92 Prozent der Unternehmen schätzen ihre
allgemeine Geschäftslage als befriedigend oder besser
ein. Nur 8 Prozent der Befragten beurteilen ihre derzeitige Lage als schlecht.
Ebenfalls 92 Prozent werten ihre derzeitige allgemeine Geschäftslage
vergleichbar oder besser als im Herbst 2010, nur 8 Prozent der Befragten als
schlechter.
Alle Firmen blicken optimistisch auf die nächsten sechs
Monate und erwarten mindestens eine vergleichbare oder bessere Geschäftslage.
Die Unternehmen, die ihre allgemeine Geschäftslage im Frühjahr als schlecht
bezeichnen, gehen von einer Verbesserung der Situation im Verlauf des Jahres
aus.
83 Prozent der Unternehmen bewerten ihre derzeitige Auftragslage
Auftragslage ausreichend oder besser, 92 Prozent gehen von
einer verbesserten oder gleichbleibenden Auftragssituation in den nächsten sechs
Monaten aus.
Im Frühjahr 2011 bewerten 75 Prozent der Unternehmen den
derzeitigen
Umsatz
besser oder unverändert, 25 Prozent schlechter als im Herbst 2010. Alle Firmen
gehen für den Herbst 2011 von einem gleichbleibenden oder gestiegenen Umsatz
aus.
83 Prozent der Unternehmen schätzen den Umfang ihrer
Investitionen als ausreichend oder verhältnismäßig groß,
17 Prozent als zu gering ein. Im Vergleich zum Herbst 2010 ist die Höhe der
Investitionen bei 92 Prozent der Befragten unverändert oder gestiegen, 8 Prozent
gaben an, dass die Investitionen in den letzten sechs Monaten zurückgegangen
sind. Alle Unternehmen gehen von unveränderten oder eher steigenden
Investitionen in den nächsten sechs Monaten aus.
„Das Thema Zeitarbeit
geriet in den letzten Wochen und Monaten immer wieder in die Schlagzeilen. Die
Ergebnisse der Frühjahrsumfrage zeigen, dass die Behauptung, Zeitarbeit würde
die Stammbelegschaft verdrängen, schlichtweg falsch ist. Wenn Aufträge von der
Stammbelegschaft nicht abgearbeitet werden können, gleichzeitig aber noch nicht
klar ist, ob sich dieser Zuwachs stabilisiert, dann stehen die Unternehmen vor
der Entscheidung, sie nicht anzunehmen oder sie mit Zeitarbeit zu realisieren“,
erklärt Huberti.
„Unbefristete Vollzeitbeschäftigung ist in den
Unternehmen der M+E-Industrie der Normalfall. Der Anteil von Zeitarbeit liegt im
Durchschnitt bei etwa 5 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass bei sinkender
Beschäftigtenzahl auch die Zahl der Zeitarbeitnehmer abnehmen. Unsere
Mitgliedsfirmen nutzen die Zeitarbeit als das, was sie auch sein soll: ein
unverzichtbares Flexibilisierungsinstrument, das für viele Zeitarbeitnehmer auch
die Vorstufe zur Stammbelegschaft bedeutet“, erklärt Hans-Joachim Jungbluth,
Geschäftsführer der Bezirksgruppe Offenbach-Hanau.
Die Anzahl der
Beschäftigten in den an der Umfrage beteiligten
Unternehmen beläuft sich im Frühjahr 2011 auf rund 12.000 Mitarbeiter, darunter
530 Zeitarbeitnehmer. Die Stammbelegschaft macht in den befragten Firmen 96
Prozent der Beschäftigten aus. Damit wurde im Vergleich zum Herbst 2010 der
prozentuale Anteil der Stammbelegschaft erhöht.
Im Herbst 2010 waren
unter den 12259 Beschäftigten 771 Zeitarbeitnehmer. Damit gehörten sechs Prozent
der Beschäftigten zu Zeitarbeitsfirmen. Für die nächsten sechs Monate
prognostizieren die Unternehmen einen Anteil von Zeitarbeitnehmern von 5,1
Prozent (573) bei insgesamt 11.222 Beschäftigten.
„Die Umfragewerte
zeigen, dass die Lage der Unternehmen von einem ständigen Auf und Ab geprägt
ist. Neben Auftrags- und damit verbundenen Umsatzspitzen fehlt eine durchgängige
Auslastung auf hohem Niveau“, erklärt Wolfgang Huberti abschließend.
Zur
Bezirksgruppe Offenbach-Hanau gehören 70 Unternehmen mit rund 18.000
Beschäftigten. An der Umfrage beteiligten sich 20 Prozent der Unternehmen,
allerdings handelt es sich hier vorwiegend um größere Unternehmen mit insgesamt
rund 12.000 Beschäftigten.