M+E-Industrie sorgt für 8 Mio. Arbeitsplätze

Strukturbericht 2017 macht große gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Metall- und Elektro-Industrie deutlich

Die Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) ist mit rund 3,9 Millionen Beschäftigten das Herz der Wirtschaft. Doch von dieser Branche hängen noch viele weitere Arbeitsplätze ab. Das zeigt der neue M+E-Strukturbericht 2017, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Auftrag von Gesamtmetall erstellt hat.

Erstmals wurde der gesamtwirtschaftliche Einfluss der M+E-Unternehmen untersucht. Ergebnis: Insgesamt sorgen die M+E-Unternehmen für mehr als 21 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung. Das sind etwa 600 Milliarden Euro im Jahr. Zudem hängen an der M+E-Wirtschaft 18 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland – also rund acht Millionen Beschäftigte.
Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des IW Köln: „Deutschland und Europa profitieren von der Exportorientierung und Drehscheibenfunktion der deutschen Metall- und Elektro-Industrie, die für weiter steigende Beschäftigung und Innovation sorgt.“

Der Bericht macht deutlich, wie wichtig eine dynamische M+E-Industrie für die deutsche Wirtschaft ist. Doch wird es für die Unternehmen immer schwieriger, produktiv zu wirtschaften. Beispiel Arbeitskosten: Nur drei europäische Länder – Dänemark, Belgien und Schweden – liegen über dem deutschen Niveau. Arbeit ist in der Industrie inzwischen so teuer, dass Investitionen in den Aufbau neuer Kapazitäten fast ausschließlich im Ausland stattfinden, und zwar vor allem aus Kostengründen. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode wurden reihenweise politische Entscheidungen getroffen, die die Sozialausgaben auf Rekordniveau getrieben haben. Die Rente mit 63 und die Mütterrente sind beste Beispiele dafür.

Die Erwartungen der M+E-Industrie an die Politik in der nächsten Legislaturperiode seien deshalb klar, so Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger: „Die Sozialversicherungsbeiträge müssen bei maximal 40 Prozent gedeckelt werden. Jeder Cent, der ausgegeben wird, muss erst einmal verdient werden. Jeder zusätzliche Anstieg der Arbeitskosten gefährdet das Fundament, auf dem das gesamte System steht. Eine Regierung, die die 40-Prozent-Grenze preisgibt, sendet ein absolut negatives Signal an alle, die Investitionsentscheidungen treffen müssen.“

Den kompletten  M+E-Strukturbericht 2017 als pdf-Datei.

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Ulrich Kirsch

Dr. Ulrich Kirsch
Geschäftsführer Kommunikation und Presse