Maßgeschneiderte Ausbildung für alle
Charlotte Venema
Leiterin Personalpolitik und berufliche
Bildung, HESSENMETALL in Aktiv vom 25.09.10
Eine solide
Ausbildung ist das Eingangstor ins Berufsleben. Ohne Ausbildung ist es
ungleich schwerer, das eigene Leben zu meistern. Aber welche Ausbildung
ist die beste? Lehre, Studium, Schule – oder erst mal einen
Auslandsaufenthalt?
Darauf gibt es keine allgemeingültige
Antwort. Wichtig aber ist, nicht unterhalb seiner Möglichkeiten zu
bleiben. Ohne Anstrengung und Durchhaltevermögen gelingt das praktisch
nie. Aber jeder kann und sollte auch seinen eigenen Weg gehen. Dazu
gehört, erst einmal zu überprüfen, wo denn die eigenen Stärken liegen.
Wo kann man diese am besten zur Geltung bringen? Wer gerne praktische
Probleme löst, sollte auch eine praktisch ausgerichtete Ausbildung
absolvieren. Und nicht aus falsch verstandenem Ehrgefühl ein
Universitätsstudium anfangen.
Wer Theorie und abstraktes Denken
schätzt, wird an der Werkbank nicht wirklich glücklich werden. Gegenüber
früher hat sich Einiges ganz wesentlich verbessert: Niemand ist mehr
lebenslang auf den einmal eingeschlagenen Weg festgelegt. Wer eine Lehre
macht, kann ohne große Klimmzüge die Hochschulreife erreichen. Wer
studiert oder eine schulische Ausbildung macht, dem stehen viele Wege
offen, bereits während der Ausbildung sein Wissen in der Praxis zu
erproben. Die Möglichkeiten sind vielfältiger geworden. Es gibt für
jeden, der weiß, was er will, einen gangbaren Weg.
„Es stehen
jedem viele Wege offen“