVOTUM: „Das Team von Pfeiffer Vacuum stellte sich einer gesellschaftlichen Herausforderung. Es näherte sich der Aufgabe, Jugendlichen mit dem „Vakuumexperimentierkoffer“ verschiedene Schwierigkeitsgrade mit Vakuum nahe zu bringen. Dabei achteten sie darauf, dass dieser Experimentierkoffer didaktisch und modular aufgebaut und durch einen Pädagogen inhaltlich mitentwickelt wurde. Dass sich bereits junge Menschen in der Ausbildung für nachfolgende Generationen, mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel in technischen Bereichen einsetzen, fand große Sympathie bei den Jurymitgliedern.

Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, Stadtallendorf

Optimierung des Strahlrohrs am Beispiel eines Zylinderkopfes des Kunden Deutz

Sieger der Kategorie Studierende

Das Team der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, Stadtallendorf, Johanna Dickhaut, Alexander Michel, Daniel Biecker und Maximilian Löwer, präsentierte ein Projekt, das sich auf die Strahlversuche an einer Freistrahlkabine für Zylinderköpfe bezieht. Bisher wurden die Gussteile mit einem geraden Strahlrohr bearbeitet, was zu dem Problem führte, dass die Strahldüse aufgrund von geometrischen Gegebenheiten nicht optimal positioniert werden konnte. Um das Gussstück vollständig zu reinigen, musste es sehr lange bestrahlt werden, was zu Beschädigungen und zu erhöhtem Ausschuss führte. Eine Veränderung des Strahlrohres führte zu verringerten Durchlaufzeiten mit deutlicher Zeit- und Kosteneinsparung und einem schonenderen Bearbeiten der Gussstücke.

JURYVOTUM: „Das Team Fritz Winter stellte sich einer betrieblichen Herausforderung. Die Nachwuchskräfte von Fritz Winter reichten einen einfachen Verbesserungsvorschlag für die betrieblichen Abläufe mit großer Wirkung ein. Die bis dato durchgeführten Strahlversuche wurden gründlich analysiert. Die Verbesserung führte zu effizienteren Produktionsabläufen, eine Einsparung von 20 Prozent beim Strahlaufwand wurde erreicht. Der Vorschlag wurde außerdem bereits zum Patent angemeldet.

Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, Stadtallendorf

Vom Schüler zum Azubi - Nachwuchsfindung bei Fritz Winter

Sieger der Kategorie Administration und Personalmanagement

Das Projekt „Vom Schüler zum Azubi - Nachwuchsfindung bei Fritz Winter“, das von den drei Auszubildenden Lorena Schmitt, René Runge und Ömer Yildiz der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf umgesetzt wurde, verfolgt fünf Ziele: Kernberufe für Schüler interessanter machen, Begeisterung wecken, die Bewerberzahl steigern, eine frühzeitige Bindung an das Unternehmen herstellen und das bestehende Bewerbungssystem verändern. Das Konzept führt talentierte Schüler über mehrere Stufen an Berufe und Unternehmen heran: vom Infotag an der Schule, über den jährlich durchgeführten „Tag der Ausbildung“, die „Nacht der Gießereiberufe“, ein Praktikum bei Fritz Winter bis zum Ausbildungsvertrag.

JURYVOTUM: „Die Nachwuchskräfte von Fritz Winter überzeugten mit ihrem Projekt „Vom Schüler zum Azubi“, mit dem sie die Kernberufe „Gießereimechaniker“ und „Technischer Modellbauer“ für Schüler interessanter gestalten wollten. Die Wahl fiel auf diese Berufe, da beide bisher wenig bei Schülern bekannt sind und es immer wieder Probleme gibt, Azubis für diese Berufe zu finden. Zunächst hatte das Team die Berufe in ausgewählten Schulen vorgestellt. In der „Nacht der Gießereiberufe“, die das Team eigens für das Projekt initiiert hatte, konnten sich interessierte Schüler genauer vor Ort bei Fritz Winter über die Berufe informieren. 20 Schüler bewarben sich anschließend für ein Praktikum und haben die Chance auf einen späteren Ausbildungsplatz. Die Jury lobte, dass dieses Projekt bereits mit überzeugenden ersten Erfahrungen umgesetzt wurde und es an bereits bestehende Nachwuchsinitiativen anknüpft.“

Georg Sahm GmbH & Co. KG, Eschwege

Tubecut

Sieger der Kategorie Produktionsablauf und Logistik

In der betriebseigenen Montage werden durch neue Produkte regelmäßig unterschiedliche Losgrößen an Pneumatikschläuchen benötigt. Die drei Auszubildenden René Rimbach, Marco Dietrich und Nick Degenhardt der Georg Sahm GmbH & Co. KG, Eschwege, haben mit dem „Tubecut“ eine Maschine entwickelt, die den Abläng- und Schneidvorgang vollautomatisch ausführt. Durch die innovative Lösung können Kosten für das Unternehmen eingespart und so den Mitarbeitern mehr Zeit für andere Projekte verschafft werden.

JURYVOTUM: „Mit dem Projekt haben die Auszubildenden der Georg Sahm GmbH & Co. KG eine überzeugende Rationalisierungsinvestition für alle Bereiche getätigt, die jeder Mitarbeiter mit einem einfachen Bedienkonzept anwenden kann. Die Präsentation war vielseitig, kreativ und ansprechend. In einem einleitenden Rollenspiel erklärten die Jugendlichen nachvollziehbar, wie die Schnittstelle Mensch/Maschine funktioniert. Der „Tubecut“ ersetzt mühsame Handarbeit durch eine pragmatische, maschinelle Lösung.“

 

Sirona Dental Systems GmbH, Bensheim

 

„Darwins Evolution“

Sieger der Kategorie einzelne Produkte und Dienstleistungen

Die vier Auszubildenden Maxim Iwanenko, Jan Eckert, Alexander Petersen und Maade Duncan der Sirona Dental Systems GmbH, Bensheim, stellten den Dauerversuchsaufbau „Darwins Evolution“ vor. Der Versuch verkürzt die Durchlaufzeit der Belastungstests, die ein Zahnarztstuhl durchlaufen muss, von 800 auf 80 Tage und somit um 90 Prozent. So kann eine Serienproduktion schneller erfolgen und der Kunde schnellstmöglich mit höchster Qualität beliefert werden. Dadurch können mögliche Nachbesserungen vermieden, Kosten eingespart und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden.

JURYVOTUM: „Die Innovationsidee war durchgängig durchdacht und überzeugend dargestellt, die Reduktion der Gesamtdauer der Testphase eines Zahnarztstuhls um 90 Prozent überaus beeindruckend. Besonders überzeugte der eingesetzte Technologiewechsel, von einem Elektromotor auf eine Hydrauliklösung.“

M+Eine Zukunft 2012/13

Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf

„Save Move Robotik Integration“

Sieger Kategorie Produktionsablauf & Logistik

Die vier Auszubildenden der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf verschafften sich mit dem Projekt „Save Move Robotik Integration“ Respekt. Initiator für das Projekt war ein Großauftrag von mehr als 500.000 speziellen Bremsscheiben, der Lisa Winter, Lisa Otte, Stefan Thiermann und Maximilian Vorberg veranlasste nach einer Möglichkeit zu suchen, den Auftrag annehmen zu können. Die Abwägung der technischen und personellen Möglichkeiten das Produkt zu mit einem akzeptablen Preis anbieten zu können, führten zur Arbeitsteilung Mensch & Roboter und zu zusätzlichen Arbeitsplätzen.

JURYVOTUM: „Die Fritz Winter Eisengießerei hat es geschafft, Großaufträge für Kunden in einer Arbeitsteilung Mensch und Roboter zu lösen, die vorher nicht möglich war. Hätte man solche Großaufträge ausschließlich mit neuen Arbeitskräften abarbeiten wollen, wäre diese Kalkulation zu teuer geworden. Hätte man sie automatisiert durchgeführt, wäre sie nicht mit den industriellen Abläufen in Einklang zu bringen gewesen. Deshalb ist diese Kombination aus Robotik und neuen Arbeitskräften eine ideale Lösung für mehr Umsatz und mehr Beschäftigung.“

Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf

„Ergonomisches Mehrschichtmodell“

Sieger Kategorie Studierende und Trainees

Das Team der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf hat ein Mehrschichtmodell für eine ergonomische Arbeitsweise entwickelt. Die erfreulich gute und lange anhaltende Auftragslage erfordert von allen Beschäftigten außergewöhnlich hohes Einsatz- und Leistungsvermögen. Dies kann auf Dauer nicht durchgehalten werden, ohne Nebenwirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten. Zur Lösung haben die Trainees Karolin Hackenberg, Daniel Biecker, Fabian Gies und Robert Powilleit ein ergonomisches Mehrschichtmodell entwickelt.

JURYVOTUM: „Das ergonomische Mehrschichtmodell von Fritz Winter folgt neuen Erkenntnissen der Schlafforschung, stellt die Schichten um, führt eine vierte Schicht ein, ermöglicht dadurch die Abarbeitung der hohen Auftragsbestände, mehr Umsatz und letzten Endes eine längere Laufzeit der Maschinen. Und den Mitarbeitern verschafft das Modell mehr Freizeit.“

Sirona Dental Systems GmbH aus Bensheim

„Manufacturing Excellence – SCHIENENWAGEN“

Sieger Kategorie Produktionsablauf & Logistik

Die Auszubildenden entwickelten einen Transportwagen für den Transport der Gestelle von Röntgengeräten. Die rund 40 Kilo schweren Teile mussten bisher von Hand ausgebaut und an den Anfang der Fertigungsstraße gebracht werden. Der neue Transportwagen entlastet die Mitarbeiter und vereinfacht die Lagerung der Gestelle.

JURYVOTUM: „Der Schienenwagen der Sirona Dental Systems ermöglicht einen ergonomischen Transport von Röntgengeräten. Diese Lösung bringt eine physische Entlastung der Mitarbeiter und optimiert die Lagerung. Auch hier ein doppelter Gewinn!“

Präwema Antriebstechnik GmbH, Eschwege

"Prägeband für Metallplättchen"

Sieger Kategorie: Einzelne Produkte und Dienstleistungen

Die vier Auszubildenden Thomas Pokrzywinski, Niklas Brandecker, Matthias Synowski und Marcell Dittrich der PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH aus Eschwege entwickelten ein neues automatisiertes Prägeband für Metallplättchen. Das Prägeband ermöglicht ein schnelleres, effizienteres und weniger gesundheitsschädliches Arbeiten.

JURYVOTUM: „Die Prägemarken-Maschine des Unternehmens PRÄWEMA ist bereits verkauft. Das Prägeband automatisiert einen bislang per Hand umgesetzten Einzelprozess maschinell und vermeidet dabei die Produktion von Metallspänen und den Kontakt mit chemischen Reinigungsmitteln. Eine enorme Erleichterung für die tägliche Arbeit und Gesundheitsschutz zugleich.“

Viessmann Werke GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder)

Projekt „Total flow Factory - Die Viessmann Lernfabrik”

Sieger der Kategorie Administration und Personalmanagement

Die vier Auszubildenden der Viessmann Werke GmbH & Co. KG aus Allendorf (Eder) präsentierten ihr Projekt „Total flow Factory - Die Viessmann Lernfabrik”. Da Auszubildende in kaufmännischen und technischen Berufen das Unternehmen und die Abläufe meist nur aus ihrer fachlichen Perspektive kennen lernen, war es dem Team ein Anliegen ein vertieftes Verständnis um die gesamten Arbeitsabläufe zu vermitteln. Dies ist wichtig, damit jeder Einzelne weiß, wie Prozesse ineinander greifen und was gegebenenfalls notwendig ist, wenn ein standardisiertes Vorgehen nicht möglich ist. Die Viessmann-Lernfabrik soll dieses Verständnis künftig ermöglichen.

JURYVOTUM: „Bisher noch nicht da gewesen ist die ganzheitliche Zusammenführung aller technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe in eine einheitliche synchronisierte Lernfabrik. Ausgezeichnet wurden deshalb die Idee und die Umsetzung eines Lehrmodells, das alle Beteiligten zu einer ganzheitlichen Sicht auf die komplette Wertschöpfungskette anhält. So wird gewährleistet, dass jeder Einzelne immer den gesamten Prozess im Auge hat.”