21. HESSENFORUM
ZUR INNOVATION VERDAMMT!
Schöpferische
Unternehmer – kreative Unternehmen

(v.l.n.r. Franz-Josef Fischer, Dr. Michael Kassner, Martin Leutke, Dr. Jörg Wolfram Kremer, Rita Forst)

| Rita Forst,
Adam Opel GmbH, Geschäftsführerin Engineering, Rüsselsheim: Das Auto
der Zukunft – die Zukunft des Autos. |
Beim Paradigmenwechsel der Mobilität sei eine Million Elektrofahrzeuge
bis 2020 auf deutschen Straßen das Ziel. „Der Königsweg zur Realisierung
einer CO2-freien Mobilität ist freilich noch nicht gefunden. Aber man
muss jetzt beginnen“, sagt
Rita Forst, Geschäftsführerin Engineering der
Adam Opel GmbH. Zurzeit stünden wir vor einem großen technologischen
Umbruch, der gemanagt werden müsse. Zwei beherrschende Themen seien Opel
so wichtig, dass sie ganz besonders intensiv daran arbeiteten:
Alternative Antriebe und innovative Fahrzeugkonzepte. Das Engineering von Opel setze dabei auf das Konzept eines
Elektroantriebs mit konventionellem Verbrennungsmotor als
Reichweitenverlängerer wie beim Ampera. In ihm sieht Rita Forst die
richtige Antwort auf das, was heute geboten ist: Bei diesem
Elektroantrieb sorge ein zusätzlicher Verbrennungsmotor für Energie und
mehr Reichweite bei Überlandfahrt. Und doch weiß Rita Forst heute schon,
dass dies nur ein Zwischenschritt ist. „Ich kann mir vorstellen, dass
wir im Stadt- und Regionalbetrieb tatsächlich auf reine Elektroantriebe
setzen. Für längere Fahrten wird sich aber die Brennstoffzelle
durchsetzen“.

| Dr. Michael Kassner, Siemens AG, Region Mitte: Wie ist es
möglich, mit Umwelttechnik das Geschäft zweistellig zu steigern? |
Große Umstellungen gebe es auch bei den „grünen“ Technologien. Heute
noch die Vorboten einer so genannten „low carbon economy“ mit deutlich
geringeren CO2-Emissionen pro Wertschöpfungseinheit, würden sie schon
morgen allein aufgrund ihrer deutlich besseren Ressourceneffizienz die
Märkte bestimmen. „Siemens sind die, die Antworten geben. Die Siemens AG
gilt als der Inbegriff der klassischen deutschen Industrie. Heute ist
sie eines der größten Green Tech-Unternehmen der Welt. 23 Milliarden
Euro des 76 Milliarden umfassenden Gesamtumsatzes der Siemens AG
stammten 2009 bereits aus dem Umweltgeschäft“, sagte
Dr. Michael
Kassner, Siemens Geschäftsleiter Region Rhein Main in Frankfurt mit
10.000 Mitarbeitern. Siemens habe deutsche Industriegeschichte
geschrieben. Von der ‚Bank mit angeschlossener Elektroabteilung’ über
‚Wenn Siemens wüsste, was Siemens alles weiß’, habe Siemens den
Hauptdarsteller in den öffentlichen Diskursen zum wirtschaftlichen
Geschehen in Deutschland gegeben. In den letzten Jahren habe sich
Siemens wieder fundamental gewandelt. Nur diesmal habe die
Öffentlichkeit es kaum bemerkt. Eine marktgeleitete Dynamik sei entfacht
und eine Strategie entwickelt worden, die auf Pioniertum, integrierte
Lösungen aus einer Hand und Nachhaltigkeit setze.

| Franz-Josef Fischer, GF Gesellschafter Jäger Direkt & Co KG,
Reichelsheim: Wie funktioniert das mit der guten Stimmung? Die
Strahlemann-Initiative! |
Franz-Josef Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter der Jäger-Fischer
GmbH & Co. KG, Reichelsheim, ist davon überzeugt, „dass in jedem
Menschen Talente und ungeheure Potenziale stecken, die nur aktiviert
werden müssen“. Man müsse nur für ein wirkliches Miteinander sorgen –
wie in einer Familie. Der Erfolg gibt ihm recht. Gemeinsam mit seinem
Partner hat er aus einer Garagenfirma ein Unternehmen mit heute 170
Beschäftigten und einem Umsatz von 36 Millionen Euro gemacht, davon drei
Millionen in den Niederlanden und drei Millionen in Österreich. Als
Hersteller von elektrotechnischen Produkten hat Jäger Direkt sich auf
das Segment der Hausinstallation und der Baustelleneinrichtung
konzentriert. Die Mitarbeiter würden individuell gefördert und nach
ihren Stärken eingesetzt. Gemeinsam mit den Kunden würden neue Ideen
entwickelt und umgesetzt. Und gemeinsam engagiere man sich auch in
sozialen Projekten. Das verbinde und schaffe eine gemeinsame Haltung.
Selbst den Fußboden ziert die gemeinsame Devise: „Gut drauf.“ Fischer
hat ein Ziel klar im Blick: „Im Jahr 2020 wollen wir 100 Millionen
Umsatz und 500 Mitarbeiter haben.“ Fischer und sein Partner Jäger haben
dafür gesorgt, dass an der Realisierung dieses Ziels alle im Unternehmen
mitarbeiten. Früh hat man bei Jäger Direkt eine Mitarbeiterbeteiligung
eingeführt. Alle Mitarbeiter kennen die Zahlen. Jeder weiß, woran er
ist und kann selbst Einfluss nehmen.
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| Schlusswort
Prof.
Dieter Weidemann
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| Gemeinsame
Gespräche beim Abendessen |
Tagungsort
Steigenberger
Airport Hotel
Unterschweinstiege 16
60549 Frankfurt am Main
Tel.
069 6975-24 70