Weitere Verbesserung
Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer von HESSENMETALL in Aktiv
vom 01.01.11
Nach einem Umsatz von 55 Milliarden Euro im Jahr
2008 und dem Einbruch 2009 auf 45 Milliarden Euro wird die M+E-Industrie
2010 bei knapp 50 Milliarden Euro landen. Das zeigt klar, wie weit sie
gekommen ist, aber auch wohin sie 2011 wieder gelangen muss. Dabei sind
die Chancen für die deutsche Industrie riesig. Sie müssen nur genutzt
werden. Die Herausforderung: Ständige Anpassung im Weltmarkt mit
innovativen Produkten. Die Anstrengungen der Wirtschaft müssen flankiert
werden durch eine Politik, die streng den Kurs auf Reformen hält – im
Arbeitsmarkt, bei der Rente, bei der Ermöglichung flexibler
Arbeitsformen.
Deren Erfolg schlägt sich inzwischen in den
gesamtwirtschaftlichen Wachstumszahlen nieder. Und es braucht eine
maßhaltende Tarifpolitik, die betriebliche Bündnisse einschließt. Auch
bei der Sonderfrage zur Bedeutung von Energie haben die M+E-Unternehmen
sich klar positioniert. Die Infrastrukturpolitik für den Energiesektor
birgt erhebliche Risiken für unsere überwiegend energie-intensive
Industrie. Wenn es uns nicht gelingt, die Energiewende zu den
erneuerbaren Energien ohne stetige staatliche Verteuerungen
hinzubekommen, wird der Produktionsstandort massiven Schaden erleiden.
Auf
das Machbare stellt sich unserer Industrie sowieso ein: Steigende
Energiekosten würden vor allem durch Kostenreduktionen insbesondere in
der Produktion abgefedert, aber auch durch Effizienzsteigerungen in der
Fertigungsautomation, bei Industriebeleuchtung, elektrischen Antrieben
und Gebäude-Automation.
„Strengen Kurs halten auf Reformen“