Ansprechpartner

Ulrich Kirsch
Dr. Ulrich Kirsch
Kommunikation und Presse
Tel: 069 95808-150
Fax: 069 95808-177
E-Mail: UKirsch@hessenmetall.de

Schriftgröße
A A A

Herbstumfrage von HESSENMETALL

Metall- und Elektro-Industrie optimistisch/ 50 Mrd. € Jahresumsatz, 3.300 neue Arbeitsplätze, steigende Investitionen/ Fasbender: „Politik muss erfolgreichen Reformkurs halten!“

08.12.2010
Frankfurt am Main. „In der hessischen Metall- und Elektro-Industrie hält die dynamische Geschäftsentwicklung an. Die Aufholjagd bei den Umsätzen ist zur Hälfte gelungen.
M+E Herbstumfrage Einschaetzung der Geschaeftslage in Prozent
Seit Juni schafft die M+E-Industrie wieder Arbeitsplätze: 3.300 sind es inzwischen, und die wichtige 200.000er-Marke wurde wieder überschritten. Die Stimmungsanalyse zeigt: Im Rückblick auf das Frühjahr deutliche Verbesserungen in allen Indikatoren. Im Ausblick auf das Frühjahr 2011 Verbesserungserwartungen auf guter Ausgangslage.
Die beschäftigungswirksamen Erweiterungs-Investitionen sind um 15 Prozent gestiegen und wachsen weiter. Als zweitwichtigster Export-Schwerpunkt hat sich Asien mit 20 Prozent hinter EU-Europa mit 47 Prozent etabliert“, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL, bei der Vorlage der traditionellen Herbstumfrage bei den Chefs der Mitgliedsunternehmen in Hessen. An der Erhebung beteiligten sich 219 Unternehmen mit 70.200 Beschäftigten. Nach einem Umsatz von 55 Mrd. € im Jahr 2008 und dem Einbruch 2009 auf 45 Mrd. € werde die M+E-Industrie 2010 bei knapp 50 Mrd. € landen. Das zeige deutlich, wie weit sie gekommen sei, aber auch wohin sie noch wieder gelangen müsse. „Dabei sind die Chancen für die deutsche Industrie riesig. Sie müssen nur genutzt werden. Die Herausforderung ist für die Unternehmen ihre ständige Anpassung im Weltmarkt mit innovativen Produkten. Die Anstrengungen der der Wirtschaft müssen flankiert werden durch eine Politik, die streng den Kurs auf Reformen hält– im Arbeitsmarkt, bei der Rente, bei der Ermöglichung flexibler Arbeitsformen. Deren Erfolg schlage sich inzwischen in den gesamtwirtschaftlichen Wachstumszahlen nieder. Und es braucht eine Maß haltende Tarifpolitik, die betriebliche Bündnisse einschließt“, so Fasbender weiter.

Bei der Sonderfrage zur Bedeutung von Energie hätten die M+E-Unternehmen sich klar positioniert. Das Thema sei für drei Viertel der mittelständisch geprägten Unternehmen von hoher oder sehr hoher Bedeutung. Der Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten werde mit 4,8 Prozent angegeben. Das sei ein Anteil von erheblicher Wettbewerbsrelevanz. Steigende Energiekosten würden vor allem durch Kostenreduktionen insbesondere in der Produktion abgefedert, aber auch durch Effizienzsteigerungen in der Fertigungsautomation, bei Industriebeleuchtung, elektrischen Antrieben und Gebäudeautomation. „Die Infrastrukturpolitik für den Energiesektor birgt erhebliche Risiken für unsere überwiegend energieintensive Industrie. Wenn es uns nicht gelingt, die Energiewende zu den Erneuerbaren Energien ohne stetige staatliche Verteuerungen hinzubekommen, wird der Produktionsstandort massiven Schaden erleiden“, so Fasbender weiter.

„Verbesserungen von guter Ausgangsposition“, bilanzierte Dr. Helmut Rau, Geschäftsführer Tarifwesen bei HESSENMETALL die aktuelle HESSENMETALL-Umfrage. Mehr als die Hälfte der beteiligten M+E-Unternehmen schätzten ihre Geschäftslage als „gut“ (43 Prozent) oder sogar „sehr gut“ (13 Prozent) ein. Für etwas mehr als ein Drittel stelle sich die Lage „befriedigend“ dar. Lediglich 11 Prozent beurteilten sie als „schlecht“. Kein einziges Unternehmen habe „sehr schlecht“ angekreuzt – eine Premiere der Umfrage im 21. Jahr. Der Vergleich zum Frühjahr 2010 zeige die rasante wirtschaftliche Erholung in diesem Jahr: 68 Prozent der Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage als „besser“ (54 Prozent) oder sogar „erheblich besser“ (14 Prozent). Für 27 Prozent sei sie „vergleichbar“. Auch für das Frühjahr 2011 fiel die Prognose zuversichtlich aus: 41 Prozent rechneten mit einem „besseren“, 56 Prozent mit einem „vergleichbaren“ Stand.

Die Auftragsbestände bewerteten im Herbst 2010 52 Prozent der beteiligten M+E-Unternehmen als „ausreichend“; 26 Prozent als „verhältnismäßig groß“, aber noch 22 Prozent als „zu gering“. Die positive Entwicklung dieses Zukunftsindikators sei allerdings deutlich an den 62 Prozent der Meldungen abzulesen, die gegenüber dem Frühjahr 2010 „größere“ Auftragsbestände verbucht haben.

Bei den Umsätzen rechneten auf einer guten Ausgangsbasis bis zum Frühjahr 2011 45 Prozent mit „eher steigenden“ Umsätzen und 49 Prozent mit „eher gleichbleibenden“.

Bei den Erträgen zeichnete sich eine Verbesserung von niedrigem Niveau aus ab: So meldeten fast 42 Prozent der M+E-Unternehmen „gestiegene“, 46 Prozent „vergleichbare“ und 12 Prozent „gefallene“ Erträge. Bis zum Frühjahr 2011 erwarteten 63 Prozent „eher gleich bleibende“ Erträge, 33 Prozent sogar „eher steigende“.

Gegenüber Frühjahr 2010 haben fast 30 Prozent der beteiligten M+E-Unternehmen ihre Nettoinvestitionen steigern, 62 Prozent das Niveau halten können. Bis zum Frühjahr 2011 werden bei 56 Prozent der Unternehmen die Investitionen auf diesem respektablen Niveau „eher gleich bleiben“, mehr als 36 Prozent werden sie sogar noch ausdehnen können. Der Anteil beschäftigungswirksamer Erweiterungsinvestitionen ist  im Vergleich zu den Vorjahren - 2008: 13 Prozent; 2009: 8 Prozent - diesmal mit 15 Prozent deutlich angestiegen und wird um 16 Prozent weiter wachsen. Die Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiter sind mit über 20 Prozent etwa auf dem bereits erreichten hohen Niveau geblieben.

Zu den weiteren Meldungen
Schließen

Anmeldeformular

Hiermit melde ich mich/unser Team
für den Nachwuchswettbewerb an.

Firma

Team

innerhalb der Ausbildung
innerhalb des Studiums
Administration & Personalmanagement
Einzelne Produkte & Dienstleistungen
Produktionsablauf & Logistik