Weltmeister bei Energie-Effizienz
Dr. Ulrich Kirsch
Geschäftsführer Kommunikation
HESSENMETALL in Aktiv vom 19.06.10
Deutschland ist nicht mehr
Exportweltmeister. Aber Nachhaltigkeitsweltmeister mit 16 Prozent
Weltmarktanteil an exportierten Umweltprodukten. Und die große Chance
besteht, Weltmeister bei Energie-Effizienz zu werden. Die beiden
entscheidenden Hebel dafür sind Städte und Autos.
Städte sind für
80 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Städte heißt
auch Verkehr, Gebäude, Gesundheit und Sicherheit, heißt Verwaltung und
wirtschaft liche Wettbewerbsfähigkeit oder auch öffentliche Haushalte.
Deshalb hat zum Beispiel der Weltkonzern Siemens das Thema Urbanisierung
als Ganzes aufgesetzt und entwickelt neue Lösungen über die Sektoren
hinweg, wie Dr. Michael Kassner, der Leiter Siemens Region Mitte, auf
dem Hessenforum ausführte.
Große Dynamik ist auch in der
Diskussion um das Auto der Zukunft. Nicht eines, sondern eher drei
Konzepte erwartet Opels Entwicklungschefin Rita Forst. Sie kann sich
vorstellen, dass wir im Stadt- und Regionalbetrieb auf reine
Elektro-Antriebe für Kurzstrecken setzen. Für längere Fahrten wird sich
die Brennstoffzelle durchsetzen.
Und für den Schwerlastverkehr wird
auch der normale Verbrennungsmotor noch sehr lange eine große Rolle
spielen. Opel hat da eine Menge kurz vor der Serienreife.
Nordhessische
Unternehmen wie Fräger und der E-Mobilitäts-Cluster mit unserem
Mitglied Koch Maschinenbau konzentrieren sich auf Elektro-Antriebe.
Also: Vielfalt, statt ökologischer Einfalt ist der Schlüssel zu
erfolgreicher Energie-Effizienz. Bei Autos und Städten. Wer hier gute
Lösungen, emissionsfrei und zu bezahlbaren
Preisen anbieten kann,
hat beste Chancen auf dem Weltmarkt.
„Vielfalt bringt Erfolg“