„Gerade in ländlichen Gebieten bindet man durch das duale Studium Fachkräfte an das Unternehmen und die Region. Dadurch verhindert man eine mögliche dauerhafte Abwanderung nach dem Studium in eine Großstadt. Insgesamt gibt es schon über 80 duale Studiengänge in Hessen für beinahe jeden Unternehmer und jeden Studieninteressierten findet sich der Weg zum Traumberuf“, ergänzt Diezemann.
Gerade hier in Nordhessen gibt es bereits eine sehr gut erschlossene Infrastruktur im Bereich des dualen Studiums: Das „Studium im Praxisverbund (StiP)“ der Universität Kassel, „StudiumPlus“ der Technischen Hochschule Mittelhessen mit Standorten in Bad Hersfeld, Bad Wildungen und Frankenberg sowie die dualen Studiengängen der Internationalen Berufsakademie und der Hessischen Berufsakademie bieten sowohl den Bildungsanbietern als auch der Wirtschaft große Lern- und Transfereffekte. Das duale Studium ist das Zukunftsmodell für die Fachkräfterekrutierung. Eine aktuelle Umfrage unter Unternehmen der M+E-Branche zeigt, dass 90% der Unternehmen das duale Studium erfolgreich einsetzen, um qualifizierten Nachwuchs im Unternehmen zu entwickeln“, kommentiert Prof. Dr. Alexander Bode, Leiter von „Duales Studium Hessen – vor Ort“.
„Duale Studiengänge bringen unsere Personalentwicklung wirklich weiter – junge Akademiker mit Praxiserfahrung, genau danach suchen Unternehmen“, weiß der Leiter der Personalentwicklung und Ausbildung der Viessmann Werke in Allendorf (Eder),
Georg Glade. „Um das duale Studium noch effektiver zu nutzen, brauchen wir einen intensiven Dialog zwischen den Personalverantwortlichen der Unternehmen und den Hochschulen und Berufsakademien“, so Glade weiter.
„Junge Fachkräfte frühzeitig an die Region und unser Unternehmen binden, das gelingt uns mit dem dualen Studium hervorragend. Junge Fachkräfte hier zu halten bringt auch Nordhessen voran“, sagt
Anika Schützenmeister, Personalreferentin, Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH in Kassel.
Zum HintergrundMit dem „Dualen Studium Hessen“ hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung im Jahr 2008 eine Kampagne gestartet, die mehr Transparenz in die weitverzweigte Bildungslandschaft der dualen Studiengänge bringt und Unternehmen wie Schüler eine gewinnbrin-gende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit aufzeigt. Unter der Dachmarke „Duales Studium Hessen“ haben 20 Hochschulen in ganz Hessen zusammengefunden und gemeinsame Qualitätskriterien vereinbart. Die HESSENMETALL Cluster-Initiative verfolgt zur Weiterentwicklung des dualen Studiums einen Ansatz, der die Interessen der hessischen Unternehmer berücksichtigt. In Kooperation mit den hessischen Unternehmerverbänden und den Bildungsanbietern im dualen Studium werden Konzepte entwickelt, durch die zusätzliche duale Studienplätze angeboten werden. Außerdem soll die Qualität des dualen Studiums weiter verbessert werden.
Weitere Informationen:
www.dualesstudium-hessen.deFragen bitte an: Frauke Syring
Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e. V.
Telefon 0561 1091-323
frauke.syring@arbeitgeber-nordhessen.deDavid Heinze
Hessenmetall Cluster-Initiative
Telefon 06151 16-75197
heinze@cluster-initiative.de