In der Kategorie
Administration und Personalmanagement schaffte es die Adam Opel AG aus Rüsselsheim mit ihrem Trainee Market auf Platz 1. In der Kategorie
Produktionsablauf und Logistik gelang der Firma Samson aus Frankfurt mit ihrer Neukonstruktion eines bestehenden Montagebocks der Sprung auf die Spitze des Siegertreppchens. Und bei
"Einzelne Produkte und Dienstleistungen" hatte Pfeiffer Vacuum aus Asslar mit selbstgedrehten Utility Filmen die Nase vorn. "Wer sich hier als Team von Neulingen mit einem umsetzbaren Innovationsprojekt durchsetzt, der zeigt, dass er das Prinzip des Wettbewerbs verstanden hat, den unsere Unternehmen jeden Tag in den globalen Märkten bestehen müssen: Die Teams haben nicht nur eindrucksvoll Ihr Leistungspotenzial gezeigt, sondern auch, dass der Wirtschaftsstandort Hessen für die Zukunft auf Ihren Unternehmergeist und Ihre Kreativität zählen kann. Solche hervorragenden Ideen sind bei uns in der Metall- und Elektro-Industrie ganz besonders gefragt. Denn zu uns, als größter hessischer Industrie, gehören die Autoindustrie, der Maschinenbau, die Elektroindustrie und sieben weitere Branchen, in denen Ingenieursleistungen eine außerordentliche Rolle spielen. Doch "Innovation" meint nicht nur neue Technik für neue Produkte. Einen wichtigen Beitrag für Produktivität und Wachstum leisten auch frische Ideen für die innovative Organisation, innovative Kombinationen von bestehenden Produkten und Dienstleistungen sowie Innovationen von Betriebs- und Produktionsprozessen. All das haben wir heute hier von den Azubis präsentiert bekommen", lobte Professor Dieter Weidemann, Vorstandsvorsitzender von HESSENMETALL.
Für das Gewinner-Team Administration und Personalmanagement der Adam Opel AG, die
über 15.500 Mitarbeiter und 1.000 Auszubildende beschäftigt, präsentierten Stefanie Bieg, Carina Schweikhard, Julia Rupp und Julien Steinke ihren Trainee Market. Diese Datenbank ermöglicht es dem Unternehmen die eigenen Auszubildenden als passgenauen Personalersatz in die verschiedenen Fachabteilungen zu vermitteln. Eine umfassende Übersicht über Fähigkeiten und Qualifikationen der Azubis dient als Grundlage, um die Arbeit eines beispielsweise erkrankten Mitarbeiters schnell und unkompliziert auffangen zu können.
Für die Gold-Mannschaft Produktionsablauf und Logistik der Samson AG, bekannter Hersteller von Reglern ohne Hilfsenergie aus Frankfurt, konstruierten Alin Bittner, Lukas Bös, Thorsten Schneider und Sascha Schmidt einen bereits bestehenden Montagebock neu. Hierbei standen nicht nur die verbesserte Bedienung für den Mitarbeiter im Vordergrund, sondern auch eine signifikante Verbesserung der Bedienungssicherheit.
Für die Spitzenreiter in der Kategorie Einzelne Produkte und Dienstleistungen von Pfeiffer Vacuum, einem der führenden Hersteller von Vakuumpumpen aus dem mittelhessischen Asslar mit fast 1.000 Mitarbeitern, entwickelten Meike König, Alena Bölzer, Lisa Weichl und Oxana Pozdeev sogenannte "Utility Filme". Diese kurzen Videoclips kommen fast gänzlich ohne Sprache aus und erläutern dem Mitarbeiter auch komplexe Tätigkeiten auf anschauliche Weise. Die schrittweise Darstellung ermöglicht so die Vermeidung von Missverständnissen, speziell über Sprachbarrieren in der internationalen Kommunikation hinweg.
In dieser Kategorie wurde zudem ein Sonderpreis an das Team von Continental Automotive Bebra vergeben, die mit ihrer Qualitätsverbesserung einer Drosselklappe durch die Vermeidung von Dimensionsschwankungen beim Spritzgießprozess als einziges Trainee-Team angetreten waren.
"In einem Wettkampf kann es immer nur einen Sieger geben. Aber alle Teams, die ihre Ideen heute hier vorgestellt haben, haben uns in der Jury überzeugt. Überzeugt davon, dass Ihre Idee von großem Nutzen für Ihr Unternehmen ist – und sicher für einige weitere Unternehmen sein könnte. Überzeugt davon, dass Sie über sehr beeindruckende Potenziale verfügen und überzeugt davon, dass Ihre ganze Firma sehr stolz auf Sie sein kann – und auf sich, weil Sie sich für dieses Unternehmen entschieden haben", bilanzierte Weidemann.
Im aktuellen Wettbewerb hatten sich 26 Teams angemeldet; letztes Jahr waren es schon 25 und zu Beginn, im Jahr 2008 waren 18 Teilnehmer angetreten. Ein Beteiligungsgrad, mit dem wir sehr zufrieden sind, denn immer bildeten wichtige Unternehmen aus allen Branchen die hessische M+E-Industrie gut ab. Und immer waren die Innovationsvorschläge außerordentlich beeindruckend.

Alle Sieger auf einen Blick...
Die einzelnen Siegerteams:




Die
Wettbewerbsteilnehmer:
Finalisten in der Kategorie „Administration und Personalmanagement“
Nicole Oswald (Industriekauffrau) und Marie-Luise Trutschel,
(Industriekauffrau), betreut von Beate Roos (Personalverantwortliche)
stellten Ideen zur Verbesserung des betrieblichen Vorschlagswesens für
Rolls
Royce Deutschland in Oberursel vor.
Stefanie Bieg, Carina Schweikhard, Julia Rupp (Kauffrauen für
Bürokommunikation) und Julien Steinke (Fachkraft für Lagerlogistik),
betreut von Karl-Heinz Groß (Ausbilder), präsentierten mit “Trainee
Market” eine Datenbank zur kurzfristigen Vermittlung von passgenau
qualifizierten Auszubildenden in einzelne Fachabteilungen der
Adam
Opel AG.
Tobias Steimel (Werkzeugmechaniker), Nicole Gans (Industriekauffrau),
Cafer Bulut und Aurel Häsing (beide Industriekaufmann) betreut durch
Teamcoach Christina Werner, stellten mit dem Erste Hilfe Paket „First
Aid Kit“ einen Kultur- und Freizeit-Wegweiser für die Gäste am Standort
der
AKG Thermotechnik GmbH & Co. KG Herborn vor.
Finalisten in der Kategorie „Produktionsablauf & Logistik“
Alin Bittner, Lukas Bös, Thorsten Schneider (Industriemechaniker) und
Sascha Schmidt (Mechatroniker), unterstützt von Helmut Klamer
(Ausbilder), überzeugten mit der Neukonstruktion eines bestehenden
Montagebocks für die im Unternehmen produzierten „Regler ohne
Hilfsenergie“. Das Team der
Samson AG, Frankfurt überzeugte nicht
nur mit der Komplexität der Idee, sondern auch durch die
sicherheitsrelevanten Optimierungen, die durch den neuen Montagebock
realisiert werden können.
Kay Rauber (Industriemechaniker), Florian Tröller, Benjamin Krutzky
(beide Zerspannungsmechaniker) und Jona Spangenberg (Werkzeugmechaniker),
betreut von Ausbildungsleiter Kai Bodin, qualifizierten sich für das
Finale mit dem Projekt „Tap Density“. Hierbei entwickelten die
Auszubildenden der
Schunk Sintermetalltechnik GmbH, Gießen eine
clevere Konstruktion, die eine gleichbleibende Materialdichte beim
Sinter-Prozess ermöglicht.
Christoph Grone, Christoph Klodner (beide Werkzeugmechaniker), Nadine
Döring und Isabel Merkwirth (beide Industriekauffrauen), betreut durch
Jürgen Fetters (Ausbilder) der
AKG Thermotechnik GmbH & Co. KG stellten
mit dem „Profil-Shaker“ ein eigenes Instrument vor, das Metallprofile
für die Materialbereitstellung automatisch sortiert und so dem
Unternehmen nicht nur Zeit sondern auch Geld spart.
Finalisten in der Kategorie „Einzelne Produkte und Dienstleistungen“
Vanessa Breitenbach, Mara Magdalena Kurjak (beide Industriekauffrauen)
und Jan Crummenauer (Industriekaufmann), unterstützt von Ausbilder
Thomas Kratz motivieren die Beschäftigten der
GKN Driveline
Deutschland GmbH mit „Projekt Lean - reagieren statt ignorieren“ mit
wenigen, gezielten Maßnahmen dauerhaft Energie einzusparen und die
Umwelt zu entlasten.
Bianca Siegmund (Industriekauffrau), Gianna Duthe (Technische
Zeichnerin) und Alexander Lenzing (Fertigungsmechaniker), gecoacht von
René Carrier, entwickelten zur Unterstützung der Kundenberater vor Ort
den “Modellwärmeaustauscher“. Dieser demonstriert dem Kunden plastisch,
welche der 2.500 Wärmetauscher-Varianten der
AKG Thermotechnik GmbH
& Co. KG für seinen Bedarf am besten geeignet ist.
Alena Bölzer (Industriekauffrau), Lisa Weichl (Kauffrau für Marketing
& Kommunikation), Meike König (Maschinenbau Studium) und Oxana
Pozdeev (Industriekauffrau), betreut von Bertram Weil (Ausbilder),
vermeidet Missverständnisse in der internationalen Kommunikation von
Handlungsschritten durch nahezu sprachfreie „Utility Filme“ für die
Produkte der
Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar“.
Markus Riemer, Benjamin George (beide BA-Engineering
Produktionstechnik), Eike Bachmann (Industriemechaniker) und Timothy
Schmitt (Elektroniker für Geräte und Systeme), betreut von Ausbilder
Reiner Hilmes, erreichten das Finale mit einer Qualitätsverbesserung
der Drosselklappe für
CONTINENTAL Automotive GmbH, Bebra. Diese
vermeidet Dimensionsschwankungen beim Spritzgießprozess.