Tarif Aktuell
Tarif
Die tarifpolitische Zielsetzung
Mehr Wettbewerbsfähigkeit durch mehr betriebliche Eigenverantwortung ist die tarifpolitische Zielsetzung von HESSENMETALL. Die Tarifvertragsparteien müssen sich daran messen lassen, wie sie den Strukturwandel der M+E-Industrie unterstützen. Nicht das Bewahren traditionell gewachsener Positionen ist das Gebot der Stunde, sondern der Aufbruch zu Themen wie Flexibilisierung, Differenzierung und größere Betriebsnähe.
Tarifvereinbarung vom 17. Februar 2004
Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg der modernen Tarifpolitik war die Tarifvereinbarung vom 17. Februar 2004 (sogenannter "Pforzheim-Prozess"). HESSENMETALL unterstützt seine Mitgliedsunternehmen bei der Abweichung von tariflichen Mindeststandards in betrieblichen Bündnissen und berät bei der Nutzung der Spielräume für längere Arbeitszeiten und Kosteneinsparungen. Es lohnt sich, diese zwar komplizierten, aber auf deutlich größere Betriebsnähe ausgelegten Regelungen des neuen Tarifvertrages genauer zu betrachten, sie als Chance zu sehen und zu nutzen.
Entgeltrahmenabkommen (ERA)
Das größte Modernisierungsprojekt im Tarifgeschehen der Metall- und Elektroindustrie ist die Umsetzung des neuen Entgeltrahmenabkommens (ERA). Es geht vor allem darum, die Chance einer Neubewertung der Arbeitsaufgaben zu nutzen. HESSENMETALL unterstützt die Mitgliedsunternehmen mit intensiver arbeitswissenschaftlicher Beratung bei der Neubewertung der Arbeitsaufgaben, bei Strukturveränderungen im Grundentgelt und im Leistungsentgelt und bei der Überprüfung der Kostenneutralität der ERA-Einführung. Das Entgeltrahmenabkommen ist mit einem einheitlichen Entgelt- und Leistungsbewertungssystem ein wirkliches “Jahrhundertwerk” und einer der wesentlichen Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der M+E-Branche.