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Konjunktur der hessischen M+E-Industrie im 1. Halbjahr eingetrübt

Umsatz 1 Prozent unter Vorjahr // Beschäftigung 1,2 Prozent im Plus // Fasbender: M+E-Industrie baut anhaltend Beschäftigung auf

26.08.2014
grafikauftrag_start.jpgFrankfurt am Main. Die Erfolge aus dem Erholungsprozess der hessischen Metall- und Elektro-Unternehmen des ersten Quartals 2014 wurden im zweiten Quartal – trotz eines sehr guten Mai – wieder aufgezehrt. Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2014 lagen die Aufträge um 1,3 Prozent, die Umsätze um 1 Prozent im Minus. Dagegen klettert die Beschäftigung mit einem Plus von 1,2 Prozent von Höchststand zu Höchststand: im Juni zuletzt auf 211.930 Beschäftigte in der Stammbelegschaft.

„Offensichtlich beugen die hessischen M+E-Unternehmen dem sich beschleunigenden Facharbeitermangel als größtem Risiko vor und bauen vorsorglich Arbeitsplätze auf - trotz einer seit zweieinhalb Jahren unbefriedigenden Umsatzentwicklung“, erläuterte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer von HESSENMETALL, die Zahlen des 2. Quartals in Hessens größter Industrie.


Die Risiken für die Mitgliedsunternehmen wüchsen: gleichauf mit dem Fachkräftemangel seien das: viel zu hohe Strompreise, gefolgt von einem wieder aufgeblähten, abgabenfixierten Sozialstaat und einer Wirtschaftsflaute in den europäischen Kernländern. Sie trübten inzwischen auch die Stimmung ein. Dass im Juni gerade der Zukunftsindikator Aufträge stark eingebrochen sei, bereite Sorge.


Aufträge im Juni um über 15 Prozent eingebrochen

Die Auftragseingänge sind im Durchschnitt des 2. Quartals im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal insgesamt um 4,7 Prozent zurückgegangen: die Auslandsnachfrage um 3,4 Prozent, die Aufträge aus dem Inland sogar um 6,1 Prozent. Die positiven Impulse im ersten Quartal haben die Rückgänge des zweiten Quartals 2014 nicht kompensieren können, so dass die Auftragseingänge im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 1,3 Prozent rückläufig gewesen sind.


Am aktuellen Rand im Juni 2014 haben die hessischen M+E- Unternehmen mit einem Rückgang von insgesamt 15,3 Prozent den stärksten Auftragseinbruch in diesem Jahr verkraften müssen. Dabei hat allein die Inlandsnachfrage um 18,9 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau gelegen. Die Auslandsaufträge sind um 11,6 Prozent zurückgefallen.


Die einzelnen Branchen entwickelten sich unterschiedlich: Ein Plus meldeten die Hersteller von Endprodukten: z. B. von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 6,2 Prozent und die Autobauer von 2,3 Prozent. Ein Minus verzeichneten die in der Wertschöpfungskette weiter vorne angesiedelten Zuliefer-Branchen: die Metallerzeugung und -bearbeitung um 4,7 Prozent, die Hersteller von Metallerzeugnissen um 9,3 Prozent, der Maschinenbau um 12,9 Prozent, die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um 15,6 Prozent. Auch das: ein schlechtes Zeichen im Frühwarnsystem.


Umsätze im 2. Quartal: 3,8 Prozent unter Vorjahr

Das gesamte zweite Quartal 2014 ist ausnahmslos geprägt gewesen von rückläufiger Umsatzentwicklung – mit allerdings deutlichen Unterschieden in den einzelnen Monaten. Sie hat im Quartalsdurchschnitt im Vorjahresvergleich zu einem Umsatzverlust mit Produkten der hessischen M+E-Industrie in Höhe von 3,8 Prozent auf 13,540 Mrd. Euro (monatsdurchschnittlich 4,513 Mrd. Euro) geführt.
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Das gesamte zweite Quartal 2014 ist ausnahmslos geprägt gewesen von rückläufiger Umsatzentwicklung – mit allerdings deutlichen Unterschieden in den einzelnen Monaten. Sie hat im Quartalsdurchschnitt im Vorjahresvergleich zu einem Umsatzverlust mit Produkten der hessischen M+E-Industrie in Höhe von 3,8 Prozent auf 13,540 Mrd. Euro (monatsdurchschnittlich 4,513 Mrd. Euro) geführt.


Aufgrund des leichten Umsatzanstiegs im ersten Quartal sind im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum insgesamt 26,956 Mrd. Euro oder monatsdurchschnittlich 4,493 Mrd. Euro umgesetzt worden; dies entspricht einem Minus von 1,0 Prozent. Dabei haben die Inlandsumsätze um 1,8 Prozent auf monatsdurchschnittlich 1,992 Mrd. Euro abgenommen, die Umsätze mit ausländischen Geschäftspartnern sind um 0,3 Prozent auf monatsdurchschnittlich 2,500 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Exportquote in der hessischen M+E-Industrie hat im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2013 bei 55,7 Prozent verharrt.


Beschäftigung: Von Höchststand zu Höchststand

Die Beschäftigung hat sich im bisherigen Jahresverlauf 2014 erstaunlich positiv entwickelt. Die Anzahl der in den hessischen M+E-Unternehmen Beschäftigten hat weiter zugenommen: Im Durchschnitt des zweiten Quartals 2014 sind mit 211.845 um 1,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal beschäftigt gewesen. Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2014 wurde der Vorjahresstand mit 211.500 Beschäftigten um 1,2 Prozent überschritten. Am aktuellen Rand im Juni gibt es 2.500 Beschäftigte mehr als vor einem Jahr bzw. 15.000 Personen mehr gegenüber dem niedrigsten Stand vom Mai 2010.



Die detailierten Konjunkturdaten finden Sie unter   M+E in Hessen/M+E Konjunktur.



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