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Gesamtmetall-Präsident Kannegiesser begrüßt Bemühungen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels - Aussagen der Bundeskanzlerin „eine Zumutung“-

21.06.2011
Martin Kannegiesser Berlin. Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, hat im Vorfeld des Spitzengesprächs mit der Bundesregierung auf Schloss Meseberg begrüßt, dass sich die Bundesregierung des Themas Fachkräftemangel annimmt: „Es ist richtig, die Bekämpfung von Fachkräftemangel jetzt anzugehen. Wenn die Zahl der Fachkräfte nicht mehr ausreicht, stoßen unsere Unternehmen an eine Wachstumsgrenze“, so Kannegiesser. Dies unterhöhle langfristig die wirtschaftliche und gesellschaftliche Substanz, die sich aus der Stellung auf den Weltmärkten ergebe.
Kannegiesser widersprach dabei der Behauptung der Bundeskanzlerin, Unternehmen in Deutschland böten jungen Menschen keine Perspektive und würden Fachkräfte aus dem Ausland zur Lohnsenkung holen wollen. „Eine solche Bemerkung empfinde ich gerade in unserer Technologiebranche als Zumutung. Die industriellen Arbeitsplätze in Deutschland gehören zu den bestbezahlten und attraktivsten Arbeitsplätzen weltweit. Junge Menschen finden in der Metall- und Elektro-Industrie hervorragende Arbeitsbedingung und eine langfristige Berufsperspektive“, so Kannegiesser.

Bei der Zuwanderung würden eine Senkung der gesetzlich vorgeschriebenen Einkommenshürden für Fachkräfte sowie eine Vereinfachung der Verwaltungsvorschriften den Mangel zwar nicht unmittelbar beheben. Sie wären aber „eine Weichenstellung zur richtigen Zeit“. Im Wesentlichen müsse die Sicherung des Fachkräfteniveaus aber aus eigener Kraft geschehen, stellte Kannegiesser klar. Dabei sei es insbesondere Aufgabe der Politik, die Zahl der nicht ausbildungsfähigen Jugendlichen zu verringern. Auch die kontinuierliche Verbesserung der Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf spiele eine zentrale Rolle.

Kannegiesser betonte, dass sich die Unternehmen und Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie seit vielen Jahren für die Nachwuchssicherung engagierten: „All diese Anstrengungen können ein vernünftiges Konzept der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung ergänzen, aber nicht ersetzen“.



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