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Duales Studium als Fachkräftechance nicht nur für den Mittelstand

Erster mittelhessischer Praxisdialog stößt auf großes Interesse

14.09.2011
Logo duales studiumWetzlar. Mit dem 1. Praxisdialog „Duales Studium Hessen“ begann am Montag eine Veranstaltungsreihe der Kampagne Duales Studium Hessen. Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL hatte Vertreter aus der regionalen Wirtschaft und Fachleute aus den Hochschulen und Berufsakademien eingeladen, um über Gegenwart und Zukunft des dualen Studiums zu sprechen. Besonders die Unternehmen haben die Vorteile der Kombination aus akademischem Studium und betrieblicher Praxis erkannt:„Duale Studiengänge bringen unsere Personalentwicklung wirklich weiter – junge Akademiker mit Praxiserfahrung sind sehr wichtige Bestandteile im Personalmosaik“, bestätigte Ulrich Eichmann, Personalleiter des Dillenburger Traditionsunternehmens Isabellenhütte Heusler GmbH & Co KG.
Unter dem Titel „Duales Studium Hessen“ hat das hessische Wirtschaftsministerium bereits vor vier Jahren eine Kampagne gestartet, die mehr Transparenz in die weitverzweigte Bildungslandschaft der dualen Studiengänge bringen soll. Auf diese Weise sollen sowohl Unternehmen wie auch Schülerinnen und Schülern eine gewinnbringende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit aufzeigt werden. Zudem dient die Dachmarke als Plattform für inzwischen 20 Hochschulen in ganz Hessen, die hier gemeinsame Qualitätskriterien vereinbart haben. „Insgesamt gibt es über 70 duale Studiengänge in Hessen   für beinahe jeden Unternehmer und jeden Studieninteressierten findet sich der Weg zur Fachkraft bzw. zum Traumberuf. In diesem Zusammenhang haben unsere Kooperationsmanager bereits über 240 Betriebe informiert und wo nötig Hilfestellung bei der Neuschaffung oder beim Ausbau dualer Studienplätze gegeben“, erläuterte Prof. Alexander Bode, Leiter des Kampagnenbüros Duales Studium Hessen. 

Auch hier in Mittelhessen, wo mit seinem durch die Technische Hochschule Mittelhessen angebotenen StudiumPlus bereits über eine sehr gut erschlossene Infrastruktur im Bereich „duales Studium“ existiert, hat die Kampagne intensiv gearbeitet. Die ersten Ergebnisse, die hier vor Ort erreicht werden konnten, wurden nun im Rahmen des „Praxisdialogs zum dualen Studium“ mit den Unternehmen und Bildungsanbietern diskutiert und weitere Ziele und Herausforderungen lokalisiert. „Wir suchen den stetigen Austausch mit Unternehmen und weiteren Hochschulen in unserer Region, um duale Studienangebote kontinuierlich weiterzuentwickeln – Veranstaltungen wie diese bieten dafür eine gute Plattform“, erklärte Prof. Anita Röhm Geschäftsführende Direktorin des Zentrums Dualer Hochschulstudien an der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Die große Teilnehmerzahl von über 50 Experten bestätigte, dass sich bereits viele Betriebe vor dem Hintergrund der aktuellen demografischen Herausforderungen mit der Idee des Dualen Studiums näher beschäftigt haben. Sascha Drechsel, Bereichsleiter Bildung und Öffentlichkeitsarbeit vom Gastgeber HESSENMETALL Mittelhessen ergänzte hierzu: „Den Nachwuchs im eigenen Unternehmen durch ein duales Studium zu sichern, bietet schon jetzt die Möglichkeit, dem drohenden Fachkräftemangel aktiv entgegenzutreten. Hier sehen wir als Dienstleiter für die Metall- und Elektrobranche Potentiale gerade auch für unsere Mitgliedsunternehmen aus dem Mittelstand.“ Aber auch weltweit operierende Unternehmen sehen die Vorteile dieser Art der Ausbildung: So bestätigte Alexander Jakob, Bereichsleiter Personal der Hexagon Metrology GmbH, die weltweit über 12.000 Mitarbeiter beschäftigt und einen ihrer Standorte im mittelhessischen Wetzlar hat: „Duale Studien sind Teil unserer Personalentwicklung und bieten eine sehr gute Grundlage um den heimischen Fachkräftebedarf zu decken.“

Die HESSENMETALL Cluster-Initiative verfolgt zur Weiterentwicklung des dualen Studiums einen Ansatz, der die Interessen der hessischen Unternehmer berücksichtigt. In Kooperation mit den hessischen Unternehmerverbänden und den Bildungsanbietern werden Konzepte entwickelt, durch die neue Studiengänge implementiert, zusätzliche duale Studienplätze angeboten und die Qualität dieses kombinierten Ausbildungsmodells noch weiter verbessert werden können. Dies begrüßen auch die heimischen Betriebe, wie Ulrich Eichmann noch einmal bekräftigte: „Um das duale Studium noch effektiver zu nutzen, brauchen wir einen intensiven Dialog zwischen den Personalverantwortlichen der Unternehmen und den Hochschulen und Berufsakademien.“ 

Weitere Informationen finden sich unter www.dualesstudium-hessen.de.



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