Europa ist unsere Basis
Dr. Helmut Rau, Geschäftsführer Tarifwesen und
Arbeitswissenschaft von HESSENMETALL in Aktiv vom 13.08.2011
Die
jüngste Statistik lässt aufhorchen: Im Mai 2011 erzielte Hessens
Metall- und Elektro-Industrie mit 5,5 Milliarden Euro den höchsten
Umsatz seit Jahren. In fast allen Teilbranchen wuchs der Umsatz im
Vergleich zum Vorjahr mit einem zwei stelligen Prozentsatz.
Die
Beschäftigung stieg auf 205 520 Menschen – ein Zuwachs um 4,5 Prozent
oder 8765 Personen. Das Geschäft brummt auch bei BBK Etikettier- und
Sondermaschinenbau in Beerfelden im Odenwald: Mitarbeiter packen ihre
Koffer und erklären in Japan, in den USA, aber auch aktuell im Sudan,
wie ihre Maschinen funktionieren.
Die größten Wachstumsbranchen
sind die Auto-Industrie, die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie der
Maschinenbau. Exportschwerpunkte sind die EU (45 Prozent), Asien (20
Prozent), das übrige Europa und Nordamerika (je 12 Prozent). Bei aller
Hochstimmung darf man aber auch die Risiken nicht vergessen: allen voran
die Staatsschuldenkrise sowie die aktuelle Verteuerung der Rohstoffe
und die erwartbare Steigerung der Energiepreise.
Die EU mit ihren
500 Millionen Menschen ist die Basis unserer Unternehmen, da müssen sie
stark bleiben. Deshalb brauchen wir eine tragfähige Lösung der
Schuldenkrise, die die Stabilität in Euro-Land wieder herstellt und
Länder nicht bestraft, die sich den Anstrengungen der Konsolidierung
aktiv stellen.
„Wir brauchen eine Lösung der Schuldenkrise“