Staatssekretär Hirschler ehrt 10 beste Hessen bei der 43. Internationalen Physik-Olympiade

Erfolgreiche Kooperation mit Hessenmetall und Schunk Group - MINT-Nachwuchs dringend gesucht

20.01.2012
unbenannt-111.jpgWiesbaden/Frankfurt/Heuchelheim. Staatssekretär Dr. Herbert Hirschler, Gerhard Federer, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group, und Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Hessenmetall zeichneten heute die zehn besten Hessen der 43. Internationalen Physik-Olympiade im Rahmen einer Feierstunde bei der Schunk Group in Heuchelheim aus. Bei diesem Wettbewerb bearbeiten Schülerinnen und Schüler freiwillig anspruchsvolle Physikaufgaben und stellen ihre Kompetenz unter Beweis. Die besten Physik-Schüler Hessens werden in den nächsten Runden gegen andere Bundesländer antreten um ein fünfköpfiges Deutschlandteam auszuwählen, das vom 15. bis 24. Juli 2012 in Tallinn & Tartu gegen Teams aus der ganzen Welt antritt.
Die hessischen Physik-Olympioniken, 43. Internationale Physik- Olympiade (IPhO):


Alexander Matei, Ricarda-Huch-Schule, Dreieich
Philipp Risius, Liebigschule, Gießen
Patrick Bieker, Christian-Wirth-Schule, Usingen
Johannes Weis, Martin-Luther-Schule, Rimbach
Clemens Borys, SFZ Nordhessen, Kassel
Farbod Enayat Bakhsh, Ernst-Ludwig-Schule, Bad Nauheim
Marcel Schröder, Alte Landesschule, Korbach
Stefan Holzapfel, Alte Landesschule, Korbach
Tobias Blum, Gymnasium Philippinum, Weilburg
Tim Achenbach, Alte Landesschule, Korbach


Hirschler, Federer und Fasbender waren sich einig über die große Bedeutung der mathematisch-naturwissenschaftlich-ingenieurwissenschaftlich-technischen Fächer (MINT) für Wachstum und Wohlstand der hessischen Gesellschaft und Wirtschaft. Hirschler verwies auf viele erfolgreiche Programme der Landesregierung. Fasbender berichtete von zunehmenden Besetzungsschwie­rigkeiten beim naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs in der Metall- und Elektroindustrie. Federer illustrierte die hohe Bedeutung von Technikern für sein Unternehmen, das allein 200 junge Menschen ausbildet.


„Den besten Hessen der Internationalen Physik-Olympiade gratuliere ich ganz herzlich zu ihrem großartigen Erfolg. Sie haben in einem schwierigen Auswahlverfahren ihre vorbildlichen natur­wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis gestellt“, sagte Kultus-Staats­sekretär Dr. Herbert Hirschler. Hirschler verwies auch auf die Bedeutung der MINT-Fächer im hessischen Schulalltag von der Grundschule bis hin zum Abitur. „In den neuen Kerncurricula nehmen MINT-Inhalte im Sachkundeunterricht der Grundschule einen breiten Raum ein und in der gymnasialen Oberstufe belegen immerhin 25 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine der drei Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) als Leistungsfach. Damit liegt Hessen weit über dem Bundesdurchschnitt von 16, 5 Prozent“, so Hirschler. Ziel sei, die Naturwissenschaften weiter zu stärken. So gebe es über die schulischen Aktivitäten hinaus derzeit aktuell drei neue MINT-Initiativen in enger Kooperation zwischen dem Hessischen Wirtschaftsministerium, der Bundesagentur für Arbeit und dem Hessischen Kultusministerium. Dazu gehören MINT-Ferien­camps speziell für Mädchen.


Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer Hessenmetall, beglückwünschte die Schüler zu ihrem Erfolg: „Hier an die Spitze zu kommen erfordert disziplinierte Leistung, Mut zum Wettbewerb und Durchhaltevermögen. Mit diesen Eigenschaften und Ihrem erwiesenen Talent für Physik werden Sie unter einer großen Auswahl interessanter Ausbildungs- und Studienplätze wählen können, gerade auch bei unseren 520 Mitgliedsunternehmen aus der hessischen Metall- und Elektro­industrie. Sie ist mit 60 Mrd. € Jahresumsatz und 210.000 Beschäftigten der größte hessische Wirtschaftszweig. Sie ist hoch innovativ, umfassend international aufgestellt und mit einem Jahresdurchschnittsgehalt von über 46.000 € auch ein gut entlohnender Arbeitgeber.“ Eine aktuelle Umfrage habe bereits jetzt steigenden Bedarf und einen massiven Mangel im natur­wissenschaftlich-technischen Bereich festgestellt: 37 Prozent der Unternehmen können ihre Akademiker-Positionen nicht mehr planmäßig besetzen, 35 Prozent ihre Fachkräfteplätze und noch fast ein Fünftel die Ausbildungsstellen. „Allerbeste Berufschancen also für Olympiasieger der Physik – aber auch für alle anderen Sportler, die MINT wettbewerbsorientiert angehen.“

Gerhard Federer, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group in Heuchelheim, belegt den hohen Bedarf an gut qualifiziertem Nachwuchs im eigenen Unternehmen: „Zum Beginn des Ausbildungsjahrs 2011 starteten an unseren mittelhessischen Standorten in Heuchelheim, Wettenberg und Reiskirchen 46 Auszubildende ihre Berufskarriere. Damit ab­solvieren in den mittelhessischen Schunk-Unternehmen über 200 Auszubildende eine Ausbildung in einem technischen oder kaufmännischen Beruf. Gleichzeitig bilden wir auch junge Leute in dualen Hochschul-Studiengängen aus und bieten einer Vielzahl von Studenten die Möglichkeit, ihre Praktika und Abschlussarbeiten u. a. in den Bereichen Ingenieur- und Materialwissen­schaften, Chemie, Fertigungstechnik, Elektrotechnik und BWL bei uns und mit uns zu verwirk­lichen. Wir brauchen interessierte und begabte junge Menschen, damit wir in Deutschland auch weiterhin erfolgreich bleiben können.“


Weitere Informationen zur Physik-Olympiade im Internet unter:

http://www.ipn.uni-kiel.de/projekte/ipho/


Fotogalerie der Siegerehrung:

 



Siegerfoto Druckqualität: 


Gruppenfoto
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Gruppenfoto 2

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Sieger Alexander Matei

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Video der Preisverleihung:




Rückfragen richten Sie bitte an:
Horst-Günter Herold, Leiter Pressestelle, Hessisches Kultusministerium Tel.: 0611 368-2006
Dr. Ulrich Kirsch, Leiter Kommunikation und Presse, Hessenmetall Tel.: 069 95808-150
Jörg Steiper, Hessischer Beauftragter für die Internationale Physik-Olympiade Tel.: 0561-102185



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