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Voraussetzung für Tarifverträge und Tarifbindung sei der Erhalt des Betriebsfriedens nach Vertragsabschluss. „Wenn dieser zur Beliebigkeit verkommt, braucht es keine Tarifverträge mehr. Deshalb müssen wir gemeinsam Kurs halten."
In diesem Zusammenhang nannte Kannegiesser Zeitarbeit unverzichtbar. „In einer immer volatileren Welt sichert sie Arbeitsplätze in Deutschland, integriert Hunderttausende in den Arbeitsprozess. Wenn es ein solches Instrument nicht gäbe, müsste man es erfinden." Die von der IG Metall zusätzlich geforderte Ausweitung der Mitbestimmung über Zeitarbeit sei "nicht einsichtig, schädlich und deshalb inakzeptabel", so Kannegiesser weiter. Die vorhandenen gesetzlichen Regelungen aus Betriebsverfassung und Rechtsprechung deckten die Mitbestimmungserfordernisse vollständig ab.
Die Forderung der IG Metall nach einer unbefristeten Zwangsübernahme aller Auszubildenden sei weder notwendig noch zweckmäßig – und zudem mit der gleichzeitig erhobenen Forderung nach mehr Engagement für schwächere Jugendliche nicht vereinbar.
