Kannegiesser: Aufschwung nicht durch Steuererhöhungen gefährden
Gesamtmetall Berlin
04.06.2010
Gesamtmetall-Präsident Kannegiesser hat Zuversicht über die konjunkturelle Entwicklung der M+E-Industrie in Deutschland geäußert. „Die Botschaft des ersten Quartals 2010 lautet: Die Metall- und Elektro-Industrie scheint sich schneller von dem Konjunkturabsturz...
im Winterhalbjahr 2008/09 zu erholen als man vor einem Jahr hätte
erwarten können“, so Kannegiesser. Gleichzeitig warnte der Gesamtmetall-Präsident davor, die wirtschaftliche Erholung durch neue Kostenbelastungen für die Unternehmen oder eine Einschränkung der Zeitarbeit zu gefährden. Die meisten Betriebe seien in der Krise finanziell anfälliger geworden und bewegten sich noch auf dünnem Eis.
Steuer- und Abgabenerhöhungen würden die Lage der Industrie in einem noch immer schwierigen Marktumfeld zusätzlich erschweren, mahnte Kannegiesser. Der Gesamtmetall-Präsident sprach sich deshalb im Zuge der Debatte um die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte in Deutschland für Einsparungen statt Steuererhöhungen aus: „Die Verschuldungsorgien bei uns und in der Welt müssen gestoppt werden“, forderte Kannegiesser. „Wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem.“ Angesichts der dramatischen öffentlichen Verschuldung müsse jetzt jeder Haushaltsposten unter die Lupe genommen werden – „jedoch in einer Weise, die nicht zu Nachfrageschocks führt“.
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