Auswertung der Entwicklung von Umsatz,  Auftragseingängen und Beschäftigung in der hessischen M+E-Industrie

Stand: Oktober 2010


Nach dem nur sehr verhaltenen Anstieg der Auftragseingänge im September hat sich dieser Zukunftsindikator für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im Oktober 2010 wieder stabiler gezeigt – allerdings weiterhin mit Schwächen bei den Inlandsaufträgen. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr – dominiert vom Auslandsgeschäft – erneut zweistellig gestiegen. Der Beschäftigungsrückgang ist im Vorjahresvergleich nahezu zum Stillstand gekommen; gegenüber dem jeweiligen Vormonat nimmt die Beschäftigtenanzahl seit Mai bereits wieder zu.


 


Da die Auftragseingänge in der hessischen M+E-Industrie im Oktober vergangenen Jahres schon wieder zunehmend waren, sind die aktuellen Veränderungsraten im Oktober 2010 – auch wegen der guten Vorjahres-Basiswerte – nicht mehr so stark wie in der ersten Jahreshälfte ausgefallen: So sind die preisbereinigten Auftragseingänge in der hessischen M+E-Industrie insgesamt um 2,8 Prozent gestiegen. Dabei sind aus dem Ausland um 8,1 Prozent mehr Aufträge hereingenommen worden als vor einem Jahr. Gleichzeitig haben die Inlandsorders allerdings um 1,9 Prozent abgenommen.






Im Oktober 2010 haben sich in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie die Inlandsumsätze mit einem Anstieg um 7,2 Prozent auf 2,083 Mrd. € deutlich schwächer entwickelt als die Auslandsumsätze, die deutlich um 33,5 Prozent auf 2,340 Mrd. € gestiegen sind. Damit haben die Umsätze insgesamt mit 4,423 Mrd. € einen Anstieg um 19,7 Prozent erreicht. Die Exportquote hat sich auf 52,9 Prozent erhöht.






Die größte Umsatzsteigerung erzielte die kleinste M+E-Branche Sonstiger Fahrzeugbau: Sie verfünffachte ihren Umsatz gegenüber Vorjahr auf knapp 150 Mio. Euro. Ihr folgen die Unternehmen der Metallerzeugung und -verarbeitung, die ihren Umsatz um rund 38 Prozent oder 186 Millionen auf 676 Mio. Euro verbessern konnten und damit erstmalig am Maschinenbau und der Elektro-Industrie vorbeizogen. Die größte Branche, die Hersteller von Kraftwagen und -teilen, reiht sich mit einem Zuwachs um 28 Prozent oder 266 Millionen auf 1,2 Mrd. Euro – in das Spitzentrio der Umsatzsteigerer im Oktober ein.






Auch im Oktober 2010 ist die Anzahl der in der hessischen M+E-Industrie Beschäftigten gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat noch leicht zurückgegangen: um 0,2 Prozent auf 200.380. Die verbesserte Wirtschaftslage hat allerdings dazu geführt, dass im Zeitraum zwischen dem niedrigsten Stand dieses Jahres im Mai und Oktober 2010 bereits über 3.600 Mitarbeiter mehr beschäftigt werden.





Während im Sonstigen Fahrzeugbau und der Metallerzeugung und -bearbeitung die Beschäftigungszahlen des Vorjahres übertroffen wurden, bleiben die anderen M+E-Branchen unter den Vorjahreszahlen.


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In Prozent stellt sich die Beschäftigungsentwicklung wie folgt dar.


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