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Die Zahlen der Metall- und Elektro-Industrie im Oktober 2011

Umsatzentwicklung durchwachsen // Beschäftigung wieder bei über 210.000 // Fasbender: "Wir brauchen Flexibilitätspuffer, um Betriebe und Jobs krisenfester zu machen!"

11.01.2012
unbenannt-11.jpgFrankfurt am Main. Im Oktober 2011 steigerte die hessische Metall- und Elektro-Industrie die Auftragseingänge um 6 Prozent und die Umsätze um fast 10 Prozent. Die Beschäftigung – ein nachlaufender Indikator – wuchs gegenüber Oktober 2010 um knapp 5 Prozent. In der M+E-Industrie arbeiteten im Oktober 2011 wieder mehr als 210.000 Festangestellte. Das ist nicht mehr weit entfernt vom Höchststand von 212.000 im September 2008 vor der Krise und ein Wiederaufbau von 13.000 seit dem Tiefststand im Mai 2010. Allerdings entwickelten sich die Umsätze in den verschiedenen Branchen durchwachsen und trüben den Blick in die Zukunft leicht ein. "Unsere Unternehmen wollen sich wärmer anziehen, das zeigte die letzte Befragung.
Sie sehen eine weltwirtschaftliche Abkühlung, die jetzt sogar China erfasst, und der sie sich wohl nicht ganz entziehen können. Dennoch planen sie weitere Einstellungen, insbesondere in Vertrieb und Entwicklung, sowie mehr Investitionen – sogar mehr Erweiterungsinvestitionen sowie in eine Ausweitung der Weiterbildung von Mitarbeitern. Außerdem wollen sie Risiken wie Nachfragerückgänge aus der Verunsicherung durch die Schuldenkrise besser aussteuern können. Um Betriebe und Arbeitsplätze gleichermaßen krisenfester zu machen, müssen sie im volatilen Auf und Ab der Konjunktur beweglich bleiben und reagieren können. Deshalb legen sie allergrößten Wert auf Flexibilität. Sie wollen Flexibilitätspuffer wie Zeitarbeit und Befristung nutzen, aber auch Kosten drosseln können", sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL, heute in Frankfurt.

Die Umsätze haben mit 4,855 Mrd. Euro um knapp 10 Prozent über denen im Oktober 2010 gelegen – mit einem leichten Schwerpunkt bei den Auslandsumsätzen. Die Umsatzentwicklung stellt sich in den 9 Branchen durchwachsen dar: Den Umsatz erheblich steigern konnten vor allem die Branchen Metallerzeugung und -bearbeitung um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 950 Mio. Euro, Maschinenbau um 30 Prozent auf 781 Mio. Euro. Deutlich rückläufige Umsätze verzeichneten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um knapp 18 Prozent auf 426 Mio. Euro und der Sonstige Fahrzeugbau um 40 Prozent auf 90 Mio. Euro. Die übrigen Branchen wuchsen im einstelligen Bereich.


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Die Beschäftigtenzahl ist um knapp 5 Prozent gestiegen, was einem Plus von 9.680 Personen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat entspricht. Die Stammbelegschaft wächst ungebrochen – und dies in allen 9 Branchen. Spitzenreiter in den Zuwächsen sind Metallerzeugung und -bearbeitung, die Herstellung von Metallerzeugnissen sowie die Industriellen Dienstleistungen. Aber auch die größten Branchen Automobilindustrie und Maschinenbau schufen absolut je mehr als 1.500 neue Arbeitsplätze.


Weitere Informationen und detaillierte Grafiken stehen Ihnen unter M+E Konjunktur/Oktober 11 hier zur Verfügung.


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